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gebraucht werde? im Neuen kritiſchen Journale d. theolog. Literatur von Winer und Engelhardt Vol. 4. Fascul. 4, S. 413. folgg. Beachtung.
In der claſſiſchen Gräcität iſt e als Conjunction bekanntlich nur Finalpartikel= damit, daß mit ſeinen verſchiednen Conſtructionen rückſichtlich des Modus und der vorausgehenden Tempora [ſ. Buttmann's Gr.§ 139. E. und Winer's Gr. S. 333. 335.]; denn das eine Beiſpiel, welches Weiske in Xenophon Anab. 7, 3, 28. zu finden glaubt, läßt ſich auch 1e³ααις auffaſſen. Ob alſo vielleicht nur in der ſpätern Gräcität ihm die Bedeutung= ſo daß eingeräumt werden müſſe, wie das z. E. von Pape unter ꝛ*& geſchieht,*) der ſich auf ein paar Stellen aus Plutarch [de Alex. fort. 1, 12.] und Orpheus[Argon. 251.]J, den er demnach für ein Werk der ſpätern Zeit hält, ſo wie auf's Neue Teſtament beruft, das wäre eben noch auszumachen. Bedenkt man den großen Unterſchied zwiſchen Final⸗ und Conſecutiv⸗Sätzen, ſo kann man ſchon von vorne herein nicht gut annehmen, daß eine Nation wie die fein fühlenden und unterſcheidenden Griechen zu der⸗ gleichen Satzbildungen eine und dieſelbe Partikel gebraucht haben, zumal für dieſe Verſchiedenheit andre Partikeln im Gebrauche waren. Denn einen Gedanken als Abſicht hinſtellen, wo er als Erfolg hinzuſtellen war, iſt nicht mehr blos eine andre Anſchauungsweiſe einer und derſelben Sache; die Sache ſelbſt iſt dadurch eine andre geworden. Daher iſt ſchon aus dieſem Grunde es nicht wahrſcheinlich, daß in der claſſiſchen Gräcität da, wo wir die Schriftſprache der Gebildeten vor uns haben, für dore, us ſtehen könne. Nur in der ſpätern Gräcität, wo Schrift⸗ und Volksſprache mehr zuſammenfließen, namentlich im N. Teſt., erleidet zue in einigen Fällen allerdings eine Ab⸗ ſchwächung nach Verbis des Bittens, Befehlens, Wollens, Wünſchens[elev in] u. a., wo es ſtatt des Infinitivs geſetzt wird. Doch hat auch hier Winer in ſ. Gr. S. 388. folgg. klar gezeigt, wie das möglich ſein könne, ohne gerade die Grundanſchauung von der Abſicht oder dem Zwecke ganz zu verwiſchen, namentlich mit Berufung darauf, daß ja einerſeits der Gebrauch des Infinitivs in der claſſiſchen Gräcität ſo nahe an die Abſicht anſtreife, daß es einen Infinitivus finalis daſelbſt auch wirklich giebt, andrerſeits leicht einzuſehen ſei, wie in der ſpätern Gräcität ſtatt deſſelben gerade hin eine Conjunctio finalis gebraucht werden könne.**) Wir dürfen alſo nicht willkührlich den Gebrauch einer Partikel erweitern. Bis wie weit nun die neutaſtamentlichen Schriftſteller hierin gegangen ſind, zeigt Winer a. a. O. S. 390. 91. 92., indem er auf Conſtructionen, wie αιο‿ w, doxe? wa u. ähnl. hinweiſ't, wo eines Theils eine Intenſivität des Begriffs gefunden werden kann, die an das Conſecutive hinſtreift= ſo lſehr] daß, andern Theils durch beſonnene Deduc⸗ tionen noch klar gemacht werden kann, daß iuc als Zweckpartikel in dergleichen Wendungen nicht ganz untergegangen iſt, wie Fritzſche nachgewieſen hat. Man ſieht alſo, in der neuteſtamentlichen Gräcität ſteht iwe allerdings auf der Gränze von Abſicht und Folge, doch nur in ſehr beſtimm⸗ ten Fällen, welche willkührlich zu erweitern uns nicht zuſteht. Wollte man ſich auf das Lat. ut und das Deutſche daß, die zu beiden Satzbildungen allerdings gebraucht werden, berufen, ſo iſt an ihre
*) Bei Paſſow u. d. W. iſt gar keine Rede davon. **.) Bildet doch das Neugriechiſche jeden Infinitiv durch„[i. q. 1να.


