Jahrgang 
1889
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6) Coblenz, den 3. August 1888. Betreffend Ausfübrung des Allerhöchsten Erlasses vom 9. Juli 1888, wonach die Geburts- und Todestage Kaiser Wilhelms I. und Kaiser Friedrichs als vaterländische Gedenk- und Erinnerungstage zu begehen sind. Der Unterricht soll an diesen Tagen nicht ausfallen.

7) Coblenz, den 9. Okt. 1888. Die plastischen Darstellungen von 6 Rassentypen in Gesichtsmasken, von Dr. Finsch in Gyps geformt und von Castan in Berlin koloriert, zur Anschaffung empfohlen.

8) Coblenz, den 12. Okt. 1888. Betreffend Sammlung ausserordentlicher Beiträge für die König-Wilhelm-Stiftung für erwachsene Beamtentöchter aplässlich des Hinscheidens S. M. d. Kaisers Wilhelm.

9) Coblenz, den 30. Okt. 1888. Eine Schrift von Albert Gutzmann:»Das Stottern und seine gründliche Beseitigung durch ein methodisch geordnetes und praktisch erprobtes Verfahren« zur Anschaffung für die Lehrerbibliothek empfohlen.

10) Coblenz, den 31. Okt. 1888. Die im Verlage von J. F. Richter in Hamburg erschienene Zeitschrift für deutsche Sprache von Prof. Dan. Sanders als geeignet zur Anschaffung für Lehrerbibliotheken empfohlen.

11) Coblenz, den 13. Dez. 1888. Die Einführung der kurzgefassten griechischen Grammatik von Gerth und der katholischen Religionslehre von Dreher wird genehmigt.

12) Coblenz, den 14. Dez. 1888. Zwei Schriften von v. Nordenflycht, Horaz Episteln und Horaz Satiren werden der Bibliothek überwiesen.

13) Coblenz, den 18. Dez. 1888. Die Osterferien werden für 1889 wegen der späten Lage des Osterfestes(21. April) so gelegt, dass das Wintersemester am 9. April nachmittags schliesst und das neue Schuljahr 1889/90 am Montag den 29. April 89 begonnen wird.

14) Coblenz, den 16. März 1889. Betreffs der diesjährigen Herbstferien wird bestimmt, dass der Unterricht Sonnabend, den 17. August d. J. zu schliessen und am Montag, den 23. September d. Is. wieder aufzunehmen ist.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr begann am 16. April 1888, Montag früh 7 Uhr.

Zum Ersatz des als Oberlehrer an das Progymnasium zu Trarbach berufenen Dr. Reuss trat der ordentliche Lehrer Dr. Czwalina von der höheren Bürgerschule zu Wesel an das hiesige Gymnasium über. Die wissenschaftliche Hilfslehrerstelle wurde dem bis dahin am Gymnasium zu Elberfeld beschäftigten Dr. Heinrich Tietzel aus Minden übertragen. Da derselbe in den ersten vier Wochen durch eine Einberufung zur Offzierübung verhindert war, erhielt die Anstalt in dem wissenschaftlichen Hilfslehrer Herrn Heinrich Hengesbach von Koblenz eine Aushilfe bis zum 15. Mai. Herr Friedrich Knublauch, vorher wissenschaftlicher Hilfslehrer und Turnlehrer am Friedrich-Wilhelms- bezw. am Marzellen-Gymnasium zu Köln, wurde der hiesigen Anstalt zur Beschäftigung überwiesen.

Mit höherer Genehmigung wurde im Anfang des Schuljahres am Gymnasium ein Privatunterricht im Englischen neu eingerichtet, an welchem fähigere Schüler der Prima und Sekunda teilnehmen können.