Unter-Sekunc a. Klassenlehrer: Oberlehrer Neuber.
1. Religionslehre: Vergleiche Obersekunda.
2. Deutsch: 3 St. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung durch Übungen in Auffindung des Stoffes und Ordnung desselben in der Klasse. Leichte Aufsätze(Vergleichungen, erzählende Darstellungen) alle vier Wochen, drei derselben als Klassenarbeiten. Schillers Glocke. Jungfrau von Orleans. Minna von Barnhelm. Hermann und Dorothea Gedichte der patriotischen Dichter, insbes. Th. Körners. Einiges aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek für III u. II B. Aus- wendiglernen der Glocke und einzelner Dichterstellen. Im S. Kahnt, im W. Wenzel.
Aufsätze: 1. Welche Folgen hat die Entdeckung Amerikas gebabt? 2. Tell und Thibaut als Familienväter. 3. Inwiefern bewahrheitet sich an Karl VII. von Frankreich das Sprichwort»Wenn die Not am grössten, ist Gott am nächsten«? 4. Die Versöhnung des Herzogs von Burgund mit dem Dauphin.(Klassenaufsatz.) 5. Der Entwick- lungsgang des ersten Aktes von Lessings»Minna von Barnhelm.« 6. Des Sängers Lohn nach Goethes Ballade»Der Sänger.« 7. Die Vorfabel zu Lessings»Minna von Barnhelm.«(Klassenaufsatz.) 8. Tellheim und Riccaut. Ein Vergleich. 9. Der Schauplatz der Handlung in Goethes»Hermann und Dovothea.« 10. Die Jugendgeschichte Her- manns bis zur ersten Begegnung mit Dorothea, unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung seines Charak⸗
ters.(Abschlussprüfung.)
3. Lateinisch: 7 St. Cicero pro Archia, Livius XXl. 2 St. Grammatik: Wiederholungen und Ergänzungen. Alle acht Tage eine kurze Übersetzung aus dem Deutschen im Anschluss an Gelesenes als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit. Alle sechs Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Übersetzuang ins Deutsche. Ausserdem in jedem Tertial eine deutsche Ausarbeitung über einen gelesenen Abschnitt in der Klasse. 3 St. Neuber.— Vergil Aeneis I— V mit Auswahl. 2 St. Hänisch.
4. Griechisch: 6 St. Xenophon Anabasis III, IV, Hellenika I, II, Odyssee I— VI mit Auswahl. Auswendiglernen von Sentenzen, Vergleichungen, auch einer grösseren Stelle. 4 St. — Grammatik: Syntax des Nomens(Artikel, Pronomen, Kasuslehre), die notwendigsten Haupt- regeln der Tempus- und Moduslehre. Die Formenlehre wurde wiederholt und nach Bedürfnis der Prosalektüre ergänzt. Grammatik von Gerth. Schriftliche Übersetzungen aus dem Deutschen be- hufs Einübung der Formenlehre und der wichtigsten Syntaxregeln alle 14 Tage, teils Hausarbei- ten, teils Klassenarbeiten im Anschluss an den Lesestoff. 2 St. Hänisch.
5. Französisch: 3 St. Lektüre aus dem UÜbungsbuche von Ploetz-Kares. Sprechübungen im Anschluss an den Lesestoff und an Vorkommnisse des gewöhnlichen Lebens.— Befestigung des Konjunktiv; Artikel, Adjektiv, Adverb, Kasusrektion, Präpositionen, Partizip, Infinitiv; Für- wort, soweit dies auf der Unterstufe gelernt. Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Mündliche Überseizungen aus dem Deutschen, nachahmende Wiedergabe von Gelesenem und Vor- erzähltem. Alle 14 Tage eine kurze schriftliche Ubersetzung aus dem Deutschen als Klassen- oder Hausarbeit. Schulgrammatik von Ploetz. Im S. Kahnt, im W. Wenzel.
6. Geschichte: 2 St. Deutsche und preussische Geschichte vom Regierungsantritt Frie- drichs des Grossen bis zur Gegenwart. Die ausserdeutsche Geschichte, soweit sie zum Verständ- nis der deutschen notwendig ist. Berücksichtigung unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwickelung bis 1888. Hilfsbuch von Eckertz. Neuber.


