Jahrgang 
1877
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fische mit ihrer salzigen sauce sind aber ebenfalls durch die schiffart nach Italien gekommen, vgl. halec oder hallec(alec oder allec) ro dαον oder 2uxoby. Hehn, das salz, p. 64 2²⁷):»halec, alec, alex, allec(Kuhn XIV 416) bedeutet im allgemeinen fischlake, eine sauce aus gesalzenen fischen. dass dieser name, der im übrigen nicht jung ist, da er schon in einem fragment des Plautus gelesen wird, von dem des salzes hergenommen ist, sieht man leicht.« wenn Hehn aber fortfärt p. 65:»im griechischen findet sich keine spur des wortes, und auch die ableitende endung hat kein griechisches ansehen,« so müssen wir darauf doch entgegnen dass die spur sehr deutlich in ,0ν ο G salzig, eννem das meer, uuls das salzig sein. auch salzquelle, Aνκαoνςα salzartig' vorhanden ist; die ableitende endung findet ebenfalls durch die bei lehnwörtern häufige, one bestimmte regel eintretende verunstaltung ihre erklärung. hier mag denn auch die schreibweise halcyon erwänt werden, welche für alcyon= MAzudv steht und von Förstemann ²⁸) mit recht so erklärt wird, dass man aus der form mit h den ‚meervogel' herauszuhören glaubte. ein anderes, begrifflich hierher gehöriges lehnwort ist noch salgamum, i, n. und salgama, orum n. salgamum ist aus dαμοω entstanden und bedeutet den inbegriff aller zur zubereitung von speisen und zur erquickung des körpers notwendigen dinge; duαöb heiszt salzlake, dνμαos salzig, rd αμαd= salgama, zum aufbewaren wärend des winters in salzlake eingemachte früchte, wurzeln, kräuter, brühe, eingemachtes in salz: Col. XII 4, 4. salgamarius, ii, m. entspricht der bedeutung nach dem gr. uevr¹js: der früchte in salz einmacht und verkauft, der händler mit eingemachtem in salz. Col. XII 56, 1, wie denn im griech. noch αμαᷣανοm salzig werden, αμαᷣς mit salz eingemacht, ☚α salzig sein, lεναeς das einsalzen, die salzlake und αμεᷣν einsalzen vorkommen. das euphonisch in salgamum eingeschobene g scheint auf frühe zeit der aufnahme hinzudeuten, wärend wörter wie haligeetos und halieuticus als wirkliche fremdwörter erst spät aufge- nommen und stets so behandelt worden sind. 5. pisum 60v, UG0 ²³⁹) Col. II 10.

Ourtius ³⁰) leitet mit Pictet) und Pott ³²) das wort von w. pis ab, daraus skt. pish zerreiben, zerstampfen; lat. pins-o, pis-o stampfen, pistor, pilum, pilumnu-s u. s. w. Corssen: ³³)»auch in pi-lu-m mörserkeule und Pi-l-umn-u-s ‚stampfender gott' ist das 1 warscheinlich nicht erst nach ausfall des s vor l durch ersatzdehnung gelängt worden. diese wortformen stammen mit pis-ere, pins- ere, pis-tor, pis-tr-ina, pis-til-lu-m, pis-um erbse, Pis-o allerdings von w. pis zerstampfen,

dänische folkselymologiet, das italienische etimologia popolare' u. s. w. auf unserem gebiet erinnern wir an adeps dνσαααρα) mit dem anklang an adipisci, aurichalcum für orichalcum 9eizalzos gleichsam von aurum, avertar* dogzrho an a und pertere erinnernd; incitega p vo ν als ob von in und tegere, liquiritiarr luruea(liquere), obsonium od lον(bSonare), opiferae ezrοαα)(ops und ſero), vielleicht auch noch rumpia Hougaia(rumpere) und saliva Gαο(nach oliva laig gebildet: auch zwischen fremdwörtern entwickeln sich im sprachgefül ware und falsche analogien).(Kuhn XX 340.** Corssen beitr. z. ital. sprachkunde p. 56).

) das salz. eine kulturhistorische studie von Victor Hehn, Berlin 1873.

28) Kuhn ztschr. bd. III.

29) ind. p. 65.

3⁰) grz. p. 277, n. 356 b.

31) les origines indoeuropéennes ou les aryas primitifs. Paris 1859, 63. II 288.

32) wurzelwörterbuch der indogermanischen sprachen. Detmold 1867 73. II 2, 431.

33) vocal. I 652 anm.