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und der ihn verdammenden Kirche,* bis herab in das achtzehnte Jahrhundert* erhielt, im Orient, von dannen er ſtammt,***) heute noch gar ſehr im Schwange iſt,**nn) ſelbſt unter uns noch nicht ganz aufgehört hat, und unter ſeinen Anhängern einſt hei⸗ lige, hocherleuchtete Chriſtenmänner*ensn) zählte.*
Wer ſich nicht veranlaßt fühlen ſollte, mein Werklein in dieſer hiſtoriſchen Bezie⸗ hung und aus allgemeiner Theilnahme am Menſchlichen näher zu beachten, lieſt es viel⸗ leicht aus poetiſchem Intereſſe, als eine Gloſſe zu Göthe's Wahrheit und Dich⸗ tung***nn) und zum Fauſt, 1) zu Schiller's Wallenſtein und zur Braut von Meſſina, zu Shakſpeare's König Lear, †) zu Walter Scott's Aſtro⸗
*) Tertull de Idol. C. 9 Apol. 43. August. Conf. 4, 3; 7, 6. Doctr. Christ. 2, 23.
**) Wer hier eine nähere Einſicht wünſcht, findet eine eben ſo gründliche als unterhal⸗ tende Belehrung in: Heinrich's Teutſch. Neichsgeſch. Th. 6. S. 1046. ff. Hufeland: Die Kunſt d. menſchl. Leb. zu verl. 1. Th. Vorleſ. 1. S. 14. ff. Vergl. Morhof Polyh. ed. sec. I 2. p. 457. 2. p 330. od. Pom 2. Lib. 2. part. 1. C. 12.§. 9.— Engelhardt's Tägl. Denkw. aus d. Sachſ. Geſch. 1. S. 337.(334.) Mémoires du Comte de Bonneval Tom. 1, p 5.— Gesner. Chresth. Plin. Ausg. v. 1776. p 35.(IV Anm. 41.)—„Der Thurm von Samarah, eine warnende Geſchichte fuͤr Aſtrologen“ u. ſ. w. mußte noch man⸗ chen der Warnung Beduürftigen vorausſetzen.— Gellert: Warum iſt es nicht gut ſein Schickſal vorherzuwiſſen?— geg. d. Ende.—
) Lucian. de Astrolog. Lucret 5, 726. Cic. de Divin 1, 1. 2, 42. Vitruv. 9, 7. med. Gell. 1, 9. Die Erklärer zu Horaz Oden 1, 11. und 1, 28. wo ich beiläu⸗ fig ein altes, meines Wiſſens noch nicht bemerktes, metriſches Verderbniß berichtigen will: Ossibus et capiti intumulato, v.: 24. Auch 3, 24. 5. finde ich das Figit noch nirgends berüͤhrt; ich verſetze: Si summis—— Figit verticibus cet Durch eine eben ſo leichte Verſetzung iſt auch dem Joann. Barbucallus zu helfen, woran Fr. Jacobs und Friedemann verzweifelten: De med. syllab. Pent. p. 314. An- tholog. Br. 3, p. 13. 3., p. 224. Jac.:— xe*εμἀ⸗ asrais vexos cet.—; bei Mimnermus aber,(De med syllab. Pent p. 286.) Br. Gnom. p. 100. ed. 1817. II. v 12—, lies: auas aue. Sc. Huoα.— In Betreff der Aſtrologie vergl. noch Proph. Jes. 47, 13. f. Dan. 1, 20. 2, 2; 10; 27. 4, 4; 6. 5; 11. Ev. Matth. 2, 1. Chrest. Plin. Gesn. VI. Not. 16.(7.)
*en) Jüngſt„ſollten die kriegeriſchen Entſchließungen des Sultans durch die vom Hof⸗ aſtrologen bekräftigte Zeichendeutung, daß nämlich Muhammed ſelbſt den Degen habe ins Meer fallen laſſen, umgeſtimmt worden ſein“—, und die neue Anordnung der Divansämter ward„vollzogen am 26. Schaaban“(7. Jan.) Dien⸗ ſtags um 4 U. 20 Min., als in der hiezu am gluͤcklichſten beſtimmten Stunde.—; auch Mohammed Schach von Perſien„beſtieg“ jüngſt„ein Pferd um die vom Aſtrologen bezeichnete Stunde“ und in Siam geben noch immer jedesmal die Stern⸗ deuter die Zeit zum Aufbruche im Kriege an.—
en) Luthers ſämmtliche Schriften 22. 2262. Walch.— Engelhardt's Taͤgl. Denkw. ꝗ. d. ſächſ. Geſch. 3, S. 97— 98.
**n) Taſchenausg. 24. S. 11. 1) Theil 2 rr) Act. 1. Scen. 2.


