Jahrgang 
1896
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II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden

von allgemeiner Bedeutung.

1. Coblenz, den 3 März 1895. Die Ausführung des Umbaues der Turnhalle und des Neubaues eines Aulagebäudes nebst Direktorwohnung und einer Turnhalle ist angeordnet.

2. Coblenz, den 18. Mai 1895. Der Herr Minister der geistlichen u. s. w. Angelegen- heiten hat durch Erlaß vom 7. Mai d. Js. dem Gymnasium behufs Förderung der Turnspiele eine Anzahl von Spielgeräten als Gelchenk überwiesen.

3. Coblenz, den 13. Juli 1895. Die den etatsmässigen wissenschaftlichen Hilfslehrern zu- stehenden Tagegelder und Reisekosten sind allen denjenigen anstellungsfähigen Kandidaten des höheren Schulamtes zu gewähren, welche einer preußifchen höheren Schule zur Verfügung stehen, am Sitze derselben ihren Aufenthalt haben und von dort an eine staatliche höhere Lehranstalt anderwärts zur etatsmässigen Anstellung oder zur dauernden oder vorübergehenden kommissari- schen Beschäftigung überwiesen werden.

4. Coblenz, den 25. Juli 1895. Der Ministerial-Erlass vom 11. Juli 1895 gegen die Führung von Schusswaffen seitens der Schüler ist in diesem Programm unter dem Abschnitt VI zum Ab- druck zu bringen.

5. Coblenz, den 3. August 1895. Die Prüfung deutscher Stahlfedern wird empfohlen; für den Fall zufriedenstellender Ergebnisse soll auf Förderung ihrer Verwendung hingewirkt werden.

6. Berlin, den 3. Oktober 1895. Die Provinzial-Schulkollegien sind befugt, je nach Be- dürfnis auf Antrag der Direktoren in den Klassen II A bis I A die für das Lateinische festge- setzten Wochenstunden um je eine zu erhöhen.

7. Berlin, 26. November 1895. Junge Leute, welche sich ihre Schulkenntnisse nicht durch einjährigen Besuch der Sekunda, sondern im Wege der privaten Vorbildung angeeignet haben, müssen im allgemeinen ihre Befähigung zum Eintritt in die Apothekerlehre durch Vorlegung eines Reifezeugnisses einer sechsklassigen berechtigten Schule mit Latein oder eines Reifezeugnisses für die Prima eines Gymnasiums oder Realgymnasiums nachweisen.

8. Coblenz. den 7. Dezember 1895. Die Einführung des griechischen Lese- und Uebungs- buches von O. Kohl, Teil I für Untertertia, Teil II für Obertertia wird genehmigt.

III. Zur Geschichte des Gymnasiums.

Das Schuljahr wurde am 25. April eröffnet. Die Pfingstferien dauerten vom 1. bis 5. Juni, die Herbstferien vom 15. August bis 18. September, die Weihnachtsferien vom 22. Dezember 1895 bis 6. Januar 1896.

Mit dem Anfang des Schuljahres trat der Kandidat des höheren Schulamtes Dr. Knaut aus Aschersleben zur Ableistung des pädagogischen Probejahres in das Lehrerkollegium. Da ihm eine in Frankreich zu seiner Ausbildung zugebrachte Zeit von 6 Monaten angerechnet wurde, be- schloss er die Probezeit schon nach einem halben Jabre und übernahm zum 1. Oktober die Stelle eines Hülfslehrers an der Handelsschule zu Bremen. Während des Sommerhalbjahres blieb auch der im Januar 1895 eingetretene Kandidat Seher von hier mit einigen Unterrichtsstunden am