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im anschluss daran ist auch malus mastbaum und antenna raa zu beleuchten; Mommsen sagt darüber a. a. o.:»endlich gehören hierher die zahlreichen aus dem griechischen entlehnten schifferausdrücke, obwol die hauptschlagwörter für die segelschiffart: segel, mast und raa doch merkwürdiger weise rein lateinisch gebildet sind; velum 7¹) ist sicher latinischen ursprungs; ebenso ma lus, zumal da dies nicht blos den mas!—, sondern überhaupt den baum bezeichnet; auch antenna kann von dvc(an helare, an testari) und tendere= supertensa herkommen. dagegen sind griechisch gubernare ²⁵) steuern uενέ, ancora 7s) anker ννκνανο, prora ⁷⁷) vorderteil
70 9K., aplustre 7s) schiffshinterteil à—†ραιααςσ oν, anquina ⁷⁸) der die raaen festhaltende strick dννονe, nausea ⁵O) seekrankheit ανιια die alten vier hauptwinde— aquilo der adlerwind, die nordöstliche tramontana; volturnus(unsicherer ableitung, vielleicht der geierwind), der südost; auster, der aus dörrende südwestwind, der scirocco; favonius, der günstige, vom tyrrhenischen meer herwehende nordwestwind— haben einheimische nicht auf schiffart bezügliche namen; alle übrigen lateinischen windnamen aber sind griechisch(wie eurus 51), notus ⁸²)) oder aus dem griechischen übersetzt(z. b. solanus= dxn³εde, Africus= 41%).“— dem gegenüber vergleiche man die meinung von G. Curtius, der in seinem meisterhaften vortrage ⁵³) auf der Hamburger philologenversammlung folgendes ausfürt.»Mommsen macht in seiner römischen geschichte ³⁴) eine scharfsinnige bemerkung über die ausdrücke für das schiffwesen, nävis und rémus(für resmus)= vaēꝰs und egeruös seien schon indoger- manisch, dagegen die bezeichnung für segel, mast und raae eigentümlich italisch. in bezug auf velum werden wir dies unbedingt zugeben müssen; es ist ein eigentümlich italisches wort aus indogermanischem stamm. schon zweifelhaft ist dies bei malus 85), bei welchem eine beziehung zum deutschen mast keineswegs auszer der möglichkeit liegt, zumal Hesychius ulααταάε in der bedeutung Tdνοας adμαά pfal, stange anfürt. aber anders lässt sich über antennas) urteilen, das man schon längst mit duœreto verglichen hatte, one sich die frage deutlich zu machen, ob das wort griechisch oder italisch sei. Mommsen nimmt es als italisch für an-tenda an, das er superlensa deutet. die erste silbe ist dann auf eine altitalische präposition»an«, mit der bedeutung»auf zurückzufüren, dem griechischen drch und dem gotischen ana entsprechend. allerdings nehmen ein solches»an« die herausgeber der umbrischen denkmäler an, wo antentu 8) die bedeutung von dvurecwverc zu haben scheint, und das»anx von anhelare, aufatmen, scheint desselben ursprungs; da nun in der zweiten silbe»nn« für»n d« durch die plautiuischen formen dispenn ite el diste nn ile
74) Corssen voc. I 459, 460: von der wurzel var= val bedecken; II 1018; Curtius grz. p. 192, n. 169; Vaniéek etym. wb. p. 151 von der w. vagh bewegen, faren, füren.
*6) ind. p. 41.— ⁷⁶⁸) ind. p. 12.— 71¹) ind. p. 68.— ¹⁸³) ind. p. 13.— ¹²³) ind. p. 12.— 0) ind. p. 56.— 81) ind. p. 37.— 5²) ind. p. 56.
83) andeutungen uber das verhältnis der lateinischen sprache zur griechischen von Prof. Georg Curlius(damals in Hiel) Hamburger philologenversammlung 1855. p. 3 u. f.
84) I 16 u. 196, 197.
85) Vanidek etym. wb. p. 120 u. 121 lässt ma-lu-s(= mad-lu-8) von einer w. magh fördern, gefördert sein= mögen, herkommen; Corssen dagegen voc. I 810 u. 811:»inlautendes s vor! ist auch ausgefallen in pi-la mörser, pi-lu-m stämpfel, Pilu-mnu-s u. in maã-lu-s mastbaum neben ahd. mas-kt, altnord. mas-tr, angels. mäãs-k (Schade altd. wörterb. p. 389).— Kuhn V 235. VIII 374. XVII 281.
86) Vanicek etym. wb. p. 60 u. 61 von der w. la, tan dehnen, ziehen; antenna(= anle- ken- na) segelstange; vgl. Kuhn XIV 415.
81) Curtius grz. p. 216, n. 230.


