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hiermit befinden wir uns aber auszerhalb des ramens unserer vorliegenden untersuchungen. so viel bausteine auch schon zusammengetragen worden sind, das werk zu vollenden, welches die sonderung des speciellen gräcoitalischen erwerbhes von dem indogermanischen erbgut bezweckt, so fehlt es doch noch an dem baumeister selbst, unter dessen händen das zerstreute material zum harmonischen ganzen wird. es dies eine untersuchung, die um so schwieriger ist, als sie nur auf grund umfassender vergleichung aller verwandten sprachen gelingen kann; es müsste ein ebenbürtiges gegenstück zu den grundzügen der griechischen etymologie sein, wie diese uns von Georg Curtius meisterhaft aufgestellt worden sind.
wir schlieszen mit den worten desselben ²³⁵):
abzuleiten, gewiss ernster erwägung wert ist. überhaupt liegt es nicht in meinem sinn, das verdienst dieses viel zu früh dahingeschiedenen sprachforschers irgendwie schmälern zu wollen; irren bleibt aber menschlich, und das hat Corssen doch nicht plos bei bucina(vgl. oben anm. 37) bewiesen, sodass seine ironische beurteilung des index überhaupt, zumal aus den anmerkungen sattsam hervorgeht, wie viel derselbe aus Corssen's werken geschöpft hat, nicht unbefangen genug genannt werden kann. denn C. bemüht sich mir gegenüber das wort Proserpina als echt lateinisch hinzustellen, obgleich ich es, wie oben zu lesen, nur in der anm. eingeklammert(eliam Proserpinam) mit anfürte, auf welches das quae singula nos refutasse pulamus' aber gar nicht anwendung finden kann, weil sämmtliche eigennamen(mit ausnahme des in der anm. zu taeda behandelten wortes Colonia sc. mala) dem plane des index gemäsz noch nicht aufgenommen worden sind. was das wort cal- ix(ic- is) becher, gefäsz, anbelangt, so ist der wechsel aus p in a vielleicht zu gewaltsam, als dass 2uε dem lat. wort zu grunde liegen könnte; es wäre dann wol an eine w. kal hehlen, bergen(Vanié. p. 38) zu denken. taeda aber(aus ℛ△ α(ind. p. 79)) hatte ich ausdrücklich als fraglich hingestellt, one dass C. dieses berücksichtigt hat; lilium und pilleus scheint er nunmehr auch für entlehnt gehalten zu haben, da er keinen gegenbeweis aufgestellt.— hinsichtlich des wortes citrus aber verweise ich auf Hehn culturpfl. p. 383:„das griechische ρσσσε, mil welchem die duftenden, unzerstör- baren coniferenhölzer, wachholderarlen, ceder, thuia articulala u s. w., die nicht nur selbst den wüurmern widerslanden sondern auch die kleider vor denselben bewarten, bezeichnet wurden,— dies εOοœs war in Ilalien durch populäre entstellung zu citrus geworden(wie mala cotonea fur 2uodνι, Luretice für Eurydice, laeda für σς und manches andere.) citrus bedeutete inbesondere das aus Afrika seit alter zeit eingefürte holz des lebensbaumes thuia arliculata, äus dessen masern in der späleren epoche des luæus und reichtums kostbare lischplatten geferligt wurden das aber mit seinem aromalischen dufte auch die motle, den erbfeind der wolletragenden völher des allertums, von den kleiderkisten fern hielt, Plin. 13, S6: übros citralos fuisse; proplerea arbilrarier lineas non leligisse.“ u. s. w.— was Corssen auf seinem gebiete geleistet, kann auch wol andern auf dem ihrigen gelingen: schwerlich wird Hehn, der doch auch die aussagen des Plinius genau untersucht hat, ebenfalls unter die neueren botaniker zu rechnen sein, denen es zugestoszen ist, cedrus mit citrus zu verwechseln.“ 235) Hbg. phil. vers. 1855. p. 8.
erst wärend des druckes der vorstehenden abhandlung geht mir eine hierher gehörige schrift zu: de vocabulis graecis in linguam latinam translatis scripsit N. J. Tuchhändler. Berolini 1876. apud Mayerum et Muellerum.'— der inhalt derselben ändert an den vorliegenden resultaten meiner arbeit wenig, da Tuchhaendler die seinige teilweise mit dem von mir zusammengetragenen material aufbaut, wenn er auch diesen und jenen baustein verwerfen zu müssen meint. er macht mir aber in seiner vorrede, die sich lediglich um den index dreht, den vorwurf, ich habe aus übergroszem bemühen, die lautgesetze der griechischen lehnwörter im lateinischen zu constatiren, gänzlich vernachlässigt, die geschichte der lateinischen sprache um rat zu fragen. über die mängel meiner arbeit habe ich mich s. z. in meiner vorrede ausgesprochen; dass sie mir nicht unbewusst geblieben sind, zeigt aber der inhalt dieser nachträge und ergänzungen. es ist mir jedoch, um eine der anschuldigungen Tuch- haendler’s zu erledigen, unklar, wozu bei einer ersten aufstellung von lehnwörtern die anfürung sämmtlicher stellen, an denen ein wort vorkommt, gedient hätte, zumal wenn die stellen nicht einmal genannt werden, sondern, es nur heiszt: ecastor Plaut. centies bis. hercle Plaut. sexcenties vicies semel. mina Plaut. centies vicies septies


