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Erreichung dieses Resultats mussten über einhundert dreissig tausend Karrenladungen Schutt und Erde weggeräumt werden, es war ferner der ganze Raum zu überwölben, und die Grundmauern der neuern Kirche durch Pfeiler, Mauerwerk etc. zu stützen. Es hat sich nun gezeigt, dass die alte Basilika bedeutend grösser war, als die jetzige. Irgendwann muss sie in Trümmer gelegt worden sein, worüber uns freilich keine direkten Nachrichten aufbewahrt sind, darauf muss man die noch stehengebliebenen Mauerreste gleichimässig bis zur Höhe von 12 Fuss über dem Fussboden abgetragen, den Zwischenraum völlig mit Schutt ausgefüllt und darauf die neue Kirche gebaut haben. Das alte Niveau muss sich demnach in der Umgebung der Kirche allmählich, oder, durch irgend ein gewaltsames Ereigniss plötzlich, um 12 Fuss erhöht haben. Der Neubau geschah so, dass man auf der Mauer gegen die Strasse hin, also nach Süden, einfach fortbaute; die Säulenreihe zwischen dem südlichen Schiff und dem Mittelschiff entspricht sich unten und oben gleichfalls, dagegen errichtete man über der Säulenreihe zwischen dem alten Mittelschiff und dem alten Nordschiff bereits die nörd- liche Umfassungsmauer der heutigen Basilika. Die Zwischenräume zwischen den alten Säulen wurden vermauert, um eine Stütze für die obere Säulenreihe, resp. die neue Nordmauer zu gewinnen. Dann hatte man aber oben ja kein Nordschiff? Wie gewann man ein solches? Einfach dadurch, dass man von dem schönen, hreiten Mittelschiff ein Stück abschnitt, das freilich recht eng und schmal ausfiel, viel schmäler, als das Südschiff oben. Die Verhältnisse des Neubaus auszugleichen, schnitt man nun den Narthex ganz weg, so dass der alte Narthex jetzt unter dem neuen Vestibulum liegt. Die Apsis war nun auch zurecht zu rücken, man liess sie nach Süden hin auf demselben Punkt ansetzen wie die frühere, schlug aber den Halbkreis mit kleinerm Radius, so dass ein Theil der alten Apsis jetzt ausserhalb der modernen Kirche liegt. Man kann sich denken, welche Mühe, Sorg- falt und Kosten es verursachte, den alten Raum im Zusammenhang blosszulegen, wie wirklich ge- schehen ist, denn man musste ja die Fundamente der ganzen Nordmauer der jetzigen Kirche, sowie die der Apsis untergraben, durchbrechen und durch mächtige Stützen neu befestigen. Gewiss, es mag selten irgendwo, um ein Denkmal der Vorzeit zugänglich zu machen, das immerhin doch nicht zu den allerhervorragendsten Kunstwerken gehört, eine so umfassende Arbeit unternommen worden sein. Doch war das Unternehmen so lohnend, als man nur irgend hätte erwarten können. Man fand, wie gesagt, ein kleines christliches Pompeji, die Wände bedeckt mit alten Bildern und In- schriften, zum Theil zwar zerstörten, aber auch zum Theil vortrefflich erhaltenen. Cyrills wahr- scheinliches Grab fand sich auch, aber leer. Gaudericus sagt nämlich, man habe Cyrill beigeselzt: in monumento ad id praeparato in basilica beati Clementis ad dexteram partem altaris ipsius. An diesem Orte nun, angelehnt an die Südwand, fand sich in der That ein zu dieser Beschreibung pas- sendes Mauerwerk, wovon unten noch mehr zu sagen sein wird. Es fanden sich ausserdem andere Gräber und noch mancherlei Merkwürdiges. Da unten ist es, als müssten die Wände und die kost- baren Marmorsâulen noch wiederhallen von altchristlichen Hymnen, die soeben da noch erklungen wären.
Die neuangelegte Treppe führt uns zunächst in den alten Narthex. Dieser war architekto- nisch getreunt von der übrigen Kirche, eine-Art Ouerschiff, mit fünf antiken Marmorsäulen gegen das Hauptschiff hin. Die Basilika selbst hatte 16 Säulen, meist weisser Marmor, aber auch schwärz- licher, der kostbare verde antico(grün mit weiss und roth), Granit u. s. w., theils sind sie glatt, theils cannelirt, einige quer gewunden cannelirt; wir finden, dass von einigen Säulen nur noch
die Basis da ist, der Raum der Saule selbst ist dann nachträglich mit Ziegelbau ausgefüllt, einige 3


