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III. Zur Geschichte des Gymnasiums.
Das Schuljahr wurde am 10. April 1894 eröffnet. Die Pfingstferien dauerten vom 12. bis 16. Mai, die Herbstferien vom 15. August bis 18. September, die Weihnachtsterien vom 23. De- zember bis 8. Januar.
Im Laufe des Sommerhalbjahres waren vier Lehrer auf einige Tage durch Krankheit am Unterrichte verhindert, zwei Lehrer in dringlichen Angelegenheiten auf 1 bis 3 Tage beurlaubt. Vom 15. bis 23. Mai nahm Herr Professor Dr. Glaser an dem in Bonn und Trier abgehaltenen archäologischen Ferienkursus teil. Vom 5. Juli ab war Herr Oberlehrer Dr. Heep zu einer 14tä- gigen militärischen UÜbung, vom 24. Juli ab Herr Oberlehrer Dr. Tietze] und vom 1. August ab Herr Oberlehrer Brass, beide zu achtwöchentlichen Ubungen bei der Waffe einberufen. Letzterer konnte den Unterricht erst am 25. September wieder aufnehmen. Am 1. Juli trat Herr Dr. Bock aus Essen für sechs Wochen zur Hülfeleistung ein.
Am 26. Juli machten die einzelnen Klassen unter der Leitung der Ordinarien einen Tagesausflug.
Im Monat August wurde das Gymnasium an die neue städtische Wasserleitung ange- schlossen und auf dem Schulhofe ein Ventilbrunnen aufgestellt.
Am Schlusse des Sommerhalbjahres wurde Herr Dr. Kahnt nach 2 ½ jähriger erspriessli- cher Wirksamkeit an der hiesigen Anstalt an das Realgymnasium zu Duisburg berufen. Sein Nachfolger, Herr Dr. Wenzel, konnte erst am 2. Oktober eingeführt werden.
Im Oktober war Herr Lehrer Cloos auf 5 Tage beurlaubt, im November musste Herr Oberlehrer Dr. Tietzel wegen einer Krankheit in seiner Familie während einer Woche von der Schule fern bleiben und war auch Herr Dr. Wenzel durch Krankheit auf einen Tag verhindert. Der Gesundheitszustand unter den Schülern blieb im Verlaufe des Schuljahres gut.
Bei Gelegenheit des Reformationsfestes wurden im Auftrage des Königlichen Provinzial- Schulkollegiums je sechs Exemplare der Festschrift über die Erneuerung der Schlosskirche in Wittenberg von Witte und der Urkunde über die Einweihung der erneuten Schlosskirche an fol- gende evangelische Schüler der oberen Klassen verteilt: Bender, Schmidtborn, Heep, Henrich, Möxglich, Hassel, Koch, Jungblut, Glaser, Roth.
Während des dunkleren Teiles des Winterhalbjahres wurde vom 15. November ab der Unterricht erst um 8 ½ Uhr vormittags begonnen.
Am 8. Dezember, dem Tage vor der kirchlichen Feier zur Erinnerung an die dreihundert- jährige Wiederkehr des Geburtstages Gustav Adolfs wurden die evangelischen Schüler in der Morgenandacht von dem Herrn Oberlehrer Neuber über die Bedeutung des Lebens und Wirkens des grossen Schwedenkönigs für die evangelische Kirche belehrt.
Am 1. Januar wurde Herr Kandidat L. Seher aus Kreuznach zur Fortsetzung des Pro- bejahres dem hiesigen Gymnasium zugewiesen.
Aus Anlass des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs veranstaltete das Gymna- sium am 26. Januar eine öffentliche Schulfeier im Saale der Kasinogesellschaft. Der Verlauf war folgender: 1.„Hör' uns!“ Hymne von Méhul. Für Männerchor. Das Lied vom alten Fritz, v. Firmenich, vorgetr. von dem Sextaner K. Krämer. Der alte Zieten, v. Th. Fontane, vorgetragen von dem Quintaner Eug. Hohmann. 2.„Sang an Aegir,“ Dichtung u. Komposition von S. M. dem Deutschen Kaiser, König von Preussen Wilhelm II. Für Männerchor. Dritter Auttritt des Prologs
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