Jahrgang 
1851
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Irrthümlich hat man wohl auch in dem Suffix e bei 608, 10⁸06, 100690, v-xosde unſer Ow zu erkennen geglaubt: es iſt dieſes s nach aller Analogie geurtheilt(vgl. hic-ce, is-te etc.) weniger für eine Ver⸗ kürzung des on, als für eine adverbiale Form des Pronominalſtammes 10 zu halten: ſ. die Pronomina§...

A T.

Aijrc-, was in der ep. und Dor. Sprache gar nicht, und bei Herodot ſelten, dagegen bei den Attikern ſehr häufig gebraucht wird, iſt vielleicht eine Verſchmelzung von+ elra, und dieſes elrce eine Zuſammen⸗ ziehung von Sskr. dwi(zwei, deνrενον vgl. Sskr. wincati mit Feloo, Sskr. dwis mit Zend bis, Lat. bis) und von dem pronominalen 1a, ze(Lat. que) in éréoo-, ο- 1e u. a. Mit dieſer etymologi⸗ ſchen Herleitung ſteht die Geltung von yr« in ſehr befriedigendem Einklange. Sie iſt vermöge der Beſtandtheile von Oyrc eine engere, ſchärfer begränzte und ſonach beſtimmtere, fällt aber ganz innerhalb den Begriffsumfang von dij und durch elra hat Orc⸗

a) überall etwas demonſtrativiſch(-raã.) Anreihendes, Concluſives(vgl., B, 2). Herod. 4, 69: 2ννπσσ d ατοιςι τρσmπι τοις. Häufig ſteht es hier in Verbindung mit verknüpfenden Wörtern, wie Relativen und Conjunctionen, als öre ôjra, æci ora etc.(vgl. l ο, B, 2);

b) mit dieſer Bedeutung verknüpft es durch den modalen Werth ſubjectiver Bekräftigung, Steige⸗ rung, Hervorhebung, iſt aber ſtärker als. Die mancherlei hier obwaltenden Schattirungen und Modificationen müſſen aus dem jedesmaligen Context herausgefühlt werden. Eben als Modaladverb findet es ſich namentlich häufig: 1) in Fragen und zwar) hinter Fragewörtern. Vgl. Aristoph. Acharn. 1011: τ emνεααοαν τeς al,rds drrourde i0re(was doch nun, doch gar, erſt od. Aehnl., sc. werdet Ihr ſagen...);§) hinter anderen Wörtern. Eur. Iph. A. 856: 0lGOνα dH⁷σd, ösris ν νd reᷣννοιςαᷣ'ous pu(du weißt ja De] denn doch, od. ſicher ja, ꝛc.); 2) in Antworten: Plat. Rep. 1, p. 333, A: Suuοαd de 6*s aOνυνννιμμτα‿ /w Kobνμα d(allerdings, freilich doch, ꝛc.); 3) bei Befehlen, Wünſchen, Aufforderungen: z. B. Gαπαα πmπα(denn doch, doch nun)! deπνσισο důναα 4) in beiden Fällen 1 und 2, und auch in anderen Sätzen findet ſich öfra in ſeiner angegebenen Geltung zu anderen Ad⸗ verbien geſetzt: z. B. 7*(ſicher doch, ſicher denn doch, ja fürwahr ꝛc.) ou dræ( minime vero), u*] dirc.(nicht doch, ꝛc.); 5) in Sätzen mit den Conjunctionen 24ld und gehört das Adverb eben als ſolches nicht zu dieſen, ſondern zu einem ſonſtigen Worte des Satzes. Oft ſteht es hier, und auch wohl anderwärts, ironiſch. Vgl. Eur. El. 930: Fνασνοα σας dj⁷ν dvoαονννυαά ⁴sr.

Jam dudum, pridem, pridie, jampridem.

a) Jamdudum und jam dudum(jam+ diu+ dum, ſchon lange zur Zeit) bezeichnet, wie das Deutſche bereits ſchon lange, Vergangenes, Früheres und auch: noch Fortdauerndes. Ter. Adelph. 4, 1, 1: C. Ain' patrem hinc abisse rus? S. Jam dudum. Eun. 4, 7, 46: Jam dudum animus est in patinis. b) Im Sinne der Ungleichzeitigkeit und zwar des(näher oder ferner liegenden) Früheren wird neben ſonſtigen (im nächſten Abſchnitt beſprochenen) Adverbien gebraucht: 1) pridem(einen früheren Tag; dem ſt. diem; pri iſt corrumpirte Comparativform, wie in pri-die. Einen anderen Gang der Corruption oder doch wenig⸗ ſtens der Trübung bietet pris-cus, pris-tinus. Ob dieſes pris durch Contraction oder durch Elidirung des u aus pr-ius entſtanden, alſo i in pris lang oder kurz ſei, läßt ſich nicht entſcheiden; im Griechiſchen 9- εν(aus T- 10) deutet? auf Elidirung des o). Cic. Fam. 5, 6: Quod ad me pridem scripseras. So in den Ver⸗ bindungen quam pridem æ quanto tempore ante, non pridem w paulo ante. Cic. Verr. 3, 48: Quam pridem sibi hereditas venisset, docet. 2) Der Ablativ pri-die dagegen, bei dem die Grundform des