Jahrgang 
1909
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II. Aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

1. Berlin, d. 13. VII. 08. Eine Befreiung vom Turnunterrichte ist nur dann auszu sprechen, wenn wirkliche Leiden nachgewiesen werden, bei denen eine Verschlimmerung durch das Turnen zu befürchten ist. Weiter Schulweg, Bleichsucht, Muskelschwäche, Rachenkatarrh und ähnliche Dinge können nicht als ausreichende Gründe für die Befreiung erachtet werden.

2 Berlin, d. 11. VII. 08. Der Herr Minister erachtet es für angezeigt, allgemein anzu- ordnen, dass bei den Gymnasien die einzelnen Prüflinge(Reifeprüfung) für die mündliche Prüfung zwischen Französisch und Englisch selbst zu wählen haben.

3. Coblenz, d. 31. X. 08. Die Ferienordnung für das Schuljahr 1808 wird festgesetzt. Siehe unter VI dieses Berichts.

4. Coblenz, d. 3. IX. 03. K. P. S. K. beauftragt den Unterzeichneten, nach dem Tode des bisherigen Kassenführers die Anstaltskasse dem Lehrer am Gymnasium Cloos zu übergeben.

5. Coblenz, d. 18. XII. 08. Das K. P. S. K. ermächtigt die Leitung der Anstalt, den Seminarlehrer Pheiss hierselbst von Ostern ab zur Erteilung des Chorgesangunterrichts an der Anstalt heranzuziehen.

6. Coblenz, d. 8. J. 09. Die Mitteilung, dass der Herr Minister durch Erlass vom 8. XII. 08(U II. 7894) den Kgl. Gymnasialdirektor Dr. Caesar von Moers in gleicher Eigenschaft vom 1. IV. 00 ab nach Wetzlar versetzt hat.

7. Coblenz, d. 2. II. 09. Die Mitteilung, dass Professor Dr. Heep unter dem 9. I. 00 von S. Majestät zum Kgl. Gymnasialdirektor ernannt und ihm vom Herrn Minister die Direktion des Kgl. Gymnasiums in Marienwerder vom 1. IV. 00 ab übertragen worden sei.

8. Coblenz, den 13. III. 00. Ein Erlaß des Herrn Ministers vom 6. III, 00(Ull 726) wird bekannt gegeben, durch den das Schulgeld in den Klassen Prima und Obersekunda vom 1. III. O0 auf 150 Mark erhöht wird. Über eine anderweite Bemessung des Prozentsatzes für Schulgeldbefreiungen behält sich der Herr Minister die Entscheidung vor.

9. CSoblenz, d. 18. IlI. 00. Durch Erlat vom O. III. d. J. ist durch den Herrn Mi- nister die Einführung der Katholischen Schulbibel(Volksschulausgabe) von Dr. Jakob Ecker(Trier 1908) von Ostern ab genehmigt.

Gnl. Zur Geschichte der Anstatt.

1. Lehrerkollegium.

Der Kandidat des höheren Schulamts Röhrig vom pädagogischen Seminar am Kgl. Gymnasium zu Coblenz, der zwei Monate hindurch den infolge eines Unfalls von der Schule ferngehaltenen Prof. Dr. Hippenstiel vertreten hatte, wurde zum 1. April zur Ableistung seines Probejahrs dem Ludwigs-Gymnasium in Saarbrücken und zur Vertretung eines beurlaubten Ober- lehrers überwiesen. An seine Stelle trat zur Vertretung des Professors Hippenstiel, der leider noch nicht wieder hergestellt war, der Kandidat Karl Decker vom pädagog. Seminar am Realgymna- sium zu Krefeld. Seine Tätigkeit hier währte bis zum 30. Juni. Am 1. Juli übernahm dann Professor Dr. Hippenstiel seine amtliche Wirksamkeit wieder., Inzwischen aber war das länger Befürchtete eingetreten. Hlerr Direktor Dr. Fehrs hatte, infolge sehr geschwächter Gesundheit,