Jahrgang 
1877
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selbständig gewordenes wort. auch teilt elep(h)antus die merkmale, von denen Mommsen ³⁸) sagt: namentlich der barbarische character, den alle diese entlehnungen an der stirn tragen, vor allem die characteristische bildung des nominativs aus dem accusativ(placenta= aαᷣνο ˙ννντας ampora= d ⁴μ⁴αοσε; statera= Gατ Q) ist der klarste beweis ihres hohen alters.« nun ist aber kaum glaublich, dass das wort& 4εκ αασφ bei allen concessionen, die wir ja selbst bei einzelnen beweisen der entlehnung nicht entbehren können(vgl. unten scirpus und griphus, von denen das letztere=†ꝙαο⁹ε, das erstere aber doch schwerlich entlehnt sein kann), einmal elepantus, elephanlus (elefantus) geworden sei, das andere mal aber die verstümmelung in chur, cboris erlitten habe, wenngleich die geringe anzal von lateinischen ableitungen(eburarius eburatus eburneolus eburneus eburnus) das wort als nicht völlig heimisch erkennen lassen. so werden wir schlieszlich auf phönicischen einfluss zurückgreifen und entlehnung des wortes ebur aus se mitischer sprache annehmen müssen.

Mommsen färt a. a. o. fort:»eben dahin gehört die entlehnung einer anzal auf'ess- und trinkwaren bezüglicher wörter 62), namentlich die benennung des els(vgl. p. 187 ³), der krüge (2u†οsus ampſhJora ampulla 64), ε⁷ο cratera ⁶s), des schmausens(Xκ᷑ εω comissari 6), des leckergerichts(6 ιον opsonium 57), des leiges(uãςᷣα massa 68) und verschiedener(?7) kuchennamen (wzobs lucuns, xlaxæoνs placenta 6⁹); ru905s lurunda).«

über turunda vgl. oben anm. 14. lucuns wird von Curtius ²⁰⁶) mit lic-i-nu-s krummgehörnt, Licin- iu-s, ohliquu-s, li- mu-s schief, schräg, luxu-s verrenkt, luæ-are verrenken zusammengestellt;»auch das nach Varro J. I. V 107 M. sabinische lirula kringel, brezel, von der verschränkten form, dürfen wir mit Döderlein lat. wortbildung s. 35 hinzunehmen. one das weiterbildende s zeigt sich der stamm mit dumpfem vocal warscheinlich in luc-un(t)-s genus operis pistorii' Paul. Epit. 119, vgl. symbola philol. Bonn. I 276. Vanicek ⁷1¹) leitet lüc-uns von der w. lak biegen, beugen, vertiefen ab. auszer lucuns, untis f. eine art gebackenes Varr. sat. Men. 71, II 2 u. 83, 2(vgl. Salmasius zu Lampr. Heliog. 32(tom. 1. p. 873)) kommt nur noch das demin. lucunculus, i, m. vor, ebenfalls eine art gebackenes, Afran. com. fr., Petr. u. a.dεες,&σσ, ev bei Nicander alexipharmaca 444 bedeutet süsz; eine entlehnung von lucuns aus Auöevra, Auxobpra ist nach den oben gegebenen etymologien nicht wol anzunehmen.

weiter sagt Mommsen a. a. o.:»dass die griechische lederarbeit in Latium wenigstens bei der armatur eingang fand, zeigt die verwendung des griechischen wortes für le der(6 x 01 09) bei den Latinern für den schild(scutum, wie lorica von lorum).«

mit demselben rechte könnte man aber auch wörter wie dratrum dolus hir horlus palma laurus furba u. s. w. für lehnwörter erklären, was bei ihrer natur als teils indoeuropäisches, teils doch gräcoitalisches stammgut völlig unmöglich ist. vielmehr ist scu-tu-m von einer w. sku abzu- leiten und verwandt mit ob-scu-ru-s und cu-li-s), sowie mit cus-U-O-s cu-r-ia haus) u. s. w.

61) röm. gesch. I 197.) vgl. oben anm. 25.*

63) jünger(als der weinbau) ist der ölbau u. sicher erst durch die Griechen nach Italien gekommen, oleum. oliva(ind. p. 58) sind aus 2αϋν, Aaia, amurca(ölhefe) aus duögyy(ind. p. 11) entstanden.

64) ind. P. 11.

65) ind. p. 27. auch ug y urceus(vgl. anm. 14) gehört hierher.

66) ind. p. 26. 6!) ind. p. 57. 6s) ind. p. 51. ⁶⁰) ind. p. 65. 70) grz. p. 367, n. 540. 71¹) etymol. wörterb. p. 142. 22²) Curtius grz. p. 168, n. 113. ⁷³) Corssen voc. I 353. 27