Jahrgang 
1887
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Nach Diodor hatte Kyros alle Feldherrn ins Vertrauen gezogen und nur den Soldaten seine Absich- ten verheimlicht: XIV, 19, 9 Gs roıs eεν*1mνκ⁴μου ²½0επmηαμεαα ων en 10 d0εν ραν ναςεν, 10 d8 Aog xνm τ‿ εν.

Aus voranstehenden Erörterungen ergiebt sich also, dass Xenophon die Mitteilungen des Ktesias benutzt hat, ohne ihn nambaft zu machen, weder wenn er ihm folgt, noch wenn er ihn be- kämpft, dass die Stellen, an denen sein Name in der Anabasis erscheint, von einem späteren Inter- polator zugefügt sind, um die Darstellung des Atheners zu ergänzen. So wenig dieser aber auf die Ueberlieferung des königlichen Leibarztes sich beruft, ebensowenig darf man von ihm erwarten, dass er Hellenica II, 1, 2 seiue Leser auf das Werk des Syrakusaners Themistogenes über den Feldaug des jüngeren Kyros verweist. Trotz Nitzsches und Breitenbachs Einsprache halte ich hier die In- terpolation des§ 2 durch Richter(a. a. O. p. 691) für erwiesen. Die Gründe, welche er für die Unechtheit geltend macht, sind folgende: Die unpassende Verknüpfung mit uev obv, die Ueberein- stimmung mit den unechten Resumés der Anabasis(besonders mit II, 1, 1), das Fehlen des Artikels vor Grο᷑evud, die Bedeutungslosigkeit von ör εςσᷣ nach der in§ 2 vorausgegangenen Erwähnung des Todes, die in den Worten s en hærrav liegende Beschränkung des Inhaltes der Anabasis, die durch§ 2 hervorgerufene empfindliche Störung des Zusammenhangs. Für ausschlaggebend halte ich das zweite und letzte Argument. Wer§ 2 mit den Inhaltsangaben der Anabasis vergleicht, sollte über den Ursprung desselben keinen Zweifel weiter hegen:

Anab. II, 1, 1. G ον ⁷νιοσσιν Ku Hellen, III, 1, 2. ⁴μ⁴μμν o‟ KSOOG Grod-- 10 EAA7dlαν dre ni 10 0εκν dotaꝭεεε- reuvu τε υuedese adl wodr rov dvueẽqoευæὀx Si εστρeετο.... 2cdl d's A⁴½ εωQ᷑εάνεᷣo a 10ν ddνν ue&ſεᷣvero adi ds 3 KOHos rsAeTIOe..... 2 1 1060 e æ Touντον αεσσιινOoOhœ³ Eωe Osuro-

46 dε0νιαέιέτσ. νer τ uoœuodiꝓοοαmντα

Mit III, 1 wendet sich Xenophon zur Darstellung des Krieges der Lacedämonier mit den Persern in Asien, die Einleitung dazu enthalten§ 1 und 3. Kyros hatte die Spartaner im Kampfe gegen Athen, diese ihn im Kriege gegen seinen Bruder unterstützt. Die einzige Gelegenheit, bei der die Bundeshilfe Spartas erwähnt werden konnte, ist bei dem Einmarsche in Kilikien: Hellen. I, 1, 1; Anab. I, 2, 21; Diod. XIV, 19, 5. Nach der Rückkehr des Tissaphernes nach Kleinasien baten die hellenischen Städte die Lacedämonier um Hilfe, und damit begannen die kriegerischen Verwicklun- gen. Auf den Feldaug des Kyros einzugehen, hatte der Schriftsteller nur soweit Veranlassung, als die Spartaner dabei in Betracht kamen d. i. in§ 1 bei dem Einmarsch in Kilikien. Die Erwähnung der Rüstungen geschieht nachträglich und gehört nicht mehr in den§ 2. Wollte Xenophon den Gang der Unternehmungen und das Schicksal des hellenischen Heeres kurz erzählen, dann würde er dies schwerlich in der Form abhängiger Fragesätze gethan haben. Der Interpolator dagegen scheint mit Vorliebe durch Sätze mit Gs, 6G³, 670708 u. ä. seinen Gedanken Ausdruck gegeben zu haben. Breitenbach sucht gegen Richter die Anknüpfung mit ενοd zu verteidigen:»εν οννν passender, als etwa Os, weil im Folgenden auf bereits Angedeutetes zurückgegriffen wird«, aber§ 2 greift nicht auf bereits Angedeutetes zurück, sondern bringt wesentlich Neues.»Mit uev oby und deu Oy sind alle fünf Resumés in der Anabasis mit der Erzählung verbunden.)(Lincke a. a. O. p. 288). Wenn der genannte Herausgeber der Helleuika vermutet, dass Xenophon unter dem Namen des Themisto- genes seine Autorschaft habe verdecken wollen, da er ja auch in andern Schriften seine Person zurücktreten lasse, so findet dies sicher keine Bestätigung in der Anabasis, welche man sogar als