Jahrgang 
1847
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Konig, zu allen zyten merer des Richs, und Konig in Beheym, bekennen uffintlich in diesem brieve, allen den die ine sehent, lesent oder horent lesen, das wir umb solich ungnade und unrecht, als Johan und Bernhard Graven zu Solms an uns und an des helge Romische Rich, und auch mit namen an unse stat Wetzflar geleyd habent, und allen dag thund: Herumb globen wir derelben unser stat zu Wetzflar zu helffen mit unserm Landfoyden u. s. w.); 1361 u. 1362(v. Ulmenſtein Th. I, S. 639 bis 643 mit Wetzlar wechſelnd); 1389(Gud. Cod. Dipl. IHI, p. 588: Wir Philipps, Herre zu Fal⸗ ckenſtein und zu Müntzenberg, bekennen und dun kunt mit diſem Brieffe... daz wir durch unſer Selen Heil geben, und gegeben han... zu eyme rechten Teſtament und Selgerede alle Gut... dem Cloſter und den geiſtlichen Junefrauwen.. zu Aldenburg, gelegen by der Lane, nydewendig Wetzflar); 1414(Wetzl. Beitr. I, S. 263: Alse die ersamen herren dechant und Capittel des styfftes unser lieben frauwen zu Wetzflar, neben Wetzlar S. 264); 1417(Gud. Cod. Dipl. IV, 110); 1457(Ibid. V, 327); und ſofort, namentlich von 1525 bis 1551(Ibid. p. 294 308) durchgehends; auch in den urkundlichen Zu⸗ und Unterſchriften(jedoch mit Wetzlariensis wechſelnd 1527, p. 302). Ebenſo in adjectiviſchem Gebrauche: 1414(W. B. I, 264: eyn malder weisses guder drogken frucht Wetzflar masses). Endlich erſcheint das Wort auch noch in zwei verlängerten Formen: So a) mit Beibehaltung des vollern Stammlautes im zweiten Theile(als a-Form) in der Urkunde:Pax generalis Bingiensis(1368, 2. Febr. Histor. Trevir. Tom. II, p. 244, a: so sollen die burger der statt von Mentz einen erberen Mann, die von Wormtz einen erbaren mann, und die von Speyern einen erbaren Mann, und dan die von Franck- furth, die von Oppenheim, die von Friedeberg, die von Wetzflaren, und die von Gelhussen alle mit einander auch einen erbaren Mann zu demselben landt-friede geben) und b) mit dem weicheren e⸗Laute: Wetzflere(Gud. Cod. Dipl. T. II, p. 560, wie z. B. Dorlere ſtatt Dorlare oder des gewöhnlichen Dorlar Vgl. W. B. B. I, S. 58).

2) Wetzlaria, nach der heutzutage beſtehenden Schreibeweiſe, findet ſich als Subſtantivum in den vorliegenden Urkunden nicht; wohl aber das davon gebildete Adjectirum Wetzlariensis bereits 1271 (Wetzl. Beitr. II, 99, Nr. 4: Vergleich über Beſitzungen, welchen die Burgmannen von Calsmunt und die Schöffen zu Wetzlar bekunden: Castrenses de Calsmunt, Judices et Scabini Wetzlarienses ceterique cives, notum esse cupimus universis etc., neben: Scabinis Wetflariensibus); 1378(Gud. Cod. Dipl. V, 247: Cantor Ecclesie bte Marie Wetzlariensis etc., und: Item legamus et assignamus ad Cantoriam pred. Wetzlar. Ecclesie bona etc., gleichfalls neben: Ecclesia Wetflar.); 1383(Ibid. p. 254: Ecclesia B. Marie Wetaflar, neben Wetflar); 1527(Ibid. p. 302, Inscriptio: Venerabilibus viris, Dnis N. Decano et Capitulo Bte Marie Civitatis Wetzlariensis Dominis et amicis sibi observandis, während die anderen Inscriptiones die Form Wetaflariensis, auch in deutſchen Urkunden, neben dem Subſtantivum Wetz⸗ flar, durchgehends feſthalten.

b) Ebenſo verhält es ſich mit den Formen Wezlaria und Wezlariensis(ohne t), welche zwar in dem Elenchus Praelatorum Ecclesiae Wettflariensis(und in der fortlaufenden Ueberſchrift Wezlariensis) bei Gud. Cod. Dipl. T. V, p. 310 342 öfter vorkommen(z. B. S. 311. 312. 324. 333. 335), indeß doch nur erſt durch ein urkundliches Citat aus dem Jahre 1530(Decani Ecclesie B. M. Wezlariensis p. 329) als feſtgeſtellt bezeichnet werden können. Ebenſo 1631(Ibid. p. 331: intra quod tempus quidam Suecici Commissarii Wezlariae advenerunt etc.).

c) Als deutſche Form erſcheint Wetzlar z. B. 1361 und 1362(v. Ulmenſtein Th. I, S. 639 643, neben Wetzflar); 1404(ebendaſ. S. 646 653); 1414(W. B. I, 264 neben Wetzflar); 1417, 23, 36, 75, 79, 93, 94, 1527, 1528(v. Ulmenſtein und Gud. C. D. V, p. 301 ff.) und ſofort mit der längeren Form Wetzflar wechſelnd, bis in die neuere Zeit, wo die Form Wetzlar als die allgemein angenommene und ſprachlich abgeſchloſſene Schreibeweiſe ſich darſtellt.

3) Die Form Wetaphalar endlich iſt, obwol die volltönendſte von allen, doch nur als eine mehr ver⸗ einzelte urkundliche Erſcheinung anzuſehen. So z. B. in der Urkunde v. J. 1463, welche im I. Band der Wetzl. Beitr. S. 267 unter Nr. 20:Graf Philipp von Naſſau nimmt das Stift in ſeinen Schutz und