Jahrgang 
1877
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Juppiter heilige buche neben einer capelle stand, vgl. Varr. l. I. V 8, 49. Vanicéek, etym. wb. p. 106: fäg-u-s f. buche, fag-eu-s, in- eu=-s büchen, von wurzel bhag zuteilen; erhalten, genieszen'. Hehn, der sonst oft glücklich den sprachforscher mit dem naturforscher verbindet, erwänt fagus gar nicht; es wird aber hier schlieszlich der naturforscher doch das letzte wort sprechen müssen.

3. fascino Saoxclvc Catull. VII 11; Verg. ecl. III 103. fascinum νeνον ²⁰) Cloat. Ver. ap. Gell. XVI 12, 4. Corssen ²¹) sagt:»durch folgendes n des suffixes no ist auch vorhergehendes i bestimmt in:

fascinum, Fascinus(deus), fascinare, neben gr. G.αααα οs, 5G¶. οκααιον an eine übertragung der lateinischen wortformen aus dem griechischen darf man nicht denken, weil 6 griechischer lehnwörter im lateinischen zu b oder p wird, aber nie zu f, und weil Fa-sci-nu-s eine altrömische gottheit ist. dass aber die vorstehenden griechischen und lateinischen wörter verwandt sind, dafür spricht doch, vorläufig abgesehen von dem anlautenden consonanten, die übereinstimmung ihrer form und bedeutung. im lateinischen bedeutet fa-sci-nu-mbesprechung, beschreiung, bezauberung, behexung,« Fa-sc-i-nu-s (deus): einen sbesprechung und bezauberung abwehrenden« gott; im griechischen 9 o- g: böses nachsagend, verläumdend, beschreieud, behexend,»5α‿ςν‿αςν:»mittel gegen besprechung, behexung; amulet.« Curtius: ²2)»dass(aber) auch vor einem vocal bh one weiteres zu b geworden sei, wie es Grassmann von der w. bha, zu der er 5ασ stellt, behauptet, scheint mir unglaublich. auch die begrifflich ansprechende vergleichung von Saοlue berede und fascinare überzeugt mich davon nicht.« von sonstigen ableitungen des wortes fascinum sind noch, grösztenteils erst später vorkommend, zu nennen: fascinatio, fascinator, fascinatorius, fascinosus. meine behauptung, ²³⁸) dass ebenso gut, wie aus xlcry fluta, aus GSouνeg Bruges, aus σemꝓο fungus geworden sei, auch fascino aus adivo habe entstehen können, ist dahin zu modificiren, dass fungus, wol aus der attischen form ⁶ꝓ.σα⁶mοε entstanden, hierher als beweismittel nicht zu ziehen ist; ebenso gilt der lautwechsel ml in fl und ꝗo in br nicht für diesen fall, wo die aspirata zur media vor folgendem vocal geworden sein möchte. entlehnung ist daher in diesem falle sehr unwarscheinlich.

4. muria ακα⁴κι οeς b) ²¹) Cato r. r. 7. muries Cato r. r. 88, Fab. Pict. ap. Non. 223, 17, Fest. p. 158(b), 28 sq. muriaticus Plaut. Poe. I 2, 32; 39.

dναιμυος bedeutet salzwasser, salzigen boden, vorzugsweise eine salzige gegend am Piraeeus; dann auch in salz eingepökeltes; stammverwandte formen sind eνμνςιο, a⁵ιμάμά̈ιαemνOχwχnς, νμαιμ̈ναντ, a³ναμαιόιαοπ muria bedeutet salzlake, salz wasser, pökel, eine sauce, worin thunfische und andere geringere fische eingemacht wurden. die bedeutung der betreffenden wörter in beiden sprachen deckt sich völlig; der mangel an weiteren ableitungen im lateinischen ist, wenn auch keiu unumstöszlich sicheres, so doch bei gleicher bedeutung ziemlich warscheinliches criterium der entlehnung. jedenfalls ist dann an eine ziemlich frühe zeit der aufnahme zu denken, wo die rohe schiffersprache z. bsp.

2²0¹) ind. p. 38. 21) voc. II 257. 22) grz. p. 520. 23) ind. p. 38, anm. 3. 24) ind. p. 54.