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Aehnliche aliquam familiarius novisse bei Justin. 27, 3. und cognoscere bei Ovid. Metam. 4, 594, zwar nicht fremd iſt, aber doch gewiß Vermöge der Bildungsgeſchichte der Apoſtel und neuteſtament⸗ lichen Schriftſteller bei Lukas eher für eine Nachbildung der ſo bekannten hebräiſchen Redensart N= einen Mann erkennen I1. Moſ. 19, 8. 4 Moſ. 31, 17., als für eine Ent⸗ lehnung aus der feinen Sprache griechiſcher Claſſiker gehalten werden muß. Auf gleiche Weiſe ſind Ausdrücke, wie niαννα= Barmherzigkeit[(Luk. 1, 78. Koloſſ. 3, 12.]1, gm= das Land im Gegenſatze des Waſſers[Matth. 13, 15.], Zellos= Ufer[Hebr. 11, 12.]J, zu‿ υνsde = albern, ſtumpfſinnig machen[Matth. 13, 15.] u. v. a. wol zunächſt dem Hebräiſchen nachgebildet, wenn ſich auch Parallelen aus griechiſchen Claſſikern nachweiſen laſſen.
Was die Hebraiſten anbetrifft, ſo verfuhren auch ſie mit großer Willkühr und ohne klare Bezeichnung deſſen, was als Hebraismus wirklich anzuſehen iſt; ſie gebrauchten das Wort, wie Winer in d. angef. Gr. S. 35 folgg. bemerkt, in dreifacher Beziehung; a) für ſolche Wörter, Redensarten und Conſtructionen, die ausſchließlich der hebräiſchen[und aramäiſchen] Sprache eigen⸗ thümlich ſind und für die ſich in den griechiſchen Proſaikern nichts Entſprechendes nachweiſen läßt, wie z. E. grα†νπiς‿eα= ſich erbarmen, 6†r*,αμα⁶α d†ꝓαdᷣν—= Sünden vergeben, 00Gßd Hduvecw= die Perſon anſehen, 0lνοuee,= trop. erbauen, mœruverv Thv al⁴εο⁶ν = das Herz erweitern 2 Kor. 6, 11. vergl. mit Pſ. 119, 32., wo Luther mehr dem Sinne nach= das Herz tröſten überſetzt],„ogeueνα νανν ras= ſich an Jemanden anſchließen [Luk. 21, 8., vergl. mit. 72, Richt. 2, 12. 1 Könige 11, 10.], ot—— ace für ouosec, Eo⁴ννᷣςονό⁶‿ υ und απα ⁸⁹ Jemanden preiſen; unter etwelchen Jemanden preiſen [Matth. 11, 25. Röm. 15, 9. vergl. mit 1 2 Sam. 22, 50. Pſ. 30, 13.] u. a.; P) für ſolche Wörter, Redensarten und Conſtructionen, die hin und wieder auch bei den Griechen ſich finden, von den neuteſtamentlichen Schriftſtellern aber zunächſt ihrer vaterländiſchen Sprache nach⸗ gebildet ſind, z. E. meguᷣα in der Bedeutung Nachkommenſchaft, Matth. 22, 24. 25. u. a., was dem hebräiſchen N. 1 Moſ. 4, 25. 9, 9. entſpricht und bei Sophokles Flectr. V. 1508.: 3³ σναεέερ ⁴dε und Thucyd. 5, 16.: Aas uioν 1juανεοννd Qειςρομα gleichbedeutend gefunden wird; ebenſo ddyæn eigentlich die Nothwendigkeit, nach hebr. Sprachgebrauche die Bedrängniß, Drangſal, Luk. 21, 23. 1 Kor. 7, 26., denn ud wird Pſ. 25, 17., Pſgd Pj. 119, 143. und 772 Hiob 27, 9. in derſelben Bedeutung gefunden; doch haben auch griechiſche Schriftſteller ſo das Wort gebraucht, wie Xenophon Memorab. 3, 12, 2.: ele 1ds dναeν α rds dνευνπωατα 2uπρκασντεςε; Aſchylus Prom. vinct. v. 107.:
dvdyæus rasd drscsupucte rg. vergl. necessitates bei Tacitus Annal. 11, 27., Sueton Caes. 68. Tib. 47.; sie dmndvr’otyν riνos oder 8 Matth. 25, 1. 6. u. a. gemandem entgegen iſt eine Nachbildung des hebräiſchen NN 1 Sam. 9, 15. Jerem. 41, 6, kommt aber auch bei Diodorus Siculus 18, 59., Poly⸗ bius 5, 26. u. a. vor; desgleichen z4.ρανa rijs*= die Enden, Gränzen der Erde d. i. die weiteſte Entfernung auf der Erde, Matth. 12, 42,, verglichen mit dem hebräiſchen ☛ 58 3


