Jahrgang 
1877
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madar-sa ut iudicem, mess iudicium, coimdiu gen. coimded dominus.« ferner Corssen ⁹⁹): vwz. ma messen, skr. ma masz, zeit, mond; skr. mi-ma-tèé amen nach; lit. ma--ti messen, métas zeit, jar; gr. ε⁵- masz, αι‿᷑εo-u ame nach, u-d- 1 u* O-g Scheffel u. s. w. lat.-d-u-s masz, mõö-d-es-tu-s maszvoll, bescheiden, mo-d-er-ari, mo-d-iu-s scheffel u. s. w.« 100) Vaniéek: 10¹) w. ma, ma-d, ma-n, ma-n-s messen, abmessen, bilden. ma-d: möd-u-s m. masz. möd- iu- S m. scheffel(vom getreidem asz), Modiu-s ¹0²), demin. modiô-lus m. trinkgeschirr, kasten am schöpfrade, kasten der ölpresse, modi- Ali-s ein röm. masz enthaltend, modia-ti-o f. messen nach römischem masz.«

modius ist also italisches stammgut; ob auch congius, welches VanicGek ¹03) von kanha(muschel als) masz für flüssigkeilen ableitet(cong-iu-s masz, messkanne, congi-alis, driu-s zum congius gehörig, einen congius enthaltend), ist zweifelhafter, doch scheint die entlehnung aus Tosus um so unwarscheinlicher, als x wol zu c(dV9AeS calx) wird, der einschub eines nasals aber nebst gutturals eine selbst bei lehnwörtern unerhörte tatsache bleibt; weit eher wäre sprachlich an vorves, rolrezos zu denken. dieses bedeutet ein getreidemasz, soviel wie 4 oτο.⁵άα oder 2 sextarii, d. i. soviel getreide gewönlich als tageskost auf einen menschen gerechnet wurde, ein bei Herodot häufiges wort., congius aber bedeutet ein 6 sextarii enthaltendes masz, und so wäre denn vielleicht entlehnung aus zoiues anzunehmen, jedoch gleichzeitig mit der begriffsver- wechslung von zosus: man nannte congius ſ* konikos,* konkios], was dem inhalt eines Zosue entsprach, indem man das nur den dritten teil enthaltende masz irrtümlich aus dem munde des nicht allzu deutlich redenden schiffsherrn zu vernehmen glaubte.

wir wenden uns im folgenden zur besprechung einer reihe von wörtern, welche in dem schon oft angefürten etym. wörterbuche von Vanice k ¹⁰⁴) teils als dunkleundnicht griechische lehn- und fremdwörter hingestellt wurden, teils aber nach der ansicht des verfassers als echt lateinisch betrachtet werden mussten. zu den ersteren zält Vanicek: aclis alec(aleæ) amussis anquina arra arrabo asparagus cunila ſcuprum] gausapa groma lamia laridum masturbor mullus mulus piper pristis sandaraca silus tigris. nach seiner meinung sind überhaupt oder doch nur möglicher weise entlehnt: ampulla aranea argilla balinede bardus blaesus burrus caepe calamus calæ canabis

99) voc. I 431 u. 432.

10⁰) über mo-d- u=s, mo-d-iu-s Kuhn VI 105; VII 175; 226.

10¹) etym. wb. p. 116 u. 117.

102) satire des Varro(bei Nonius); vgl. geschichte der römischen literatur von W. S. Teuffel. 2. auflage. Leipzig 1872. p. 270 oben.

103) etym. wb. p. 28. vgl. Kuhn XVII 147. 329, 37. XVIII 437; s. auch Corssen oskische inschriften, Knhn n. f. II 307: koiniks= Zoluls auf dem gemäsztische oder aichungstische von Pompeji im museum zu Neapel, das heiszt auf einem steinernen tische, in dessen platte die normalmasze für flüssige und trockene gegenstände, die in Pompeji gebräuchlich waren, in form von kreisrunden, kesselförmigen vertiefungen eingelassen sind(C. Mancini, giornale degli scavi di Pompeji n. ser. 1871, p. 144 f. 146 f. 151. 152. tav. n. 1. 2).

1⁰4) etymologisches wörterbuch der lateinischen sprache von Alois Vaniéek, k. k. gymnasialdirector zu Trebitsch in Mähren(jetzt am statsgymnasium zu Neuhaus). Leipzig 1874. leider ist das versprechen des verfassers auf s. 214:Sämmtliche griechische lehn- und fremdwörler werden in dem demnächst erscheinenden griechisch-lateinischen wörlterbuche aufgefur! werden bis zu dem augenblick, wo diese blätter den druck verlassen, noch nicht erfüllt, doch steht die veröffentlichung nunmehr bald bevor.