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vielleicht sogar die Unzulänglichkeit der begrifflichen Erklärung ihres erhabenen Wesens; es scheint, als wäre er hier am Ende der Fähigkeit auf dem Gebiete der Dialektik angekommen. Das Endliche vermochte das Unendliche nicht mehr zu erfassen.)
In der zusammenfassenden Darstellung der Meinung Platos über die Idee des Guten (517 B u. C) können wir 3 Hauptteile dispositionsartig für die ganze Betrachtung unters cheiden:
1. Im Reich des Intelligiblen ist die Idee des Guten die letzt erkennbare, d. h. sie ist die höchste der Ideen: ev τ⁴ O Ftslεuντ 100 αα̈ οι ⁶νέ ν εμωνν οςνσ.
2. Sie ist letzter Grund der Ideen und der einzelnen Abbilder, letzte Ursache aller Voll- kommenheiten: ⁶σ m⁊αωννυνασιτ ⁶σνυππι τé mEdν diric, er rε 6ατι ας αe 1ν οιτον ετιοον T6uονσσ εν½ τε ον e) 2uναᷣ αμννιν κχι νονιν τανα νενν⁷.
3. Sie ist höchstes Grundprinzip für die einzelnen Handlungen des Menschen: öre dεν raντ[ννε⁰ενν½ τον αενοωυτ εμέανυ τοεεινν ⁴ν᷑ ν αϋωρ
Diesen drei Gesichtspunkten wird sich unsere Betrachtung unterordnen lassen.
Die Idee des Guten gehört also zunächst dem Reiche der Ideen an, dem des Intelligiblen, des οm⁶ν. Hier ist sie die höchste aller Ideen, der Gipfelpunkt derselben, sie steht über den- selben, denn sie ist grösser als die Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Besonnenheit(504 D). welche als Ideen sowohl als auch als Abbilder derselben unter den andern schon für sich am höchsten stehen. Sie ist höher als das Gerechte und Schöne(505 D), denn hierbei genügt es den meisten, nur den Schein davon zu besitzen, während sie der Wirklichkeit fern bleiben. In Beziehung auf das Gute genügt es aber niemand, nur den Schein zu besitzen, sondern ein jeder strebt nach dem wirklichen Besitz, den Schein achtet er gering. Ohne Autfhören strebt die Seele nach demselben in der richtigen Ahnung von einem Höchsten. Der Gegenstand eines solchen Strebens kann kein geringer sein. Wie im Reiche des Sichtbaren die Sonne, ihr axνονοε, so ist im Reiche des Intelligiblen, dem eigentlichen Gebiete der Erkenntnis. die Idee des Guten Königin (508). Daher ist auch sie der höchste Gegenstand der Erkenntnis(κe wέ"ö(,„αα 503 E, 504 D u. E, 5⁰05 A); dadurch bekommen wir erst einen rechten, klaren Begriff von allen anderen Tugen- den(Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Besonnenheit); erst durch die Teilnahme an ihr werden gerechte Handlungen heilsam und nützlich, ohne sie ist keine Wissenschaft uns nützlich, kein Besitz erspriesslich(534 B, 540 A). Insonderheit darf daher kein Staatsmann darüber im un- klaren bleiben, da er ohne sie nicht im stande ist, das Gerechte zu bewahren, welches doch die Grundlage des Staates ist.
Wie aber die Idee des Guten der höchste Gegenstand der Erkenntnis ist, so ist sie auch der letzte. Im Gebiete der sichtbaren Welt ist die Sonne das Höchste zugleich und das Letzte. was wir mit dem Organ der äusseren Wahrnehmung, dem Auge, nachdem wir dasselbe in der gehörigen Weise geübt und an das Schauen ihrer glanzvollen Erscheinung gewöhnt haben, zu erkennen vermögen. Entsprechend ist im Bereiche des Intelligiblen die Idee des Guten das Letzte,
*) Khnlich lautet das Bekenntnis des Kirchenvaters Augustinus über das Wesen des dreieinigen Gottes(de trinitate dei). Einst wandelte er, so erzählt man, in Nachdenken über die Dreieinigkeit Gottes versunken, am Meeresstrande. Dort traf er ein Kind, welches am Meere spielend eine kleine Grube in den Sand gegraben hatte und mit seinen Händen Meerwasser in dieselbe schöpfte. Er fragte dasselbe, was es beginne, und erhielt zur Ant- wort:„Ich will das Meer ausschöpfen.“ Da musste er sich bekennen, dass er es ähnlich mache wie das Kind, wenn er versuche mit seinem endlichen Verstande das unendliche Wesen Gottes zu erschöpfen.
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