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verleiht ihm eine ewige Korngulte aus ſeinem Hof zu Großlinden“ abgedruckt iſt und deren Anfang, nebſt Schluß, alſo lautet:„Wir Philips, grawe zu Nassau und zu Sarbrucken etc. dun kunt offenlich vor uns und unser erben und nachkommen. So alse wir uns gebrudert haben mit den ersamen unseren lieben andechtigen, Canoniken und Vicarien des styfftes unser lieben frauwen zv Weizphalar, inne ire gemeyn styfftes presencie, mit dem das wir sie in unsern schirm genommen haben, nachdem wir dan Erbfoit sin zu Wetzphalar von des helgen romschen richs wegen, dar geyn sie uns unsern erben und nachkommen auch jerlich Zwene ewige godisdinste dun sollen, alse wir des dan von beyden teilen Siegel und brieff ubergeben haben etc. Zu urkunde han wir Philips grave vor- geschrieben, ouch wir Johann grave des gen. graven philips son, unser iglicher sin Ingesigel an dessen brieff vor uns unser erben und nachkommen dun hencken, des gegeben ist uff maentag nach dem Suntage letare, anno dom. MDCCCCLX tercio.“
Anmerkung 4.
Wir geben hier, ohne auf anderweite Erklärungsweiſen einzugehen, zur Erläuterung der dem Vortrage zum Grunde liegenden Deutungsverſuche des Wortes Wetz— als Weißbach, analog gebildet wie Schwarzach, Schwarzwaſſer und ähnliche— in der Kürze folgenden ſprachlichen Nachweis. Hwiz, oder huiz und wiz, goth. hweits und hweit, altſ. angſ. und nord. hvit, oder hwit, hwite, hwita, mhd. wi, engl. white, niederſ. witt, holl. wit, ſchwed. hvit, hvitt, dän. hvid, hvüd, ſanskr. svéda, weda, widia etc., weiß, ſichtbar, hell, klar, rein, friſch gewaſchen,
. B. in uuizero naszi(alide humore); uueize tropfen. Siehe Graff, Althochdeutscher Sprachschatz Ba. IV, S. 1242 f. und J. H. Kaltſchmidt, Sprachvergleichendes Wörterbuch der deutſchen Sprache (Leipzig 1839) unter dem hat⸗ Weiß S. 794.— Die Zurückführung des Wortes Wetz auf den Begriff Weiß findet ihre Begründung in der dem Bache bei höherem Waſſerſtande eigenthümlichen weißlichen Färbung des Waſſerſpiegels(im Gegenſatze zu den ſich anders färbenden Flüſſen Lahn und Dill), und mag ſonach, als ein äußeres Moment, von der Sprachanalogie hergenommen, angeſehen werden. Näher auf die Sache führt uns der Wetz⸗Stein oder Sand⸗ und Schiefer⸗Stein, dergleichen(neben Kalkſteinlagerungen) in dem Thalzuge der Wetz gefunden wird. Vgl. Hwezjan, huezan, wezan, wezzan, angſ. hyettan, altnord. hvetia und hvessa, acuere(hvata, festinare, eilen; Adject. hvät, ſcharf, raſch, eilig), engl. to whet, niederſ. wetten, d. i. wetzen, ſchleifen, ſchärfen, ſpitzen. So nach Graff Th. IV, S. 1239 und Kaltſchmidt S. 799 u. d. W. Wetzen.—.
Anmerkung 5.
Als beſondere Belege dienen die Namen: Arnape, Arnefe, Arlepe, Hanapha, Hesepe, Orlefa im Regiſter des Urkundenbuchs von Lacomblet, I. Bd., S. 433, Nr. 22 Flüſſe, Bäche, ſtehende Waſſer.
Anmerkung 6. Das in dem Urkundenbuche von Lacomblet Bd. I, Nr. 350(v. J. 1144) S. 238 als villa und Nr. 488(v. J. 1183) S. 344 als allodium erwähnte Wizelare(das heutige Wittlar oder Wittlaer im Kreiſe Düſſeldorf unterhalb Kaiſerswerth) mag hier, der Wortähnlichkeit wegen, zum Schluſſe eine Stelle finden. Vgl. auſſerdem: Villare(Weiler), neben Aschwilra(Eſchweiler) ebendaſ. N. 75(J. 888) S. 39; uuazzarlar(Waſſarlar) Nr. 107(J. 996) S. 63 u. a. m.
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