Jahrgang 
1877
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diese untersuchungen füren uns allerdings in sehr frühe zeilen und in regionen, in denen vielleicht manchem schwindlich wird. indessen können wir hier nicht vordringen, one zwei entgegengeselste eigen- schaften zu verbinden, künheit und ihres weges sich wol bewussle vorsicht. die classische philologie kann es unmöglich unlerlassen, sich an einer frage zu beteiligen, welche die grundlagen ihrer wichligslen untersuchungen an so vielen punhten berührt. freilich wird es dasu immer wider nölig, über das nächste gebiel hinauszublicken, und noch fürchlet mancher, dass dadurch die festigheit und das heimals- gefül auf diesem gefärdet werde. aber wie wir durch umschau in andern ländern uns der eigenlüum- lichkeit unsrer besondern heimat erst recht bewusst werden und diese ofl erst warhaft schätzen lernen, so gehl es auch mit solchen ercursionen zu den verwandten völkern. Wns wir an den Griechen und Römern haben, wird eben dadurch erst recht klar. das dagegen durch die erweiterung des bliches verloren geht, kann nur etiwas unwesentliches sein, das wir elwa mit dem provinciellen geist und jener bornirten überschälzung der eigenen scholle vergleichen können, welche von echter vaterlandsliebe weit verschieden isl.

u. s. W. Rübezal, Rübezal! den mixtis compositis ferner oder vocibus hibridis wurde meinerseits eine nur nebensächliche bedeutung beigelegt, da es doch vor allen dingen darauf ankam, die wirklichen lehn- wörter erst zu fixiren. in zweiter linie erst kamen dieseblendlinge' in betracht, wie sie denn auch in T.'s abhandlung nicht fehlen. T. teilt dieselbe doppelt ein: zunächst behandelt er in fünf capiteln die normen, von denen er bei der bestimmung und sammlung der lehnwörter ausgegangen ist; sodann zält er die einzelnen lehnwörter auf, wobei er sich jedoch bis auf die zeit des Lucilius beschränkt(nur Atta und Afranius sind noch hinzugezogen, um die dichter der fabula togata vollständig zu haben). nach seiner meinung sind nicht entlehnt: aranea gubernare gubernator nauta linter stega en alat eia pannus pus slilus scropha umbo scipio classis calamus pileus scutum fungus cento ciccus falx fides funda lympha marmor cupa bracchium clepere muscus perna pulmo saeta(die cursip gedruckten wörter habe ich im index nicht genannt, weil sie zweifelsone nicht entlehnt sind). es muss an einer andern stelle über die manchmal sehr willkürlichen gründe, aus welchen T. die entlehnung abweist, geurteilt werden, da der für diese abhandlung bewilligte raum schon überschritten ist. im dritten capitel fürt T. die mit bestimmtheit als lehnwörter erkannten an: prora latro morus sporta(sportula) calix fucus placenta crapula socci elogium cera hilarus. über calix s. o., socci aus Grννρννιeς abzuleiten ist wol etwas kün, ebenso erscheint mir die warscheinlichkeit, hilarus sei auf 41αραἀs trotz der vielen derivata zurückzufüren, sehr gering, auch wenn man bedenkt, dass hilarus erst im 6. jhdt. der stadt gefunden wird. das vierte capitel behandelt diejenigen wörter, die, mit dem verfasser zu reden, caligine tecta sunt. zuerst pflanzen- und tiernamen aus alter zeit: oleum oliva linum viscum leo columba; hierbei habe ich jedoch anstosz genommen an der art des citirens. da T. die citate aus dem index schöpfte, übersah er, dass z. b. die citate für Hehn culturpfl. nicht mehr richtig sind. denn 1873, wo ich meine arbeit schrieb, gab es noch keine zweite auflage; wol aber erschien dieselbe 1874, sodass T. 1876 dieselbe benutzen musste: er hat es aber vorgezogen, die citate abzuschreiben, one dies jedoch anzudeuten. ungenauigkeit hat er mir an mehreren stellen vorgeworfen; ich will ihm zwar kein Pessimum factum' daraus machen, wie er(p. 25 anm. 2) es tut, von besonderer gewissenhaftigkeit zeugt es aber weder hier noch an anderen stellen. zweitens hält T. patina carcer catinum für solche wörter, welche mit demselben rechte aus Griechenland nach Italien wie auch umgekehrt gewandert sein können; letzteres ist bei carcer(vgl. o.) sicher der fall. endlich nennt er einige wörter, die nach ihrer bedeutung und zusammensetzung griechischen ursprungs sein können, es aber nicht zu sein brauchen; fenestra pituita aura supparus modius muria taeda. bei der aufzälung der lehn- wörter im zweiten teil findet, wie ganz natürlich, Plautus die haupterwänung; speciell werden noch griechische ausdrücke und redensarten des Plautus angefürt u. dgl. m., was, wie wir sahen, Goerke ausfürlich und genau schon 1868 in seinen symbola getan hat. bei der mitunter recht groszen änlichheit der untersuchungen vermisst man doch die angabe bei T., dass Goerke hierüber schon geschrieben hat; im übrigen vgl. meine kritik über T.s schrift in Zarncke's literar. centralbl. 1877, n. 8, p. 248 u. 249.