Jahrgang 
1877
Einzelbild herunterladen

16

von den Phöniciern erhielten und später im handelsverkehr als Q 113)(= i rais dr as* 10Ov υμιςμνινιυιμνν ⁷ςομιμυκιmQάωωπιαοι, dneo dοαααεe) an die italische küste brachten, arrabo und arra daher indirect als griechische lehnwörter zu betrachten sind, und zwar ist arrabo älter(bei Plautus u. s. w.), wärend aurra der spätern zeit angehört.

aspärägus m.(wol persisch, vgl. neupers. a-sparag) spargel.

ebenfalls mittelbar als griechisches lehnwort zu betrachten, aus m° ¹¹¹), attisch dσαρα ouœαmszos entstanden, schon bei Cato und Varro in ihren landwirtschaftlichen schriften.

cunfla, Sla, conlla f. eine art der pflanze origanum(wolgemut, dosten).' einen stichhaltigen grund, warum das wort nicht ans ονιανmπ ¹¹⁵)(bei Nicand. theriaca 626) entlehnt sein kann, sehe ich nicht; die einzige ableitung cunilago, eine art cunila, steht bei Plaut. Trin. 935 Ritschl(IV 2, 90); conila ist eine weit jüngere form.

nicht einleuchtend ist ferner, warum Vaniéek cuprum nicht als griechisches lehnwort ansieht; wo er doch in den wortencuprum(Spätlat.) n. kupfer(als Cyprium, da das erz von der kupferreichen insel Kuüroos von den Griechen und Römern meist bezogen wurde), cupr-eus,-inus kupfern', gleichsam selbst den beweis dafür liefert. bemerkeuswert ist übrigens eine hierher gehörige notiz Hehns ¹¹6):»Cypern, die alte station der seefarer, erhielt den namen von den cypressen, die dem nahenden schiffer von fern winkten, oder deren holz von hier ausgefürt ward. bekannt ist, wie auch sonst inseln nach bäumen benannt sind, z. b. die Pityusen bei Spanien von der fichte, ⁹9, oder Madeira vom bauholz, a materie. nach der cypresse heiszt auch die phönicische stadt Berytus, also ganz wie griechisch Kundoloi.« das deutsche kupfer ist ein lateinisches lehnwort, aus cuprum entstanden; ahd. cuphar, chupfer, mhd. kupfer, kopfer.

gausapa f., e(is) n., es(is) m., um n. ein zottiges wollenzeug, fries, gausapatus mit fries oder mit einer decke umhüllt, gausapina f. ein kleid von fries, gausapfnus aus fries gemacht. Varro l. l. V 168:»graeca sunt εοασ τρααματ et xeererdoucrc, sic alia quaedam convivi, ut gausape.« dazu die anm. von Müller: gausapes nomen e graeca lingua Varro eodem jure repetit, quo gaunacum, quod persicum esse satis constat. ferner Charisius p. 80:»....... Varro autem de l. l. ait, vocabula ex graeco sumpta, si suum genus non retineant, ex masculino in femininum latine transire et A litera terminari, veluti 6 æαοmπιας haec cochlea, ομνQαχάη¶« haec herma, 6 TArs haec charla: ergo ö αναmνασνα haec gausapa, cui generi elegantiores addiderunt per necessitatem, ut dicerent tunicam gausapam, quod quomodo diceretur merito non constitit, quia

113) ind. p. 14; vgl. auch Mommsen röm. gesch. I p. 201 anm.:»das latein scheint, abgesehen von Sarranus, Aſer und andern örllichen benennungen(s. 143), nicht ein einziges in älterer zeit unmittelbar aus dem phoenikischen entlehntes wort zu besitzen. die sehr wenigen in demselben vorkommenden wurzelhaft phoenikischen wörter, wie namentlich arrabo oder arra und etwa noch murra, nardus u. dgl. m., sind offenbar zunäãchst lehnwörter aus dem griechischen, das in solchen orientalischen lehnwörtern eine ziemliche anzal von zeugnissen seines ältesten verkehrs mit den Aramaeern aufzuweisen hat. dasselbe gilt von dem rätselhaften worte thesaurus, mag dasselbe nun ursprünglich griechisch oder von den Griechen, aus dem phoenikischen oder persischen entlehnt sein, im lateinischen ist es, wie schon die festhaltung der aspiration beweist, auf jeden fall griechisches lehnwort (C. 178).

114) ind. p. 15. auch Förstemann ztschr. XVII 375 leitet es so ab.

115) ind. p. 29. vgl. H. Schuchardt, vocalism. d. vulgärlateins. II 136.

116) culturpfl. p. 519, anm. 64.