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als dass er in jenen Bedrängnissen durch die günstigen Nachrichten des Titus aufgerichtet worden sei.
Weshalb aber P. an dieser Stelle seinen Lesern von den Leiden spricht, die ihm in Macedonien das Leben sauer machen, zeigt ein Ueberblick der ganzen Stelle. Das„ in v. 4 weist deutlich zurück auf das iuc un νππmην εο im vorhergehenden Verse. Deshalb möchte der Apostel in Corinth von uνπ möglichst verschont bleiben, weil er deren genug und übergenug jetzt in Macedonien hat. So ists auch zu verstehen, wenn er jetzt seinen Lesern vor- hält, dass er schon früher einmal nicht εν uny bei ihnen habe sein wollen, so wenn er— 1,24— ein Gννακο Tν αος ihnen werden möchte und ihnen das Vertrauen ausspricht, dass seine Freude auch die ihre sei— 2,3—. So erklärt sich ferner das verstärkte rοτ ά während es bei der herrschenden Ansicht ein einfaches zobro auch gethan hätte. Und weiter er- klärt sich unter diesem Gesichtspunkt am besten auch v. 2. In v. 1 hat P. gesagt, er habe— seiner Zeit— bei sich beschlossen gehabt, nicht wieder sv lur, nach Corinth zu kommen. Daran schliesst sich der folgende Vers. Es würde hier zu weit führen, alle versuchten Exegesen des- selben durchzuprüfen. Hinsichtlich der syntaktischen Struktur scheint diesmal Hofmann— a. a. O. II, 3, 37— das Richtige getroffen zu haben, der, al αε als elliptischen Vordersatz im Sinne von„hätte ichs aber gethan“ nehmend, mit den Nachsatz beginnen lässt. Dann würde man freilich die Fortsetzung erwarten:„B?, αο αν κνυνπα μνο α τςᷣ ν*νι u. s. w. Inzwischen aber hat sich P. besonnen, dass, was er von früher sagen wollte, ja auch jetzt noch gilt und fährt
demgemäss allgemeingiltig fort: so betrübe ich Euch, und wer“— Niemand nämlich— hist doch, von dem ich Freude zu erwarten habe, als Ihr, die ich betrübe“ und— was hinzuzudenken —„mich selbst der Freude beraube.“„Eben dies,“ fährt er dann fort v. 3,„habe ich Euch ge-
schrieben, um nicht, wenn ich jetzt komme, Betrübnis zu haben.“ Und wenn er dann dem Ʒνονέ in v. 4 hinzufügt„oν νν᷑ ννννε dem rv d⁴eν να ννέe are“ und grade dabei die ιαι in denen er befangen, ihnen vorgehalten hat, so sollten eben diese den Corinthern zum Beweise dienen, dass er um so weniger darauf aus sein kann, durch die unvermeidlich gewesene Er- wähnung der früheren 1urν ihnen, und also auch sich, neues Leid zu schaffen, sondern gerade durch diese offene Aussprache sollten sie seine überschwängliche Liebe erkennen.
In dem/ οœννο in v. 4 baben wir nun, abweichend von dem in v. 3 nicht den Aorist der unmittelbaren Vergangenheit, sondern, da es gesetzt ist in Bezug auf die Abfassung des vorliegenden Schreibens an sich, den echten und gerechten Aorist des Briefstiles vor uns. Bedenken hat diese Bedeutungsdifferen« der beiden so nah aufeinander folgenden gleichen Worte nicht. Für den Schreiber wie für die griechischen Leser war ja der Unterschied kein grösserer, als wenn wir im Deutschen etwa das Imperfekt„ich schrieb“ erst im erzählenden und gleich darauf im schil- dernden Gebrauche anwenden, was doch nicht verboten ist. Und man darf sich um so mehr dabei beruhigen, als das Zweite ασ, an dessen Stelle an sich ja auch das Praesens hätte stehen dürfen, vielleicht gerade die Erinnerung an jenes erste in die Feder gebracht hat.
Krenkel freilich— a. a. O. p. 255— will das Recht, das οœmyc in v. 4 als Aorist des Briefstils zu nehmen,— wovon, wie man leicht erkennt, die Möglichkeit seiner Beziehung auf den gegenwärtigen Brief abhängt— bestreiten mit der Behauptung, dass P. mit der einzigen Ausnahme von I Cor 9,15, wenn er mitten im Flusse der Rede auf das Schreiben, mit dem er gerade beschäftigt sei, hinweise, das Praesens und nur am Schlusse der Briefe den Aorist— des


