Jahrgang 
1887
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19(vgl. W. Vollbrecht, zur Würdigung und Erklärung von Xenophons Anabasis, Programm d. Gymn. zu Ratzeburg. 1880 p. 10). Der Bericht des Atheners weicht mithin von dem des Knidiers ab, und jener konnte sich nicht auf diesen berufen. Daraus folgt, dass die Worte zœxl rerodosee Krydids von einem Interpolator aus Ktesias entlehnt ¹) und in den Text Xenophons eingeschoben sind. Der- gleichen gelehrte Glossen finden sich wiederholt in demselben und verraten das Bestreben eines Glossators, aus anderen Berichten ergänzende Zuthaten zu machen(vgl. Rehdantz Krit. Anhang p. 53 ff.). Zu diesen Ergänzungen rechne ich ferner I 8, 24 xœul dnozresvae eérerato ατs* sœντο Tεεο doraννέ̈υοσmννꝙq tovν dονοππα αντev, obwohl hier gleichfalls das Zeugnis Plutarchs für die Echtheit der Ueberlieferung geltend gemacht werden kann: Artax. c. 9 rνðmAμ̈ν ν oruνννε̈οοσνꝙv dννσνιννν dnòo rod Kü9OOν σνέν nαee 6⁴2ꝓονσσο Abgesehen von der verdächtigen Einführung dieser Angabe mit lsyerai, wird der Tod des Artagerses an unrichtiger Stelle erzählt. Nach der Erzählung des Ktesias(Plut. Artax. c 9) ritt er Kyros entgegen und fiel von seiner Hand, ehe dieser die vor dem Könige aufgestellten Reiter angegriffen hatte; damit stimmt die Darstellung Deinons überein: Artax. c. 10. r ι Aoraνε̈ν πνιασντοον siασεναςας Ʒ‿dουν ι KHoOs els robν παοαστεrνμέιμ̈νονυι τoον ϑασεινο. Nach Xenophon dagegen griff Kyros mit 600 Reitern an, besiegte die vor dem König aufgestellten Reiter(roοςα mQα Sαομιςα rerauεᷣrons vgl. I 7, 11) und schlug sie in die Flucht. Erst an dieser Stelle wird die Mitteilung gemacht:»und er soll mit eigener Hand ihren Führer Artagerses getötet haben.« Aus den besprochenen Glossen ergiebt sich, dass bereits Plutarch ein interpolierter Text der Anabasis vorgelegen haben muss, eine Annahme, die bezüglich der Hellenika und der Anabasis schon von E. A. Richter(Jahrb. f. Philol. Suppbd. VI p. 561 ff.) ausgesprochen worden ist. Diese Thatsache kann nicht befremden, wenn wir erwägen, dass auch Diogenes Laertius die allgemein als unecht betrachteten Resumés am Anfange der einzelnen Bücher erwähnt. Der gleiche Nachweis lässt sich bei Aelian führen. Nach dem Tode des Kyros soll sich Artapates über die Leiche seines Herrn geworfen haben und auf ihr entweder auf Befehl des Königs getötet sein oder mit eigener Hand sich den Todesstreich versetzt haben(I 8, 29). Auf diese Erzühlung nimmt Aelian Bezug: pat. anim. VI 25 1000r6 1. Vne 1on ro KuHoν◻2εωνꝙτ⁶ νε̈τσέον εενοασν rον Tνινοω e&νďενινμενοε O⁷ 60 1⁸eο,/ 00G duOrHαmσηκρις ο μνουει σναυηα ςσμεᷣ να ασυνανονεε‿νσσαα ν dοννον d J di dxenrodros riruo iuuhu, övo deẽ Aorandrhe eæντν eoæreiee ero Arιμαοσυνκνι τον 5σον εςσ⁵εμνν έςονμ Koνðu. Trotz dieses Zeugnisses kann 1 8, 29 nicht unbe- anstandet bleiben. Zunächst erregen die Anknüpfung mit 7eeyerae und die Berufung auf abweichende Versionen: oi φἀοα.... 04 s Verdacht. Von dem Tode des Artapates ist weder 1 9. 31 dοινιυνωπυοOQöd αατο π⁴νιυες τπέιμαι αἀον³ ꝙροιο αœosντααεειοα(I 8, 25) dasᷣνα̈νν ν doαZοd, noch an der gleichlautenden Stelle des Oeconomicus IV, 19 die Rede, obwohl es hier besonders nahe gelegen hätte, an denselben zu erinnern. In ungeschickterer Weise die Erzählung zu unterbrechen, als mit den Worten: elxe⁴ο τ̈ουιονν³ νᷣν σορεπτν εσε x ⸗ε‿e kc dda dοmπένο soı ⁶ιιοστο IIsooaw, war wohl kaum möglich.»Die einen sagen, der König habe ihn niederstossen lassen, die andern, er habe sich selbst getötet, nachdem er seinen Dolch gezogen habe. Er hatte nämlich einen goldenen; auch trug er u. s.« Wollte Xenophon hervorheben, dass Artapates das besondere

¹) Schenkl bezeichnet I, 4, 16 oOuds z³ᷣ x6946769 8 als interessante Interpolation, die einen kundigen Leser verrate. Vielleicht haben wir es auch hier mit einem Einschiebsel aus Ktesias zu thun: Diod. II, 20, 2. 10 α τoue Adoονονς τ̈ mQπνασεεν ειμαν ας»ευν(c. 4), Borheck frg. 22(aus Athenagores): zal zds zεeνρροστεds al T Qρᷣμμν‿ρμν 9*, ⁹ουαασι‿m2 10 pdo dᷓαeτο elg zεριισντεκο⁴ ν εευτεια †ef. ꝗν‿νος τς KryGix.