32 5 Abschnitt 1
3 Gemeinden mit zusammen 323 Einwohnern waren zu mehr als 75 9% evangelisch.
Unter den in der Stadt Gießen gezählten son⸗ stigen Christen sind 15 Adventisten, 21 Altlutheraner, 16 Altkatholiken, 69 Apostolisch⸗Katholische, 43 Bap⸗ tisten, 38 christliche Dissidenten, 8 Griechisch⸗Ortho⸗ doxe, 10 Methodisten und 208 Neuapostolische, die als einzige gegen 1910 eine bedeutende Zunahme zu verzeichnen haben.
Als freireligiös bezeichnen sich in Gießen nur 69, als konfessionslos 146, als freie Dissidenten 22 Personen.
In den Landgemeinden wurden ermittelt Alt⸗ lutheraner: 25 in Climbach, 19 in Grünberg und 7 in Treis a. d. Lda.; Angehörige der evan⸗ gelisch-lutherischen Freikirche: 77 in Allen⸗ dorf a. d. Lda., 25 in Klein⸗Linden und 5 in Lich; Baptisten: 12 in Beuern, 22 in Großen⸗Buseck
und 5 in Watzenborn; christliche Dissidenten
(Darbysten): 38 in Großen⸗Buseck; Adventisten vom 7. Tage: 8 in Klein⸗Linden; Neuaposto⸗ lische: 11 in Langsdorf, 6 in Reiskirchen, 6 in Oppenrod, 19 in Stangenrod und 7 in Watzen⸗ born; Apostolische: 10 in Oppenrod und 5 in Watzenborn. Nichtchristen treten nur vereinzelt auf, sie bezeichnen sich gewöhnlich als„freireligiös“ oder„konfessionslos“.
Bevölkerungsbilanz, Wanderungssaldo, Geburtenüberschuß.
Mit Hilfe der laufend registrierten Eheschließun⸗ gen, Geburten und Sterbefälle läßt sich eine Be⸗ völkerungsbilanz aufstellen und der Wanderungs⸗ saldo(Mehrzuwanderung bzw. Mehrabwanderung) ermitteln:
vom 1. Oktober 1910 in Gießen⸗Stadt in Gießen⸗Land
3 t männl. weibl. männl. weibl. Eheschließungen 3 68² 77²28 Lebendgeborene..7601 7168(ü 94028715 Gestorbene
(ohne Totgeb.)..6348ä53016971 ö5884 Geburtenüberschuß 1253 18672431. 2831 Wanderungsgewinn
bzw. Verlust..—953—280[369958 Zunahme der Be⸗
völkerung 30021471062 P(1873
Während im Landkreis Gießen der für Ober⸗ hessen) charakteristische Wanderungsverlust(Nähe von Frankfurt a. M., Bad⸗Nauheim) festzustellen ist, hat die Stadt Gießen offenbar eine Zuwande⸗ rung zu verzeichnen, die allerdings nicht ausreicht, die Einbuße an Männern völlig auszugleichen, die sie durch Verringerung ihrer Garnison erlitt.
1) Ausgenommen den Kreis Friedberg.
one Auf 100 Personen der mittleren Bevölke E 1910—1925, männliche und weibliche, kamen—
—ar Gießen⸗Gießen⸗ Ober⸗ l Stadt Land hessen 2 R. Lebendgeborene 46 28 30 ö Gestorbene 10 (ohne Totgeb. 36 20 23 8 Geburtenüberschuß 10 8 7 0
Vor allem auffallend sind in Gießen⸗Stad stark über, im übrigen Kreis etwas unter b. Provinz⸗ und Landesdurchschnitt liegenden 34 der geborenen und gestorbenen Personen. 7 Erscheinung erklärt sich durch das Vorhandel der Universitätskliniken in Gießen, in denen D. seits zahlreiche werdende Mütter, andererseits Schwerkranke Aufnahme finden, die nicht in Stadt selbst wohnhaft sind. Deshalb ist diese trachtungsweise bis zu einem gewissen Grade führend; immerhin darf man sagen, daß der“ hohe Geburtenüberschuß des Kreises Gießen auf hohe Geburtenzahl als auf niedrige Gestorbe. zahl zurückzuführen ist.
Die überall zu beobachtende Verminderung Geburtenüberschusses in den Nachkriegsjahrel. trug: 8
in Gießen⸗Stadt in Gießen⸗h
Aund
1919 50⁰ 68 Ern
192⁰0 7 6 dag
1921 4 8 Bei
1922 29 18 Zal
1923 4⁴ 13 Bee
19²⁴ 39 16 ber
192²⁵ 27 5.—
des mittleren jährlichen Geburtenübersch.Kor 1911—1914. und
Bei Vergleich mit den entsprechenden Zdauß für Oberhessen und Hessen läßt sich zusamulose fassend feststellen, daß der Rückgang des Gebuund überschusses in der Stadt Gießen größer war 4 Gießen⸗Land und größer als der mittlere R 8 gang in Hessen. Dagegen ist der Geburtenübers in den Landgemeinden des Kreises seit 1922 wider so im Wachsen begriffen, daß 1925 sogar die austtän ordentlich günstige Durchschnittszahl für Olda hessen erreicht wurde. Den für Hessen gelten. Mittelwert hat der Geburtenüberschuß im Rich Gießen⸗Land in den letzten Jahren stets bedeuhlich übertroffen. Pes
Die Bevölkerung nach dem Veruf. Von der Gesamtbevölkerung des Kreises 907 waren erwerbstätig 53 161 Personen, ohne eilh


