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Freytags, K. F. Meyers und Dahns, aber auch über berühmte Reiseschilderungen und technische Fortschritte unserer Zeit. Einige Gedichte Walthers im Urtexte wurden auswendig gelernt. Gudrun, Parzival und andere epische Dichtungen wurden besprochen. 8 Aufsätze, davon 3 in der Klasse. Prenzel.
Die Aufgaben waren:
1. Von welchen Werken, die ich nach eigener Wahl gelesen, sind mir dauernde Eindrücke geblieben?— 2. a) UÜber die Verkehrsmittel der Gegenwart. b) Hildebrand und Walther, zwei germanische Helden.— 3. Wer ernten will, muß säen.(Klassenaufsatz).— 4. Die Entführung Hildes verglichen mit dem Raube Gudruns.— 5. Durch welche Taten und Charakterzüge wird das Grauenhafte im Wesen Hagens gemildert?— 6 Mit welchem Rechte trägt Alexander den Beinamen des Großen?(Klassenaufsatz).— 7. Welche wichtigen Zeitfragen werden schon im 1. Akte von Goethes Götz von Ber- lichingen berührt?— 8. Der Goethesche Egmont.(Klassenaufsatz).
Lateinisch: 7 St. Lektüre 5 St.: Cicero, Laelius. Sallust, Bellum Jugurthinum in Auswahl. Livius Buch 21 und 22 in Auswahl. Vergil, Auswahl aus den Büchern 1, 2, 4 und 6. Grammatik 2 St.: Grammatische Wiederholungen und stilistische Belehrungen im Anschluß an die Grammatik, mündliche Übersetzungsübungen aus dem Ubungsbuche. Schriftliche Arbeiten im Sommer alle 14 Tage, seit Herbst neben regelmässigen Übungen alle vier Wochen ein Extemporale; dazu in jedem Dritteljahr eine Übersetzung ins Deutsche. Eine kurze Ausarbeitung. Hippenstiel und Caesar.
Griechisch: 6 St. Lektüre 5 St.: Herodot 8. und 9. Buch mit Auswahl. Lysias, aus- gewählte Reden(über den Olbaum und für Mantitheos). Homer, Odyssee, Buch ô bis 22 mit Auswahl. Grammatik 1 St.: Tempus- und Moduslehre sowie Wiederholungen. Schriftliche Uber- setzungen ins Deutsche, im Sommer abwechselnd mit Übersetzungen ins Griechische, alle 14 Tage als Klassenarbeit; dazu im Sommer eine kurze Ausarbeitung. Im Winter UÜbungsarbeiten und alle 6 Wochen eine Übersetzung ins Griechische als Klassenarbeit. Czwalina.
Französisch: 3 St. Corneille, Le Cid. Zola, La Débâcle. Häusliche Lektüre: Monod, Allemands et Français. Einige Gedichte. Grammatische Wiederholungen und regelmäßige Übungen im Übersetzen ins Französische. Einprägung wichtiger idiomatischer Wendungen aus der Lektüre. Regelmäßige Sprechübungen bei der Lektüre und nach Anschauungsbildern. Schriftliche Arbeiten bis Herbst alle drei Wochen, dann alle vier Wochen als Extemporalien. Eine kurze Ausarbeitung. Hippenstiel.
Englisch(wahlfrei); 2 St. Aneignung der Aussprache. Lektüre zusammenhängender Stücke und Einprägung der notwendigsten Regeln der Formenlehre und Syntax. Sprechübungen. Zwei schriftliche Übersetzungen ins Englische in jedem ODritteljahr. Häufige schriftliche UÜbungen. Wenzel.
Hebräisch(wahlfrei): 2 St. Formenlehre bis einschließlich der Verba mediae geminatae und des Nomens mit Suffixen. Ubersetzungsübungen auch aus dem Deutschen. Elf Arbeiten, davon vier in der Klasse. Prenzel.
Geschichte und Erdkunde: 3 St. Die Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders des Großen und der römischen bis zum Tode des Kaisers Augustus. Eine kurze Ausarbeitung. Erdkundliche Wiederholungen. Czwalina.
Mathemati: 4 St. Wiederholung des Lehrstoffs der Untersekunda. Gleichungen zweiten Grades mit zwei Unbekannten. Zinseszinsrechnung. Abschluß der Ahnlichkeitslehre. Stetige Teilung, harmonische Teilung, Transversalen. Anwendung der Algebra auf die Geometrie. Kon- struktionsaufgaben. Trigonometrie. Einfache Dreiecksberechnungen. Brass.


