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Abgesehen davon, dass Plutarch selbst Ktesias, dem er den Vorzug vor Deinon einräumt, als seine Quelle nennt, ergiebt sich für ihn die Benutzung desselben aus der offenbaren Ueberein- stimmung mit Photius:
Plutarch. c 1. Photius. 6 uε⁴ν Köοσςσ αο Kdοα τον τπαααν oοννοεέ rintse s τ dατειρον dν, dαoοναα o.εν,&&εενι εᷣ l( roον νμιοιν σ‿ι ννκ̈ε̈σνσ.(vgl. Plut. c. 2) adõ eeraiꝭo r voα ἀ
dπ τoν σ KSHov.
Auch der zweite Satz der Anabasis ist derselben Quelle entlehnt: I, 1, 1. sι ε ⁷ϑενε Aaοοο, Photius: dυσιεενσς εν B.,νννν. Kyros wird an das Krankenlager des Vaters berufen: I, 1, 2 Köo usransunerdt.... Avc‿˙αωve, Plut. Art. c. 2 usroeuτοs π ddoonss... dνενααν. Von Tissaphernes wird er bei seinem Bruder verleumdet und soll deshalb hingerichtet werden: Tναοασσαςαςν ις⁴ννι q τν Koοο mꝓιο τιν dεv, Photius: dαe⁴eνλν KHoοοσ d T²οασασαρνρνοο τνο dorcεςσςμσνν τον dενρν eꝭι deνεᷣ æ‿ουισα᷑ντι⁶ε τm1Lij αe αἀνονru vis α⁵ο, Plut. Art. c. 3 0d uεν ε raτms ris daα⁵ον izν Gνννυν νχε̈αναασα ρσ‿οσ. Aus den an- geführten Stellen erhellt, dass wie Xenophon, auch Ktesias, den Mordversuch auf den eigenen Bru- der, dessen Kyros von Tissaphernes beschuldigt war, für Verleumdung erklärte. W. Vollbrecht a. a. 0. p. 29— 33 leugnet dies und sucht die historische Treue unseres Schriftstellers zu verdächtigen. Nach seiner Ansicht soll Kyros schon bei Lebzeiten des Vaters sich königliche Ehren angemasst haben und wegen seiner Gewaltthat gegen seine Vettern Autoboisakes und Mitroias(Hellen. II 1, 8. u. 9), nicht wegen der Krankheit des Vaters an den königlichen Hof berufen sein. Dass Kyros schon bei Lebzeiten des Vaters als König aufgetreten ist, ist deshalb sehr unwahrscheinlich, weil er damit seinen Hoffnungen und Wünschen, vom YVater zum Nachfolger bestimmt zu werden, ent- gegengearbeitet hätte. Die Nachricht, dass die Krankheit des Vaters nur der Vorwand zur Berufung des Sohnes gewesen sei, lässt sich wohl mit Hellen. II, 1. 13, aber nicht mit der positiven Angabe in II 1, 15 czer KdHοαν 90 r6ν τεααα ⁴eςρςμαμασοdντ νεᷣze vereinigen. Anstoss erregt an der vielfach verdächtigten, von Vollbrecht verteidigten Stelle auch die sonst bei Xenophon nicht ge- brauchte Form aoοios(bei Photius: Acοεααο). Kyros hatte sich Hoffnungen gemacht, dass Pa- rysatis seine Nachfolge durchsetzen werde, dieselben erwiesen sich beim Tode des Vaters als eitel. So lautet die Erzählung des Ktesias(Plut. Art. c 2), und mit ihr steht Xenophons Darstellung durchaus nicht im Widerspruch; Einzelheiten werden in letzterer übergangen, aber nicht aus Ten- denz, sondern weil die Vorgeschichte des Feldzugs überhaupt nur kurz behandelt werden soll. Von einer absichtlichen Verdunklung der Wahrheit kann nicht im enttferntesten die Rede sein.
Der Parteinahme der Mutter für ihren Lieblingsschn gedenken Xenophon und Ktesias fast mit den gleichen Worten: I, 1, 4 Haouαereris uενν mντο πmοᷣ ̈᷑ Kνον σιονοσ υττον μνο᷑⁷ 10ν HSaolxesovre doraνεεεενν, Plut. Art. c. 2 Oe uiτιο νυνmοσννι rον KSOO 2ένον*σέαεοσνσσ. Auf ihre Bitten hin wird er vom Köunig freigegeben und in seine früheren Ehren wieder eingesetzt: I, 1, 3% d⁸ uuijri eScετmod́evn ντον ꝛ(oπνμμιηιεαα τἀισν εmτπι iν αντιν Plat. Artax. c. 3. ꝭ⁵ GxG½ασο πι εsu- ν μινσσςσ ϑςσσνũν. Aus gekränktem Stolze fasste darauf Kyros den Entschluss zur Empö- rung. Diese Motivierung betrachtet Vollbrecht als die offizielle, wie sie von den Freunden des Kyros verbreitet worden sei, und wie sie Xenophon bei seiner Teilnahme am Enge erfahren und weiter er- zählt habe. Er übersieht dabei, dass wir es auch hier mit einer Nachricht des Ktesias zu thun haben: I, 1, 4. 6 0 dς—mάπηε ν⁴ιννεεοαᷣς αά εμα νεiᷣς, Photius: drehauvee Ko9ος 1i⁴μμμμέςμνο


