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der wie nach Perikles keiner Athen mit Prachtbauten geschmückt hat, der den Kölner Dom des Alterthums ausbaute, den von Pisistratus 600 Jahre vorher begonnenen Tempel des olympischen Jupiter am Ostfuss der Akropolis, den gigantischen Tempel mit 124 korinthischen Riesensäulen von je 64 Höhe und Durchmesser von mehr denn 7 Fuss, der Wasserleitungen baute und Märkte, ja einen ganzen neuen Stadttheil,»des Hadrian und nicht des Theseus Stadt«, wie die noch sichtbare stolze Thorinschrift lautet. Dieses Mannes Bild stand also auch im Parthenon. Der westliche, kleinere, von vier Säulen gestützte Raum(6³6 600u08), barg den Staatsschatz. Um die Aussenwand der Cella, 38 hoch über dem Fussboden, geschützt durch das Dach des Säulenumgangs, lief rund herum, im Ganzen über 500 Fuss lang, ein in sehr flachem Relief gearbeiteter Fries, zusam- mengesetzt aus Platten von einem Meter Höhe, darstellend den panathenäischen Festzug, erdacht von Phidias. An der Rückwand des Tempels, der Westseite, sieht man die Theilnehmer zum Zug sich ordnen, Jünglinge legen die Festgewänder an, bändigen und tummeln die Rosse, Festordner durchwandern die Gruppen. An den Langseiten strebt der geordnete Zug voran gen Osten: die Südseite zeigt dichte Schwärme von Reitern, die kurzen, gedrungenen Rosse bäumen sich in prächtigen Gruppen; Kriegswagen mit Hopliten zur Seite; Bürger, in den Händen heilige Oelzweige; die Festhekatombe: Prachtkühe, widerspenstig die einen, die andern willig geführt von Dienern und Opferpriestern; an der Nordseite drängen sich noch dichter die Schwärme der Reiter und Wagen, der Sieger in den Kampfspielen; vor ihnen die Opfergaben aus den Colonien, die Träger der Opfer- geräthe, Kithar- und Flötenspieler. An der Ostseite sodann naht es sich von rechts und von links her, Frauen und Jungfrauen kommen züchtigen, feierlichen Schrittes mit Opfergeräth, Becken und Schalen, Kannen, Rauchgefässen und Stühlen; die neun Archonten, auf Stäbe gestützt, empfangen den Zug, der hier sein Ziel erreicht: da thronen auf goldenen Stühlen inmitten ihres Volkes die Götter, Athene vor allem, dann die übrigen Schutzgottheiten des attischen Landes, Zeus und Hera dürfen nicht fehlen, auch Poseidon nicht und Apollo, und nicht Aphrodite mit Eros und Peitho; in der Mitte der Götter, im inneren Heiligthum stehen die Jungfrauen schon, überreichend der Priesterin den Peplos für das uralte Bild der Athene Polias.
Auf den 92 Metopen, den über 4 hohen quadratischen Platten zwischen den Trigiyhen, wurden einzelne Kampfesscenen dargestellt. Götter und Giganten, Centauren und Lapithen, Amazonen und Krieger des Theseus, alles nicht ohne symbolische Beziehung auf Athenes und der Athener Ruhm.
In den beiden Giebeln aber stellte Phidias in kolossalen, ganz frei auf dem mächtig ausladenden Geison(Kranzgesims) stehenden Figuren folgendes dar: In dem Ostgiebel die Geburt der Athene, oder vielmehr ihr erstes Auftreten unter den Göttern, denn sie sprang ja, mutterlos, völlig gewappnet aus ihres Vaters Haupt, Nike eilt ihr entgegen, Iris schwebt vom Olympos herab, die Botschaft zu verbreiten, links taucht Helios mit den schnaubenden Rossen aus den Fluthen, rechts sinkt Selene ins Meer hinab. Im Westgiebel schaute man Athenes Streit mit Poseidon um den Besitz des attischen Landes: der Meergott schuf eine Salzquelle, aber Athene den Oelbaum, dies Göttergeschenk für das dürre, felsige Land, und damit siegt sie, Poseidon weicht entsetzt zurück, Athene eilt zu ihrem Siegeswagen. Der Schauplatz ist die Akropolis selbst, Ilissos und Kephissos, die Flussgötter,
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