Jahrgang 
1850
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Das helleniſtiſche Griechiſch[Hellenismus], welches zunächſt von dem in Aegypten, namentlich in Alexandrien, üblichen Dialekte[dialectus alexandrina im engſten Sinne] ausging, wie es im N. T. zum Vorſcheine kommt, haben die Gelehrten unſerer Tage ſorgfältig nach der lexikaliſchen und grammatiſchen Seite hin durchforſcht. Man erſieht daraus), daß daſſelbe in lexikaliſcher Hin⸗ ſicht Wörter und Wortformen aller griechiſchen Dialekte ohne Unterſchied umfaßte, attiſche[wie Oνε, 6 Glαos, derös, ds, iledis u. a. m.]; doriſche[wie aε‿dεια, rε‿ον⁷]; ioniſche [wieoνυι, Gνυν, ονννσ, dοσν u. a. m.]; macedoniſche[aoοeuονι c das Lager,= die Straße]; urſprünglich cyrenaiſche[wie Z0ús= der Hügel]; als ſyracuſaniſch bezeichnen die Gelehrten den Imperativ einov. Wörter dagegen, welche ſchon die alte Sprache kannte, haben im Helleniſtiſchen des N. T.'s neue Bedeutungen. Dahin zählen die Gelehrten unter andernαᷣα = bitten, naddeuse= züchtigen, siroree= Dank ſagen, droxdsα antworten, Jaiαναν, dανιννꝛ vorzugsweiſe] böſer Geiſt, duαοντο⁹ςσ= der Lebenswandel, z2= die Schule, r..οέινα= das Vertrauen, u. v. a. Andre Wörter und Redensarten, die im Altgriechiſchen ſelten, oder nur von Dichtern gebraucht wurden, ſind im Helleniſtiſchen des N. T.'s die gewöhnlichern und beliebtern, wie aueree,= beherrſchen, usoovuerdo= Mitternacht, 506%= bewäſſern, Sανοσν εν τ 2αναα= Etwas zu Herzen nehmen, u. a.; manche Wörter erhielten eine andre, meiſt verlängerte Form: Ʒeαndhud, rες‿r, 0εε, eSdrbuα&cnluis, Saμα‿αεiα Exrus=ee Tésev, 6rraοiαdus, zerdoueůssrou, winog=viu u. v. a.; auch ganz neue Wörter und Formen wurden gebildet, meiſt durch Compoſitionen, wie, um nur einige anzuführen, aο- r9 ˙ακοοοο= der in ein fremdes Amt greift, dασςοᷣν= der den Menſchen zu gefallen ſucht, ayevscnτοο, diudrewruoiu, Suuᷣus;, oixodεεντm, drανυννπm⁴³Gu. a. m. Die gramma⸗ tiſchen Eigenthümlichkeiten beſchränken ſich größtentheils auf Biegungsformen der Nomina und Verba, welche entweder früher ganz nubekannt, oder doch in gewiſſen Wörtern ungebräuchlich, oder wenig⸗ ſtens der attiſchen Bücherſprache fremd geweſen waren. Man hat noch Provinzialismen im N. T. nachgewieſen, d. h. einzelne Fremdwörter aus den Dialekten und Sprachen, die neben dem Helle⸗ niſtiſchen zur Zeit der Apoſtel im Gange waren, wie namentlich dem Apoſtel Paulus Cilismen, deren angeblich(ſ. de Wette a. a. O. S. 8.) viere aus einem Kirchenvater angeführt werden: and dνναρρρνονν μές 1. Kor. 4, 3., deνορνανον εεμωω öm. 6, 19., ou arevdασά 2. Kor. 12, 13. und undeis uu 2αrνοαενεεμν Koloſſ. 2, 18.; Latinismen, welche man im N. T. auf⸗ gefunden hat, ſind folgende lateiniſche Wörter: zsvruolυν centurio, o⁵ᷣei= colonia, z0u- Grο⁵α= custodia, zlοςdᷣvm= quadrans, æhycos= census; lateiniſche Phraſen: 10 inαeνν Ʒαἀu- Sdvecv Satis accipere und ixcνον νο⁰⁷ισασαty satisfacere alicui= lim juriſtiſchen Sinne] Genug⸗ thuung gewähren und empfangen; αμ αμαμ Qαἀα˙ιε☚= consilium capere;&⁊eov revd adνναυεμνον aliquem excusatum habere..

*) Hierher gehören die ſchon angeführten Schriften von Sturz und Plank; außerdem aus früherer Zeit: Olearius de stilo Novi Test., und aus neuerer: C. A. Lobeck in ſ. Anm. zu Phrynichi Eclog. nominum et verborum atticorum cet. Lips. 1820., und Winer in ſ. angef. Gr. S. 26.