Die Antwort des Kleanor übergeht Diodor, die des Proxenos legt er dem von Xenophon nicht erwähnten Sophilos, die des Atheners Theopompos dem Proxenos in den Mund; die Antwort des Sokrates fehlt bei Xenophon: Antwort des Proxenos Anab. II, 1, 10= Diod. XIV, 25, 5; Antwort des Theopompos II, 1, 12= XIV, 25, 4, Antwort des Klearchos II, 1, 20= XIV 25, 3. An der Verwirrung trägt voraussichtlich die Flüchtigkeit Diodors die Schuld, im übrigen legt aber der übereinstimmende Wortlaut die Vermutung nahe, dass er sowohl wie Xenophon sich auf Ktesias stützen.
Wenn Photius Auszug Vertrauen verdient, so berichtet der Knidier, dass Klearchos gegen Menons Vorschlag sich geweigert habe, in das Zelt des Tissaphernes zu gehen, während er bei Xeno- phon den Besuch am eifrigsten befürwortete. Ueber die Vorgänge im griechischen Heere war letzterer besser unterrichtet, bei der Darstellung der Katastrophe im Perserheere dagegen macht er sich wieder von seinem Gewährsmann abhängig, dessen Bericht uns Polyän VII, 18, 1 überliefert hat ¹) Die Reihenfolge der Feldherrn ist bei beiden dieselbe:
II, 5, 31. 0i droœννοι π̈ςεᷣανινσν sεiσσ, Polyän: Jrov d⁴ 10να, oSeο B0000⁴οs, IIoòοενοο BOαιτιι, Mévoeν Herradlos, Aylcs Msvc Oerraros, KHyixs Aoade, onods Adozds,(Klsαοr⸗o Adrν) Torddrs drs. ATαz.
II, 5, 30. slMoοα oreν... T0 dr³υν imποννπι 1νυτοι 1ον 1101, GTOl.ντ³ιονεεαι Grοαστσ³αέοτ⁶ν ας ϑαασαο. dααασο.
Plutarch erhebt gegen Ktesias den Vorwurf, er wäre qαο⁵eον und&eαοααεᷣᷣνᷣοs gewesen. Vielleicht trägt die Charakteristik des Klearchos, wie wir sie II, 6, 1 ff. lesen, noch die Spuren der für den Spartaner eingenommenen Darstellung des benutzten Geschichtschreibers, und dieser ist mit den Worten ex eνταν τυνυνν εμμιαειαι α⁷αν εαντν gerade so gut gemeint, wie I, 9, 1 mit T.ο τανντιαν τν Kdοοι ϑπ wus ei„ενεέασ.
Wo Xenophon besser unterrichtet zu sein glaubt, tritt er gelegentlich den Angaben des Ktesias entgegen(Photius: 2⁴ τοο£2evoοσꝓαένe τον οσον εν vενν έια). Nach Diod. XIV, 22, 2 und Plut. Art. c. 13(eSeanldue ³ςᷣ KrTHας †ααν, eíͥä Tiv AdT 1sGσαονοντα μ⁸νσέασι be- rechnete dieser die Stärke des königlichen Heeres auf 400000 Mann, jener dagegen auf 1200000, von denen 900000 an der Schlacht teilgenommen hätten(I, 7, 11— 13). Die geringere Heeresziffer seines Vorgängers ist letzterem wohl bekannt, er sucht seine Mitteilung daher zu rechtfertigen: I, 7, 13 zaðra de pyeoν τπ KöHoον oi ατομονυmσπQἱτκ,t Ʒνοσ μεαον μ5αεος 790 rijs ud‿νν, e uerd riv d xi 0s 0T9ονν sdρρνινασν τν τνεναμισνꝙαᷣνν pyεlov. Gegen den knidischen Arat, den er bezeichnender Weise nicht nennt, beruft er sich also auf das Zeugnis der Ueberläufer und Gefangenen. Die gleiche Polemik dürfte anzunehmen sein: III, 1, 10 Gτοœeεετο ⁶υν ν vτοο οꝶσπ- elε- ννν νπ DNOενονν od„dο ◻οεαι τν ενπνν εϑασσσε ⁶οσmν νε deνπνο ̈ᷣ BEnnvcν KIνον.
¹) Vgl. rous roαeτνονς dαᷣαs szuαie 9 Sαᷣ mit Diod. XIV, 27, 2 TiGαανεέενν rodus Groœννοις ⁶ας dεατέαιαᷣ᷑ νο G A9raseoεννν, Photius: ⁴s eis Baννα 7290G 497ε εερνν /εαα Tous aA2dovs dasore⁴es vν πι⁴α. Plut. Art. c. 18 Gνλα2,ν dveregiipey 5 T40is dedeuεoug. Nach Melber(Jahrb. f. Phil. Suppbd. XIV, p. 461) stammt Polyän VII, 18, 1 weder aus Xenophon noch aus Ktesias. Er nimmt Anstoss an aααναοννιοeρνενος Tds ra⁴dauidag und glaubt, dass Klearchos nach der Erzählung des Arztes sich nicht in so plumper Weise habe überlisten lassen. Es ist anzu- nehmen, dass auch Ktesias die Unterredung des Spartaners mit Tissaphernes erzählt hat; dαααοιᷣdᷣ ďς Teς ra* lauidas deckt sich inhaltlich wohl mit Xenophons Worten: Gινέ⁴ειρη ο εeπτοισασάιτοο τmh⁴ υιeioς dzꝭmσά‧ν ν. x. J. (II, 5, 27), vgl. Justin VII, 3, 3 adhibitis in convivium suum flliis et uxoribus, id apud Persas haberi pignus ac foedus hospitii. Aus Ktesias geschöpft ist Polyän VII, 6, 10(ed. Wölfflin p. 358), vielleicht auch VII, 12(eb. p. XII).


