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dieſer Veränderungen ſelbſt, nach beſtimmt geſchiedenen Momenten der inneren ſprachlichen Verwandtſchaft, als da ſind: Kürzung oder Vermehrung des erſten Stammwortes, Einfügung und Erweiterung der fort⸗ leitenden Mittelſylbe, ſowie Abſchwächung oder Erſchwerung des zweiten Stammwortes als Schlußſylbe, durch Aſpiration, Conſonantenvertauſchung, Miſchformen u. ſ. w., bis zur endlichen Feſtſtellung der heutigen Schreibweiſe aus dem Gegebenen zu entnehmen und zuſammenzufaſſen muß der eigenen Abſtraction des Leſers überlaſſen bleiben. Wir geben alſo die der Zeitfolge nach, in den uns vorliegenden Urkun⸗ denſammlungen ſich findenden Wortformen in nachſtehender Ueberſicht, ohne dadurch einer theilweiſen früheren Erſcheinung derſelben entgegentreten zu wollen.
1) Wetphlaria: 1242(Gud. Sylloge p. 472: Universitali vestrae notum fieri volumus per presentes, quod nos civibus de Wetphlaria, fidelibus nostris, omnia jura, libertates seu consuetudines suas, tam antiquas quam etiam novas.... de innata nobis benignitate eis per nostras presentes litteras duximus confirmandas) und 1246(Wenck's Heſſ. Landesgeſch., II. Bd., Urkundenbuch, S. 164: Jus advocacie in Wetphlaria).
2) Wetslaria: 1247(Wenck a. a. O. S. 165: Insuper apud Wetslariam dicte renunciationis facta et iteratio, nebſt dem zweimal vorkommenden Adjectivum Wetslariensis). Auch in deutſcher Form und Schrift: 1345(Wetzl. Beitr. II. Bd. S. 253: Kaiſer Ludwig verleiht der Stadt Wetzlar die Freiheit, daß auf 4 Meilen im Umkreis keine Burg ſoll gebauet und kein Zoll errichtet werden:„daz nieman keynen burglichen baw machen oder tun sol, bei vier meylen umb Wetslaren umme und umme, weder burg noch Stat, und auch keinen nuwen zol uffsetzen oder nemen one unsern willen und heizze.“).
3) Wepflaria: 1283(Gud. Cod. Dipl. II, Nr. CLXXXIII, p. 233 Civibus de Wepflaria) und in deutſcher Form: 1326(v. Ulmenſtein Bd. I, S. 632, Nr. III: die stat zu Wepflarn; ebenſo 1347, S. 633 u. 634); 1330(Gud. Cod. Dipl. V, 179: Wir Ludowig von Gotes gnaden Römischer Keiser, ze allen zeiten. Merer des Reichs. Entbietn den Wisen Lüten... dem Schultheizzen, den Schöffen.. dem Rat und.. den Burgern gemeinlichen zu Wepflaren, Urnsern lieben Getrewen, unser Huld und alles gut. Gleich darauf: daz Capitel zLe Wepflaren); 1338(Syll. p. 495: Wir Ludwig von G. G. Römischer Keiser, ze allen zeilen Merer des Riches. Veriehen offenlichen an disem Brief, daz uns die Wisen Leut, die Scheppfen, der Rat, und di Burger gemeinlichen zu Wepflaren, U. L. G. eine gewonliche Stuir, ze hilf und ze dienst zu unserer Vart gen Franchrich und gen Lamp- parten, ietzo geben und verricht habent); 1346(Cod. Dipl. T. III, Nr. XIX, p. 809: Und waer daz ir darzur hilf bedoerftend, ſo haben wir den Burgern gemeinlichen zu Geylnhuſen, Wepflarn u. Frid⸗ berg ernſtlichen empfolhen, und ſie geheizen ꝛc.).
4) Wephlaria: 1294(Gud. Cod. Dipl. T. II, p. 284: Ob honorem beati Nicolai, qui Patronus Ecclesie Sanctimonialium in Aldenburg juxta Wephlariam.. esse dinoscitur). Ebenſo 1330 (Wetzl. Beitr. I, 172: Ludovicus dei gracia Romanorum Imperator semper Augustus honorandis viris, preposito, decano et capitulo ecclesie sancte Marie in Wephlaria dyocesis Trevirensis, suis, et imperii fidelibus devotis graciam suam et omne bonum).
5) Wetphelaria, durch die Adjectivform als vorhanden hinreichend nachgewieſen in einer Urkunde v. J. 1296(Wetzl. Beitr. Bd. I, S. 168, Nr. 2: Olricus von Falkenſtein genehmigt den Verkauf einer Kornpacht: Nos Ol. de Falkenstein, dominus in Minzenberg.. presentium tenore confitemur, quod.. consensu et voluntate nostra Jugeramus dictus Vos de Gunsa quatuor maldra siliginis pensionis annue ecclesie Wetphelariensi se singulis annis vendidit datura etc.).
6) Wir laſſen nun einige Formen deutſcher Prägung folgen, welche ſämmtlich in deutſchen Urkunden vorkommen und ſich mehr oder weniger an die unter II, 2 aufgeführte deutſche Form Wetflar wie an Wepflaria(unter IV, 3) anſchließen.
a) Weflar(mit Ausſtoßung des t): 1326(v. Ulmenſtein l, 631, Nr. II. Vgl. die Ueberſchrift: „De censu annuo, quem emit Capitulum Eccl. Weflar“ der Urkunde Nr. CXL, An. 1332 bei Gud. Cod. Dipl. T. V, p. 184).
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