Jahrgang 
1926
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g. Teilnahme am freiwilligen Unterricht und an Arbeitsgemeinschaftfen.

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Es kamen im danzen 5 Axrbeitsgemeinschaffen zustande und zwar für Deutschkunde, für Geschichle und für Physik. In der Arbeitsgemeinschaft für Deutschlunde behandelte Sfudien- rat Dr. Blume mit 18 Schülern der Prima während des Winterhalbjahrs in wöchenilich zwei Sftunden Werke von Theodor Storm, dann den ersten Teil von Goefthes Faust. In der ge- schichilichen Arbeitsgemeinschaft besprach Sfudienrat Claus mit 4 Primanern während der Win- fermonate die Wirtschafts- und Kulfturgeschichte des spatern Mittelalters an der Hand von Ur- kunden und sonsfigen OQuellen in wöchenllich 2 Stunden In der Arbeifsgemeinscheft für Physik, die von Mai bis September 1925 dauerfte, wurden in wõchentlich einer Stunde von Studienrat Dr. Schumacher die physikalischen Grundlagen des Rundfunks in Vorfrägen und Versuchen behandelt, der Bau von einfachen Zweiröhrenapparaten mitf Verstarkern erklärt und auch prak- fisch von den Schülern durchgeführt.

h. Schülerselbsfverwaltung.

Jede Klasse hatte ihren gewäahlten Vertrauensmann und dessen Stellvertrefer, die wieder- holt Anregungen und Wünsche vorbrachten, die Primaner unterstützten die Lehrer bei der AXuf- sicht im Gebäâude und auf dem Hofe. Schülervereine sind im allgemeinen nicht mehr lebens- fählg, da die meisten Schüler den Jugendgruppen anderer Vereine angehören, was ihnen ja freisteht. So hat sich auch der Gymnasialruderverein mit der jJugendgruppe des Ruderclubs vereinigt, weil auf diese Weise durch geeignele Lehrer die Ausbildung besser durchgeführt werden konnte. Nur die Schulgruppe des Vereins für das Deufschtum im Ausland entwickelfe sich weiter und zählt jetzt 160 Mitglieder, die einen Monatsbeitrag von 0,20 Mk. bezahlen. jeden Monat findet eine Versammlung in der Aula statf, in der ein Vertrag gehalten wird. Am 22. 3. 1925 fand das Sommerfest der Schulgruppen in Garbenheim statt, das gemeinsam mit der Schulgruppe des Lyzeums und der Frauenschule veranstallet wurde und wobei Mädchen und Knaben in Darbietungen aller Art wefteiferten. Am 30. 1. 26 wurde der Kufsteinfilm im Licht- spieltheater beiden Gruppen vorgeführt. Der Gesundheiftszustand war durchweg gçut; an- steckende Krenkheiten kamen nicht vor. Zur Teilnahme an der Schulspeisung(Trinkfrühsfück) wurden die Schüler der Anstalt wohl von der Stadtverwaltung aufgefordert, aber schließlich doch nicht berücksichtigt. Eine schulärztliche Beaufsichtigung wird nichft ausgeübt. Ein Schüler- heim oder Alumnat ist nicht mit der Anstalt verbunden.

i. Schulgeld, Freistellen usw.

Das Schulgeld betrug monatlich 10 R. M. Im Sommer hatien 20 Schüler ganze und 15 Schüler halbe Freistellen; im Winter waren 20 ganze und 11 halbe Freistellen verliehen. Er- ziehungsbeihilfen erhielten im Laufe des Schuljahrs die Eltern von 11 Schülern im Gesamt- betrage von 1100 R. M. Was die Ermäßigung des Schulgeldes betrifft, so haffen 64 Schüter 25%, 14 Schüler 50%, 1 Schüler 100% Ermäßigung, weil Geschwister höhere Schulen oder Hochschulen gleichzeitig besuchten. Eine reichhaltige Untferstützungsbücherei ermôglichte es, weniger bemiftftelten Schülern die notwendigen Lehrbücher leihweise zu überlassen. Fôrder- kurse fanden nicht statt.