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Zweiter Abzschnit:. Chronik der Anstalt.
Das verflossne Schuljahr wurde am 9. October 1845 in üblicher Weise eröff- net und, obwohl nicht ohne fühlbare Störungen, doch mit Gottes Hülfe seinem regel- mässigen Abschlusse zugeführt. Vielfache und wiederholte Rrankheitsfälle im Bereiche des Lehrercollegiums haben, neben anderweiten persönlichen Veranlassungen und aus- serordentlichen Verhinderungen, öftere und anhaltende Unterbrechungen während der beiden Hauptcurse des Winter- und Sommer-Semesters zur Folge gehabt. Nament- lich war es die Grippe, welche in den verschiedenartigsten Gestaltungen auftrat und Lehrer wie Schüler, zum Theil auf längere Zeit, dem gewohnten Berufskreise entzog.
Die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Rönigs wurde von Seiten der Anstalt am 16. October 1845 Vormittags 10 Uhr, nach gemeinsamer Betheiligung an der kirchlichen Festfeier des vorhergehenden Tages, in folgender Ordnung öffent- lich begangen. 1) Einleitung: Choralgesang In deiner Stärke freue sich der Rönig al- lezeit- V. 1— 5. Festgebet, gesprochen von dem RKeligionslehrer Professor Dr. Schir- litz; Choral: V. 10 und 11. des vorbemerkten Liedes. 2) Declamations- und Rede- actus. Erste Abtheilung: Joseph Engisch, Ober-Quintaner: Huldigungslied; Chri- stian Trinthammer, Quartaner: Hlistorische Anckdote, von A. von Platen; Carl Allmenröder, Tertianer: Johanna Stegen, von Fr. Rückert; Friedrich Gäns, Tertianer: General von Borstel bei Dennewitz, von Ad. Bube; Otto Ferch, Secun- daner: Die nächtliche IIeerschau, von J. Ch. von Zedlitz; Edmund Griesbach, Se- cundaner: Columbus, von Luise Brachmann. Zweite Abtheilung: Egon Joanvahrs, Ober-Quintaner: Eintracht, von Ch. F. Gellert; Carl Bast, Quartaner: Der Vater und die drei Söhne, von M. G. Lichwer; Ferdinand Dönicke, Quartaner: Der Ilerbst, von G. L. Schrader; Maximilian Rreker, Secundaner: Die Stände; Albert Vahlkampf, Secundaner: Monolog aus Zriny, von Th. Rörner; Wilhelm Lam- bert, Primaner: De Lericlis aetate.(Eigene Arbeit). Vierstimmiger Choralgesang: „Der Rönig freue deiner sich., 3) Festrede des Professors Dr. Schirlitz:«Was sollen die Schulen, namentlich die evangelischen Gymnasien, den excentrischen Erschei- nungen der Zeit entgegensetzen?, 4) Den Schluss machte«Ein dreimaliges dem Rönige dargebrachtes-Lebehoch⸗, nebst dem Vaterlandsliede Heil Dir im Siegerkranz!⸗
m mit der Pflege des Geistes die KRräftigung des KRörpers in die gehörige Ver- 8


