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Landbeſchreibungen, die er anfertigen ließ und welche Strabo unter ſeinen vorzüglichſten Quellen nennt; und endlich aus den zahlreichen Städtegründungen, deren Verdienſt und Zweck Grote vollſtändig in Abrede ſtellt. Es mag ſein, daß Alexander mit dieſen Städteanlagen zugleich einem militäriſchen Zwecke genügte; Stellen wie die 7, 6, 1 dr rGν πνπεέαν— vxατ⁶ςe beweiſen, daß dieſer Zweck allerdings mitbeſtimmend war. Aber wie abſtract und vorausſetzungslos ſtellt Grote ſeinen Alexander dar, wenn er vorausſetzt, daß ein König von Macedonien, einem Lande, in welchem der Gegenſatz des ſtädtiſchen und des Hof⸗ und Dorflebens doch eine ſo große Rolle ſpielte, ein Sohn des Philippos, dem ihn Arr. 7, 9 nachrühmen läßt, daß er üuας aAνντα α νςονα—— n62cν τε oOlνmοοσς dεꝙρσ uœ v6,μοωιι ἀ υνεσ ονστονς εεναμπsν, ein Schüler des Ariſtoteles, der über die Grundbedingungen und Zwecke ſtaatlichen Zuſammenſeins mit ſo vollkomme⸗ ner Klarheit ſchrieb, blind geweſen ſei gegen alles Das, was dergleichen Städte einem Reiche wie das ſeinige werden konnten,— und daß er Wirkungen nicht gekannt und beachtet habe, welche einem ſo kümmerlichen Geiſte wie dem des Iſocrates deutlich waren. 11) Jene Städte wurden von ſelbſt Pflanzſtätten helleniſcher Bil⸗ dung; und wie Alexander ſelbſt ſeiner Bildung nach durchaus Hellene war, ſo wußte er auch den politiſchen Werth der geiſtigen Kräfte, in denen die Griechen ſo durchaus überlegen waren, der Künſte und der Wiſſen⸗ ſchaften, vollkommen zu ſchätzen; und wenn Etwas geeignet iſt, ihn aus der Menge gewöhnlicher Eroberer herauszuheben, ſo iſt es die einſichtige und aufrichtige Werthſchätzung, die er neben den Männern der tech⸗ niſchen Kunſt und Fertigkeit auch den Männern der reinen Kunſt und der reinen Wiſſenſchaft, den Dichtern und den Philoſophen und den Hiſtorikern, den Malern und Bildnern, den Schauſpielern und Muſikern bewies. Wer wollte leugnen, daß ſchon der Verſuch, ein ſolches Reich mit ſolchen Mitteln wirklich zu regieren den Mann, der es unternimmt, mit einem Ruhme ſchmückt, neben dem der Ruhm des Feldherrn und des Eroberers, auf welchen Grote Alexander beſchränken möchte, zur Bedeutungsloſigkeit herabſinkt? Daß Ale⸗ rander auf dieſen Ruhm Anſpruch hat, ſcheint uns unzweifelhaft, ſobald man ſein Auge nicht dem Zuſam⸗ menhang deſſen, was Alexander inmitten ſeiner Siege anordnete, verſchließt. Ob Alexander die Geduld, die Selbſtbeherrſchung, die Kraft der Entſagung, die zur Durchführung dieſer Seite ſeiner Aufgabe gehörte, beſeſſen haben würde,— dies iſt eine Frage, die eine neue Unterſuchung, eine Unterſuchung über die Bezie⸗ hungen Alexanders zu den weſtlichen Völkern und Staaten, erforderte. Dieſe Unterſuchung, ſchwierig und bei dem Stande der Quellen unſicheren Erfolges, gehört nicht mehr zu der Aufgabe, die wir uns hier geſetzt hatten.
¹1¹) Im Verfolg der oben angeführten Stelle Phil. 120.


