Jahrgang 
1847
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b) Wetkler(mit ſchwächerem Sylbvocal und leichterem Tonfall in Betreff der Endſylbe): 1332 (Wetzl. Beitr. I, 207, Nr. 2: Graf Philipp von Solms verbündet ſich mit der Stadt Wetzlar: Wir Grebe Philips vom Solmze dun kunt daz wir in truwen globet han vnd zu den heilgen gesworen, den wisen Luden, den Richtern, den Scheffene und dem Rade und gemeinliche der stad von Wetfler, unser Mitdeburgern zu helfen).

c) Wetfelar: 1332(Wetzl. Beitr. I, 173: Verkauf und gerichtliche Uebergabe eines Gutes zu Kirchgunſe(Kirchgöns): Wir Herdan von Buches... bekennen uns uffinliche, daz wir. han virkouft unde virkoufin an disseme briebe, der bescheidenin vrowen.. vorwilin hern Heinemannis, eins Scheffenin tzu Weteflar unde erin Erbin unse virteil dis habis, der da ist gelegin tzu Kirch- gunse) und 1341(ebendaſ. S. 209: die Stad von Wetfelar).

d) Wetflare(mit erweitertem Ausgange des Wortes): 1334(Gud. Syll. p. 494: Wir Ludewig von Gotes genaden Romischer Keyser, ze allen Ziten Merer des Richs: Veriehen offenlichen an diesem Brief, daz wir die wisen Lute, den Rate und die Burger gemeinlichen ze Wetflaren, unsern lieben getruwen, durch ergetzung willen des schaden, den si genommen habent von Brunst wegen, wann si verbrunnen sind, gefriet haben; und fryen si mit disem Brief, zehen Jar, die nehesten nach einander, von aller Stur und dienst, die si uns mit Pheningen tun sollen. Vgl. v. Ulmenſtein Th. I, S. 343 ff.); 1373: in einem urkundlichen Brieff des Kaiſerlichen Hoffgerichts zu Frankenfurt 1384(Ibid. p. 652 darzu den Scheffen, den Reten und den Burgern gemeinlichen der Stede Frankenfurt⸗ Frydeberg, Geilnhusen und Wetflare, unsern gruſs und alles gut).

e) Wepefelar: 1367(Gud. Syll. p. 496: Imperatoris Caroli IV mandantis illis de Wetzla ria, ut Tributum pro h. a. cessum consignent praecise ad manus Landgravii Luchbergensis etc. Wir Karl. V. G. G. Roemischer(beigefügt iſt am Rande: Keyser in autographo ommissum] zu allen czeiten Merer des Reichs, und Kunig zu Behem: Embieten den Burgermeistern, dem Rate, und den Burgern gemeinlich der Stat zu Wepefelar, unsern und des Reichs lieben Getreuwen, unser gnade und alles gut).

f) Wethflar: 1389(v. Ulmenſtein I, S. 645, Nr. X: Wir Wenclaw Romischer Kunig Embieten dem Burgermeister, Rate und Burgern gemeinlichen der Stat Wethflarn alles gut.

V. Den Schluß dieſer Darſtellung bilden folgende drei Wortformen:

1) Wetzflaria: 1338(Gud. Cod. Dipl. V, p. 197: Do ipsi Altari domum meam infra Wetz- flariam); 1404(ibid. Nr. CXCII, p. 275 in Ecclesia bte Marie in Wetzflaria); 1435(ibid. p. 281: Acta sunt hec Wetzflarie) und 1551(ibid. p. 307: Praepositus Ecclesiae Collegiatae B. M. V. in Wetaflaria etc.). Ebenſo das Adjectivum: Wetzflariensis, wie: 1338(ibid. p. 195 199); 1383(p. 254: in Ecclesia B. Marie Wetzflar.., neben: in prodicta Wetflar ecclesia); 1417(p. 143) 1420; 32; 35; 89(p. 277. 280. 290. 291); 1551(p. 307), von welchem Jahre an dieſe Form(das Subſtantivum wie das Adjectioum) anfängt etwas in den Hintergrund zu treten, um der anderen heutzutage gebräuchlichen nach und nach Platz zu machen.

Es folgen Belege für die deutſche Form Wetzflar: 1342(Wetzl. Beitr. I, 175: Anerkenntniß einer Grundabgabe von vier Morgen Land bei Gieſen: Ich Erwin, Klobelouch genannt, Gerdrut min eliche housfrou und unsir irben, burger zu den Gyzen, irkennen uffentliche in disin schriften, solich gut, als wir gekouft han, mit namen ſier morgen irliches landis,... daz wir alle jare uff den Zwilften dag zwene schillinge hallere den ersamen luden dem Dechano und dem Capitile des stiftis zu Wetzflar fon demselben lande geben sollen); 1349(ebendaſ. S. 311: Bündniß des Erzbiſchofs Balduin von Trier mit der Stadt Wetzlar gegen die Grafen von Solms: Wir Baldewine von gots gnaden Erzbischof zu Triere dun kunt, daz wir... uns zu den wisen bescheiden luden Burgermeister, Scheffen, Rade und Burgern gem. der stad zu Wetzflar verbunden han vnd verbinden an disen brive wider die Greffen von Solmes vnd alle ire helffer vnd diener); 1349(ebendaſ. S. 225: die Geſchichte der Zerſtörung des Schloſſes Hohen⸗Solms im J. 1349 betreffend: Wir Kairl von gottes gnaden romischer