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rationale Behandlung des neuteſtamentlichen Griechiſchen erheben könnten, ſo fällt dieſer von ſelbſt weg, wenn wir feſthalten, was jene ſelbſt zugeben, daß a) die Ordnung der Materie, der Vor⸗ trag und die Lehrart vom Ingenium der Schriftſteller und ihrer anderweitigen Ausbildung abhing, und ſie hierbei blos in ſo weit unter der Leitung des heiligen Geiſtes ſtanden, wie weit ſie vor Irrthümern zu bewahren waren, ſo wie daß b) der heilige Geiſt, wenn er auch als cooperans bei der Abfaſſung der heiligen Schriften mitwirkte, doch immer ſeine Hülfe dem Standpunkte der Ver⸗ faſſer anbequemte und ſie formell nur in einer Weiſe unterſtützte, welche den Inſpirirten ſelbſt geläu⸗ fig war, und daß c) das Neue, was er ihnen mittheilte, eben gerade um ihret und ihrer Leſer Willen in einem bekannten Gewande[wir meinen die Sprache] erſcheinen mußte, weil es ſonſt in keiner Weiſe für die menſchliche Vernunft vernehmbar geweſen wäre.*)
**) Zur Erläuterung diene noch folgende Stelle aus Dr. Ch. Diedrich's Hülfsbuch für den Religionsunter⸗ richt u. ſ. w. Halle 1844. Erſt. Bd. S. 163.:„Göttliches und menſchliches Wirken laſſen ſich dem Begriffe nach wohl ſtreng ſcheiden, aber im Leben ſind die Uebergänge oft ganz unmerklich und iſt es unmöglich zwiſchen beiden eine haarſcharfe Gränze zu ziehen. Beides ſteht aber keineswegs in einem ſolchen Gegenſatze, daß ein Einwirken Gottes den Menſchen in eine Maſchine verwandele, und umgekehrt die freie Selbſtbewegung des geiſtigen Lebens jedes Einwirken Gottes von vorn herein ausſchlöſſe, vielmehr iſt ein der Idee Gottes und des Menſchen gleich entſprechendes Zuſammenwirken denkbar. Ein ſolches iſt auch für die Inſpirationslehre geltend zu machen. Auch wenn, wie es feſt zu halten iſt, der Einfluß des göttlichen Geiſtes ſich bei der Abfaſſung der bibliſchen Schriften wegen des ſo innigen Zuſammenhanges von Wort und Gedanke nicht blos auf die Sache, ſondern auch auf die Darſtellung*) erſtreckte, ſo iſt man darum doch nicht gezwungen, den Zuſtand der Apoſtel bei der Abfaſſung der heiligen Schrift als einen völlig mechaniſchen ſich zu denken, ſo daß ſie den Eingebungen des göttlichen Geiſtes ſich auf eine ſo ganz unfreie, gedanken⸗ und willenloſe Weiſe hingegeben hätten, wie etwa der Griffel der Hand des Schreibenden ſich fügt: vielmehr kann und darf man ſich denſelben als einen dem Zuſtande der höchſten Andacht oder religiöſen Begeiſterung ähnlichen Zuſtand denken, in welchem Gott eben ſo gut dem Menſchen, als der Menſch Gott nahe tritt und der menſchliche Geiſt gerade dadurch, daß er ſich der Einwirkung Gottes hingiebt, die höchſte Freiheit gewinnt.“—„Giebt es Gedanken ohne Worte, wo⸗ durch wir ſie feſthalten? Hängt die Sprache nicht mit dem Syſteme unſrer Begriffe, ſo wie dieſer, ſo weit es die Religion angeht, mit unſern frommen Gefühlen und Anſchauungen zuſammen? Unterſcheiden wir nicht leicht eine chriſtliche Sprache von einer nichtchriſtlichen? Die Inſpiration geht alſo auch auf Worte, aber nur inwie⸗ fern Wahl und Gebrauch derſelben mit dem innern religiöſen Leben in Verbindung ſteht, auch auf das Ge⸗ ſchichtliche, aber nur inwiefern es für das chriſtliche Bewußtſein eine Bedeutung hat; ſie geht auf Alles, was von Chriſto kommt und was da dienet uns Chriſtum zu zeigen, aber nur inſoweit das Eine oder das Andre der Fall iſt.“
*) Tweſten.(Vorleſungen über die Dogmatik der evangel. luther. Kirche. I. Ate Aufl. 1826, II. 1. gr. 8. Hamb. 1837.]
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