Jahrgang 
1877
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bedeutet jedes sichelförmige werkzeug, während eπα⁵ε nach Pollux I 85 ri Gτερα πωσονμενον, die schiffsrippe ist; entlehnung daher schon wegen des lateinischen stammes falc nicht anzunehmen.

3. 1eo 16σ) Naev. fab. pall. 20 Ribb. Varr. I. l. V 100. seiner zeit schon von mir als zweifelhaft hingestellt, nach der untersuchung von Carl Pauli ³) aber sicher als indogermanisches wort zu betrachten, was letzterer im widerspruch mit Benfey(griech. w. 1. II 1), Pott(w. I 1261) und Geiger(urspr. d. spr. I 464), in übereinstimmung mit Curtius) ausgefürt hat. die wurzel liv(lu)= graugelb sein, hat sich noch sonst erhalten im lateinischen lütum, lüror; livor, ITvidus, ob-IIvio. die ausbildung eines ausdrucks für den löwen fällt nach Pauli in eine zeit, welche der ersten spaltung der Indogermanen, richtiger Indoeuropäer weit vorausliegt.

4. pëdum x/06 ¹⁰) Verg. ecl. V.SS. pedo, are Col. pedamen Col. pedamentum Varr. Hehn ¹¹) spricht von dem eigentlich grichischen ausdruck für den weinpfal: xν6½ oder ν⁶ν, ent- sprechend dem lateinischen pedare vineam, pedamentum, pedum der hirtenstab u. s. w., nur mit gesteigertem wurzelvocal, buchstäblich= got. fotus. die mehrfachen ableitungen im lateinischen lassen eine entlehnung nicht zu, eine auffassung, die mit der annahme von Curtius ¹²):»vielleicht gehört auch pedum hirtenstab in eine kategorie mit ped-u-m, op-pid-um, ped-ica u. s. w.« überein- stimmt; vgl. Vaniéek, etymol. wörterb. d. lat. spr. p. 88, der péedum von der wurzel pad gehen, treten, fallen ableitet.

von diesen vier Wörtern, deren entlehnung unstatthaft ist, gehen wir zu einigen andern über, deren herkunft für zweifelhaft gelten kann. es sind dies: cera, fagus mit fagineus und faginus, fascino, fascinum, muria, pisum, saeta.

1. cera*ς ¹³) Plaut. Ba. 715 Ritschl(IV 4, 64). ableitung: cerarium bei Cic. Verr.

III 77. E. Beermann ¹⁴¹) nennt cera nebst fagus, pisum und seta wörter, über deren herkunft man sehr

1) ind. p. 47.

8) die benennung des löwen bei den Indogermanen. Münden 1873.

9) grz. d. gr. etym. p. 369, n. 543:falls 24νν aus dem hebr. laish entlehnt wäre, musste es wol von Griechen- land aus weiter gewandert und in den ubrigen sprachen wider aus dem griechischen entlehnt sein, wogegen die selbständige form in den verschiedenen sprachfamilien sprichl.

10) ind. p. 62.

11) kulturpflanzen und haustiere in ihrem übergang aus Asien nach Griechenland und Italien sowie in das übrige Europa. historisch-linguistische skizzen von Victor Hehn. 2. umgearbeitete auflage. 1874. p. 494.

) grz. p. 245, n. 291.

13) ind. p. 21, vgl. Vanicek etymologisches wörterbuch p. 37.

14) gratulationsschrift zu G. Curtius' 25 järigem professorenjubiläum, Leipzig 1874, von seiten der mitglieder der grammatischen gesellschaft herausgegeben. Beermann trägt in seiner abhandlung, die hauptsächlich aus einer dem index entnommenen gruppirung im culturgeschichtlichen sinne besteht, als fehlend in meinem verzeichnis Ii wörter nach, von denen jedoch wirkliche lehnwörter nur S sind, nämlich anthracinus αᷣρασνοs, anthracina Varr. ap. Non. 550, 5. baxea, ae de aνμα uuedòdrov Hesych., Plaut. Men. 391. camus ιαχό Attius 302. crotalia koozdlea Petron. 67, 9. gastrumdοπαρα Petron. 70, 6. sicinnista Gεννννέστ Att. ap. Gell. XX 3, 3. urceus/ Cato r. r. 13(vgl. aber Corssen btr. z. ital. sprachk. p. 6.). auch die zusammensetzung pincerna, aus zivc u. 1r να̈¶ e⁴ν)(mundschenk) Ps.-Ascon. ad Cic. II. Verr. I 26, 67 p. 179, 2 ed. Bait. kann man füglich hierher stellen. es entging Beermann aber, dass das wort dentarpaga Varr. sat. Men. 17, 6 von dens und dρzIᷣdmeνσ abstammend, eine s. g. vox hibrida ist, mithin nach dem plane des verzeichnisses wol zur aufnahme gelangen konnte, aber keineswegs musste; es mag späterer