10
Vanicek ³⁶⁸) leitet carcer von der w. skark verschränken ab: care-er(ér-is) m. schranke, kerker, carcer-Ali-s,-Ariu-s den k. betreffend, subst.-Ariu-s kerkermeister, carcer-eus kerkerhaft, carcér-o. 1.(eccl.) kerkere ein.“— wie spät xdoxcdov und bei wem es erst vorkommt, ersehen wir aus dem lexicon: aοαισαςρον, rô, das gefängnis, carcer, D. Sic. ecl. p. 516, 38; Sophron. bei Phot. lex.; irgendwelche ableitungen nicht vorhanden, vgl. ind. p. 51 anm. 9. 8
aber auch Mommsen hat mehrfach entlehnung angenommen, wo sie schwerlich zu halten ist; ich meine Gx m0h ν scipio, εᷣꝓoœs ebur,„1vzons lucuns, zuνοðs turunda, gædros scutum*¹⁷), a⁵.⁵αινο modins, zosues congius ⁴⁸).
scrp-io stab ist mit recht von Curtius 4⁹) mit scäp-u-s schoft, scöp- ae reiser, scöp- us stengel, scop-io stiel, scam-nu-m(für r*scap-nu-m) bank zusammengestellt worden; auch die unter- suchungen von Corssen ⁵⁶⁹):»die lateinische form scyp-io könnte entstanden sein aus* scep-io qurch assimilisation des e zu T an das i der folgenden silbe; da aber griech.-æ-, diu-oτ von gr. oααπαατ, Glmπ=G„»stütze, stämme, drücke ein« nicht getrennt werden können, so muss man mit diesen griechischen wortformen zusammen lat. scip-io von einer schwächern wurzelform scip- neben skap- herleiten,« und von VanicCek 5¹), der noch scap-u-lae schulterblatt, rücken, inter- scapil- iu-m raum zwischen den schultern, inter-Sscapulu-s zwischen den schultern befindlich von der w. skap stützen ableitet, lassen eine entlehnung bei scipio ebenso wenig zu, wie bei den echt lateinischen wörtern bulbus corium nervus plaga rapum scapus scopus(stiel) stilus stipes ulcus vilulus u. dgl. m., hinsichtlich deren hier und dort der nachweis der entlehnung versucht worden ist (vgl. unten).
so richtig Mommsen nun a. a o. behauptet:»vom orient her kamen linnen und purpur, elfenbein und weihrauch, was ebenso der frühe gebrauch der linnenen binden, des purpurnen königsgewandes, des elfenbeinernen königsscepters und des weihrauchs beim opfer beweist«, so wenig kann zugegeben werden, dass die folgenden worte:»wie die uralten lehnnamen(1v ν linum)5²), O9 ꝙ U0& purpura 53); Gασρτον sceptrum 54) giνeν Scipio; auch wol à 1εαꝛς ebur, ⁵υος thus« 55) in bezug auf scipio und ebur richtig sind.
das elfenbein ist vielleicht durch griechische schiffer vom orient an die italische küste gebracht worden ⁵⁶); den namen ebur leiten wir mit VanicCek ⁵) von i5bha elefant ab, wozu die ableitungen ebur- nu-é, ebur- neu-s, ebor-eu-s, ebur-a-tu-s gehören. elephantus selbst kommt aber schon, und zwar sehr häufig, bei Plautus 5s) und auch bei Terentius 59) wie Ennius 6⁰) vor; diese latinisirte und in den casibus obliquis gewönlichere form ist bedeutend älter als elephas. letzteres ist fremdwort im eigentlichen sinne, ersteres lehnwort, d. h. entliehenes und abgeborgles, dann aber
46) etymol. wörterb. p. 185.— 41) röm. gesch. I p. 196.— ⁴8) röm. gesch. I p. 205.— ⁴³) grz. p. 166, n. 108.— 5⁴) voc. I 128. 4 01. 506;(beitr. z. ital. sprachk. p. 270).— 51) etymol. wörterb. p. 182.
52²) ind. p. 48; Hehn culturpfl. p. 147, 148, 151. vgl. jedoch Curtius grz. p. 369, n. 542, u. Corssen voc. I p. 533 u. 534.
53) ind. p. 69.— 54) ind. p. 73.— 55) ind. p. 85.
56) Hehn culturpfl. p. 308:»die möglichkeit, dass, wie ebur, barrus, palma, so auch pavo als produkt der Ophirfarten aus Karthago, Sardinien, Sicilien unmittelbar an die italische küste gelangt sei, lässt sich nicht verneinen.«
57) etymol. wörterb. p. 23.
³8) Plaut. Curc. 424 Fleckeisen(3, 54).— Mil. glor. 25, 26, 30, 235 Ritschl(I 2, 25; 26; 30. II 2, 80).
5) elefantis Terent. Eun. 413(III 1, 23).
00) elefanti Enn. ann. 273 Vahlen, elephantos Enn. ann. 591 V.


