Jahrgang 
1887
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eine Art Selbstbiographie bezeichnet hat.(Vollbrecht p. 25.) Das Streben, mit gelehrten Glossen die Erzählung zu ergänzen, hat auch hier den Interpolator verleitet, auf das Werk des Themistogenes sich zu berufen. Wer dieser gewesen ist, sind wir nicht mehr imstande zu ermitteln; schon Plutarch befand sich in der gleichen Lage und stellte daher die Vermutung auf, Xenophon habe die Anabasis unter dem Namen desselben herausgegeben, um dadurch den Schein grösserer Glaubwürdigkeit zu erwecken(de glor. Ath. p. 345 E.).§ 2 nimmt aber auf ein Werk bezug, welches die Rückkehr der Hellenen nur bis zur Ankunft am Meere erzählte und daher un- möglich mit Xenophons Anabasis identisch sein kann. Was es mit Themistogenes auch für eine Bewandtnis haben mag, auf jeden Fall hat er mit Xenophon nichts zu thun, und sein Name ist aus dessen Hellenika zu tilgen.

Der Interpolator ist, wie Richter urteilt, bei seiner geistigen Unfähigkeit an die ihm einmal geläufige Form gebunden gewesen:»es fehlte nur noch, dass er Hellen. III, 1, 2 dso-ννωυααα statt vsroarah gesagt hätte«(p. 702). Derselbe hat indessen auch an einer anderen Stelle von der Form Oed-εαrc sich frei gemacht und εꝓνœmρτuxQ geschrieben. Für unecht erkläre ich nämlich in Anab. II, 6. 4 ꝛ0 e pde Tsrao de KOOν, ll dοααια ⁴μďϊν 2υmν επειανᷣ KSον ν 6‿emπσ 910 Aτ⁵᷑ Kõος αυοιουςι εςεᷣœος den Zusatz: ⁶πιοοςν⁴εν 6νμ 7νροσα. Nach dieser Bemerkung scheint Klearchos der geistige Urheber des Feldzugs gewesen zu sein, eine Angabe, von der sich sonst bei Xenophon nicht die leiseste Andeutung findet. Breitenbach spricht daher von Ungenauigkeit des Ausdrucks, Krüger und Kühner von Ungenauigkeit der Erinnerung; ihnen schliesst sich Lincke an:»dass er sich nicht ununterbrochen damit beschäftigt hat, ergiebt sich aus II, 6, 4 6¹¶Spochrci, was nicht auf die Erzählung im ersten Buch gehen kann.« In einer Kardi- nalfrage, wie der vorliegenden, kann von Ungenauigkeit der Erinnerung nicht die Rede sein; auch der Ausdruck ist nicht ungenau, besagt vielmehr etwas, was mit der früheren Erzählung in unlös- lichem Widerspruch steht. Verweisungen auf frühere Partieen der Erzählung finden sich sonst in der Anabasis nicht; hier, wo dieselbe angenommen wird, existiert die Stelle, auf welche hingewiesen wird, gar nicht. Wenn Wiederholungen uns entgegentreten, schliesst sich der Ausdruck dem früher gebrauchten möglichst eng an: I, 7, 18 dα⁶νμιe und V, 6, 18 hxeuos, I, 10, 7 5ο Tlοα opsOννεα εν τν Ʒαάσιντ‿ ⁶συν oðe vwev, dAd donoe und II, 3, 19 α αvos ꝓννυνꝓυο d du- A.α, III, 1, 17 s τοœαsνοααανεν s εν αἀα ον ας̈ ϑννν ντ Sαασια̈ιός τμοωσ⁷σοντ l dnατ:ενονντεs ed uuiεs*να und VII, 1, 28 6v 10oOνμεν ααοιιμεκνοι τ oιmν u xrerodvrss st uuatusc, III, 1, 18 σœανισινεισαᷣνσν und VI, 1, 23 Gσυσαανρνιεμν Das Gleiche findet an unserer Stelle statt:

I, 1, 9 KAεes †νς ν roντ ουννενννμνννο 6 KHOS Sy⁴οα II, 6, 4 d †ude εοννντια aτον αχν diαανσν αάιντ ευασνς dõοαααας ϑĩ τ‿μιι sτ⁶ n90 Kögov, æc drοο.. N Toναον στςραεvναααα σmQ(Oεεμειν¶ odĩo rτππν αν νά 2μμεμσν αm 0mνκινπισ, d⁶ααᷣ d α μυοιοωυς Soeεᷣsee ε&& XSOοον⁶ον νιμεν Hœανς o a Odeοεισαουςνοε ις ωινοueνα ενπ ⁶υ EAiοmποντον οαοσσσ I, 3, 3 xci †ρsuννννταα... r.. S Andc Ouu⁴uν εrmμεo, ds mο roουυν eriunge ad uoue doze d‿οενς νς ειe α.ν oue rTGoνν νραειν συ³‿εεαςν σεαsu d 10 idioν ure euu,us.... al⁴l 905r0 4εν τ% 1 2oνιεέμαμια τσ οςν.

Ood᷑xde enoεμνοσ.

Da von einer Ungenauigkeit der Erinnerung hier nicht die Rede sein kann, so kann πρ nicht von einer andern Stelle der Anabasis verstanden sein, sondern bedeutet»bei einem anderen Schriftsteller«. Die Darstellung Xenophons wird durch einen Zusatz aus einem anderen Schriftsteller

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