7
Anſchließendes“ häufig die Folge, bisweilen auch bloß den(ein in der Zeit unmittelbar folgendes Factum enthal⸗ tenden) Nachſatz. Xen. Cyr. 7, 5, 58: T0 ‿ς το, rd dud ⁷ Jorεo dοmͦν.
b) Etiam hat verſichernde Geltung als Bejahungs⸗Partikel. Cic. Acad. Qu. 4, 32 extr.: ut sequens (sc. sapiens) probabilitatem, ubicunque haec aut occurrat aut deſiciat, aut etiam aut non respondere possit.
C) Als Adverb der Steigerung wird gebraucht:
a) 1ꝙ 3. B. 70 ꝙ daouoære(a jetzt aber, nun gar, vollends ꝛc.). Beſonders gern ſchließt es ſich an Demonſtrativa an: z. B. 00ros„0t, ouroε N10, vrxννν*1, 1b* 7O auch neben ac kommt es ſo vor. Plat. Symp. 204, B: O*ον OO,&ꝓ†, roντ*ε al άο(ſelbſt auch, ſogar auch);
b) etiam dient zur Anreihung(et) eines Begriffes, der als Vermehrung zu einem oder mehreren vorhergehenden noch hinzutritt, hat alſo hier hervorhebende Kraft(die gewiſſermaßen auch unter B gefunden werden kann). Die eigentliche copulative Verbindung des et in etiam hat ſich übrigens in dem Sprachgefühl ſo verwiſcht, daß zu jenem Zwecke vor et-jam auch noch et, que, atque, nec geſetzt wird. Aus gleichem Grunde finden ſich denn auch neben etiam ſonſtige Conjunctionen, wie sed, verum, tamen, aut, vel, ergo, igi- tur etc. Ter. Eun. 5, 8, 54: Unum etiam vos oro. Liv. 21, 51: Depopulato Vibonensi agro urbem etiam terrebant. Cic. Div. Caec. 3: Judicum culpa atque dedecore etiam censorium nomen... populare atque etiam plausibile factum est. Mit dem Begriff der Vermehrung iſt beziehungsweiſe auch der Begriff der Stei⸗ gerung gegeben; und ſteigernd findet ſich etiam ſowohl allein, als auch bei andern Wörtern: bei Zeitadver⸗ bien(jam, pridem etc.), bei Conjunctionen(si, ubi, cum etc.) und bei Comparativen. Cic. Dej. 13: Quae omnes docti atque sapientes summa, quidam etiam sola bona esse dixerunt.(aes. B. C. 1, 53: Haec Africanus Petrejusque pleniora etiam atque uberiora Romam ad suos perscribebant.
(Etiamtum, etiamnunc.)
In den beiden Zuſammenziehungen etiamtum(ſelten etiamtunc) und etiamnunc(ſelten etiamnum) hat etiam ſeine unter A, II, 2. angegebene Zeitgeltung der Dauer: noch, und dieſe Dauer wird durch das demon⸗ ſtrative tum(tunc, damals, da) als bis zu einem beſtimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit, durch nunc (num, jetzt) als bis in die Gegenwart des Redenden ſich erſtreckend bezeichnet. Caes. B. C. 3, 13: Perterrito etiamtum(damals noch) exercitu princeps Labienus procedit. Sall. J. 21: Obscuro etiamtum lumine milites Jugurthini castra hostium invadunt.— Cic. R. A. 52: quae(spes) si manet, salvi etiamnunc esse possumus. Ib. 28: Dubitate etiamnunc, si potestis, judices.— Verſetzt ſich der Redende in die Zeit des erzählten Factums, ſo gebraucht er etiamnunc ſt. etiamtum(wie nunc ſt. tum: ſ. oben»ov, nunc etc.). Sall. J. 109:(Tum rex...) nihil etiamnunc decrevisse, sed illo die responsurum(orat. obliqua). So ſteht's auch zur nachdrücklicheren Bezeichnung der Dauer bei cum.(ic. Fam. 10, 32, 5: epistolam, quam Balbo, cum etiamnunc in provincia esset, scripsi, legendam tibi misi.
(Unterſchied zwiſchen und„„.)
Einfachere Wörter und Formen haben gewöhnlich eine weniger eng und ſcharf begränzte Begriffsſphäre, als ihr Gegentheil; und ſo verhält es ſich auch bei Oꝛ und 70 denn letzteres iſt, nach dem Vorliegenden, nicht nur von der determinativen, modalen und indefiniten Geltung völlig ausgeſchloſſen, ſondern auch bei den übrigen Bedeutungen auf einen geringeren Umfang beſchränkt. Ueberdies iſt zu bemerken, daß das einfachere 0h nie an der Spitze des Satzes erſcheint, außer in der epiſchen Sprache: z. B. 00 röre(tum vero), o¹ νας (jam enim).


