Jahrgang 
1887
Einzelbild herunterladen

10

ergänzt. Durch Aufnahme desselben in den Text ist dieser in unverständiger Weise entstellt worden. Die Partikel usvy ist in diesem Zusammenhange unerklärlich, unmöglich kann öν³⁶ 4⁵ιυόνᷣᷣœrce im Gegensatz stehen zu 0iꝛI"e. Klearchos ist nach Anab. III, 1, 10 der einzige Feldherr, der von Anfang an um die Pläne des Kyros wusste; dass er aber denselben zu seinem Zuge veranlasste, widerspricht der sonstigen Erzählung Xenophons. Auch äusserlich charakterisieren sich die in Be- tracht kommenden Worte als Glossem durch die Form: 6 0⁸ à6.ν ναπ. 1. 1. Der Text ist also mit Ausscheidung derselben folgendermassen zu gestalten. 7 bς ν μρ τι KSHον, d0G⁹ d ατᷣ KöOoοs οιουςι οεαᷣααοα⁹ς.

An den behandelten Stellen hatten wir es mit Zuthaten aus der Lektüre anderer Schrift- steller zu thun. Weit zahlreicher sind die Glossen, welche zur Erklärung und Erweiterung des Xenophontischen Ausdrucks beigefügt sind.»Man verfuhr, wie wir bei Knaben uns überzeugen, ob sie den Sinn der Klassiker verstehen, indem man, wo es nötig schien, die Fragen wer? wessen? wen? was? wie? wo? wovon? wodurch? womit? wozu? u. a. sich selber beantwortete und die Antwort am Rande oder im Texte zuschrieb«(Rehdantz Krit. Anhang p. 34). Hierher gehören die erklärenden Zusätze zu Eigennamen, die Wiederholung der Heimatsbenennung, die Wiederholung einzelner Worte aus dem Vorhergehenden, die rhetorischen Erweiterungen des ursprünglichen Textes u. ä. Ich behandle zunächst eine Stelle, welche der Form nach mit den schon besprochenen Inter- polationen verwandt ist.

1) III, 1, 13 6 ⁷π 6 1, εν σ&στι τ 0Gοτνν ⁶νυό mεεν ν εεςι σαενðτoα τυννν ουνμν⁴ἀνπμαον usrd ro Gναο νφννᷣν&εια υο τοeειε εεινιν⁸ν ετεαο*ε̈οννσm..... Xenophon glaubte im Traume zu sehen, dass ein Blitz in das väterliche Haus ſeinschlüge und dieses ganz in Flammen setzte. Voll Angst wachte er sofort auf. Während er über den Traum nachdachte, schien er ihm einerseits günstig zu sein, weil er in Not und Gefahr von Zeus ein grosses Licht zu sehen glaubte; andererseits aber gab ihm derselbe auch zu Befürchtungen Anlass, weil der Traum vom Zeuvs αoeue zu kommen schien und das Haus ringsum in Flammen stand. Diese Erwägungen, welche Xenophon sofort nach seinem Erwachen beschäftigten, werden in§ 12 mitgeteilt; sie schliessen die Zulässigkeit der Worte aus, mit denen in§ 13 die Erzählung weiter getührt wird:»sofort nachdem er erwacht war, fällt ihm der Gedanke ein: was liege ich hier?« Entweder kann er nicht sofort über den Traum in der angegebenen Weise nachgedacht haben, oder es kann nicht sein erster Gedanke gewesen sein: was liege ich hier? Die Worte sdος rε⁴ενν ν⸗νεκοονσπꝶ sind aus dem Vorhergehenden zur Erklärung von 700010» uεν beigeschrieben und so in den Text geraten. Ein höchst matter und müssiger Zusatz des Interpolators ist aber auch der Satz: 6mνον- Ji†ννεα ταds, welcher in der von Rehdantz charakterisierten Weise den Leser darauf vorbereiten soll, was es mit einem solchen Traum für eine Bewandtnis habe. Xenophons Erzählung ist hier von gradezu dramatischer Lebendigkeit und An- schaulichkeit, sie verträgt durchaus nicht die frostige Zuthat:« was es bedeutet, ein solches Traum- gesicht zu sehen, kann man aus dem ersehen, was nach demselben eintrat. Es ereignete sich näni- lich Folgendes«. Das sind Auslassungen eines Interpolators, der die Anabasis wie ein Schulbuch erklärt, nicht aber eines lebendig und auschaulich erzählenden Schriftstellers. Der Ausdruck ist dazu höchst ungeschickt; za ασυνι⁴᷑ννα und vipverazh lassen das Erzählen von Facta erwarten, nicht die Mitteilung von Gedanken, die den Xenophon beunruhigten. z.άiνννεrꝭ passt hier ebenso wenig, wie IV, 1, 4 die Worte Gs 70⁰νvr, zu denen Krüger de authentia u. s. w. p. 34 bemerkt: cum verbis§ 4 x*ν ε⁴ςᷣ τν K⁴οονινς εαιmνονν ε αονντα prorsus non coalescunt quae§ 5 se-