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D i u, 1ν.
Diu(u aus v, nach Sskr. diwan geurtheilt; diu wahrſcheinlich Abl., wenigſtens als ſolcher gebraucht in der Verbindung diu noctuque) und 1y(Dor. OGv, Lakon. 0,ν) Acc., wohl ſt. OFiv oder doFiv, ey durch Ausfall des Digamma oder vielmehr zweier Laute: oF,) ſind beide aus der engeren Bedeutung Tag herausgegangen und haben die umfaſſendere„lange“ angenommen. Aliquam diu eine Weile, oder eine ziemliche Weile.
Dum.
Das Lat. dum(Acc. ſt. dium) ſtimmt zwar als Caſus(und dam, dem in quidam, quidem auch im Genus) mit Oww überein, iſt aber von der Sprache in der Weiſe verwendet worden, daß es alleinſtehend als Conjunction, in ſeinen Zuſammenziehungen mit anderen Wörtern dagegen als Adverb gebraucht wird und Gleich⸗ zeitigkeit bezeichnet im Sinne von: jetzt oder zur Zeit. Solche Zuſammenziehungen ſind: dudum(aus diu + dum) zur Zeit lange, ſchon lange, nondum zur Zeit nicht(mit Negirung auch der vorausgehenden Zeit, daher=) zur Zeit noch nicht. Nondum, nequedum, vixdum werden nach der bisherigen Beobach⸗ tung nur in Beziehung auf Gegenwart und Vergangenheit, nihildum und bei Livius hauddum, nullusdum nur von der Vergangenheit gebraucht. Auch an ſonſtige Adverbia und Pronomina, ebenſo an Imperative und Interjectionen wird es angefügt, erſcheint aber hier, wenigſtens entſchieden bei dem Verbum und der Interjec⸗ tion als Modus-Adverb: agedum mache doch! ehodum höre doch! vgl. egodum, tudum, primumdum. Plaut. Trin. 1, 2, 61: primumdum omnium male dictitatur tibi. In manchen Verbindungen, wie namentlich in dieſer Stelle, mag vielleicht auch cauſale, folgernde Geltung(w nun) ſtatt haben; überall aber, wo dum als Adverb ſteht, läßt es ſich, wie unſer jetzt, als Demonſtrativ faſſen, während es als Conjunction einen relativen Charakter dadurch gewonnen zu haben ſcheint, daß es ſeinen Satz, an deſſen Spitze es ſteht, auf den übergeordneten Satz als nähere Beſtimmung bezieht.(Vgl. das Cap. der Conjunctionen.)
Dudum.
Dudum(aus diu+ dum) heißt wörtlich lange(diu, dauernd) bis zum(, Accuſativ⸗Geltung des dem) Tage(des Redeactes) und bezeichnet ſo 1) Dauer(längere oder kürzere) einer Thätigkeit bis in die Gegenwart des Redenden: zur Zeit lange, ſchon lange.(ic. Att. 4, 3 in.: dudum enim cireum- rodo(denn zur Zeit lange, ſchon l. nage ich), quod devorandum est. Ter. Eun. 4, 6, 5: ego jam dudum hic adsum; und 2) wird diu von der Zeitdauer, dem Zeitraume zwiſchen den durch dem und durch das bezügliche— frühere oder ſpätere— Factum bezeichneten Zeitpuncten gefaßt, bezeichnet alſo eine Zwiſchen⸗ zeit und heißt in Beziehung auf Vergangenes oder Zukünftiges:(eine kürzere oder längere Weile) vorher, längſt. Plaut. Pers. 4, 3, 29: To. E Persia modo allatae sunt istae litterae; Do. Quando? To. haud dudum (nicht lange), ohnlängſt(& paulo ante). Ter. Eun. 4, 5, 4: quanto nunc formosior Videre mihi quam dudum; vgl. ib. 4, 4, 16;— oder(bei Dichtern und Späteren): nachher, ſogleich, bald. Virg. Aen. 2, 103: jam dudum sumite poenas. Stat. Th. 6, 854: jam dudum reditura.
A ¼,, jam, etiam.
Gleichen Urſprunges mit diu, dum, owv ſind auch jam,%, denen beiden wir zugleich in etiam(et-jam) md*, d*τα(—*lz) begegnen, ſo daß alſo jam(, deſſen Zurückführung auf das Pronomen relativum Sskr. jà, Gr. 6(Nom. ö½,",) bei der großen Uebereinſtimmung ſeines umfangreichen Gebrauches mit O wenig annehmbar ſcheint,) anlautendes d(vgl. Sskr. dja, Lat. dies) und Gr. 0*,-—y hinter d das in dieſer Sprache ausgeſtorbene j eingebüßt haben. Das- wird mit Sskr. a-dja(beute, deſſen anlautendes a demon⸗- ſtrativer Natur iſt, alſo: a-dja„dieſen Tag“, cf. ho-die) verglichen; vielleicht auch, daß der erſte Theil von 1-0„


