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bedeuten, denn„ich habe über den Gottfried, Wilbelm u. dergl. geſagt“, heißt nicht: ich habe in Betreff deſſelben[= de aliquo dicere] geſagt, ſondern: ich habe zu ihm geſagt. Luther in ſeinem Katechismus und anderwärts gebraucht bei Citaten am[:St. Paulus zun Rö⸗ mern am öten ſpricht] ſtatt in, gleich als ob er den Verfaſſer bei, an der Arbeit des Nieder⸗ ſchreibens ſich gedacht habe, während jetzt die Angabe mit in die citirte Stelle als mitten unter den nebenliegenden Stellen uns vorſtellen läßt.„Bis Montag komme ich zu dir“, heißt in hie⸗ ſiger Gegend nicht nach dem Sprachgebrauche der Schriftſprache: innerhalb heute und Montag komme ich zu dir, ſondern am Montage komme ich zu dir. Wer erkennt nicht in Beidem eine andre Vorſtellungsweiſe? Hier wird die Gränze der dazwiſchen liegenden Zeit, dort die ganze dazwiſchen liegende Zeit als Zeitbeſtimmung angeſehen. Aehnliches könnte noch in großer Anzahl beigebracht werden. Wollte man auf dergleichen Verſchiedenheiten in der Grundanſchauung keine Rückſicht nehmen, ſo würde man irrational verfahren. Wir führen noch ein Beiſpiel an. Weil man al oO Eoedνrou meεες nach deutſcher Vorſtellung faßt als Städte am Hellespont, wie wol ſie nach griechiſcher Weiſe eigentlich als Städte über d. H. gedacht werden müſſen, wiefern ihre Fläche höher iſt, als die des Hellespont, ſo würde man al enl ris dois aois ebenfalls als Städte an Aſien, in der Nähe Aſiens, an der Gränze Aſiens liegende Städte neh⸗ men müſſen, was aber ganz gegen den Sprachgebrauch und gegen den Sinn der Stellen iſt, in welchen dieſe Worte öfters bei Polybius[ſ. Pape unter en. Nr. I.] vorkommen, dem zu Folge ſie vielmehr nur als Städte in Aſien lüber eine Fläche des Landes in Aſien ſich erſtreckende = v I) Aoic gefaßt werden können. Ja wir dürfen hiernach behaupten, daß en? mit d. G. die Bedeutung bei, neben gar nicht hat. Für's Neue Teſtament wenigſtens iſt dieſe Behauptung erwieſen, wenn wir die Stellen, welche noch Bretſchneider in ſ. Lexikon unter ext de loco iuxta quem sive ad quem dafür angeführt, in der Weiſe behandeln, wie wir die eben aus den Claſſikern angeführten behandelt haben. Auch ſteht Winer a. a. O. S. 449. auf unſrer Seite, welcher jene neuteſtamentlichen Stellen auf die rechte Weiſe gedeutet hat.
Joh. 12, 37. 38.: 1oαlαοντε ε ανον IH1οοm] GƷπνυενι τειπνππηιανοο ευνεκ ατ³ν, oux erioοevoον els dντν ναα ddyos Hodν rodν οσmσνι πνν[cf. Jes. 53, 1.]= und ob er wol ſolche Zeichen vor ihnen that, glaubten ſie doch nicht an ihn; auf daß erfüllet würde der Spruch des Propheten Jeſaias. Dieſe Stelle gehört mit vielen andern, welche unten ſiehe, zu denjenigen, bei welchen die Frage aufgeworfen wird: iſt wwo mit dem conjunctiv im N. T. nur relans[= eo consilio, ut], oder auch eben ſo oft eaards d. i. als conſecutive, den faktiſchen Erfolg andeutende Conjunction= ſo daß] gebraucht worden? Die Grammatiker und Interpreten des N. T.' ſind nicht einig. Ein Theil nimmt dieſe Conjunction bald als relawon, bald als ezaormov; Andere, welche ſtrenger verfahren, ſtatuiren den letztren Gebrauch gar nicht. Außer Winer in ſ. Gr. S. 357. folgg., der na als relao“ bis auf die eine Stelle Apokalypſe 13, 13. feſthält, verdienen Bengel, Olshauſen, Lücke, Fritzſche, Tholuck, Meyer in ihren Commentaren und der Anonymus in der Abhandlung: ob die Partikel iu im N. T. 24aœ‿reds


