Jahrgang 
1906
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II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

1. Coblenz, den 30. März 1905. Die Vorschrift über die Ergänzung der Offiziere des Friedensstandes(Offizier-Ergänzungs-Vorschrift) nebst Dienstordnung für die Ober-Militär-Prüfungs- kommission vom 18. März 1905 wird mitgeteilt.

2. Coblenz, den 17. Mai 1905. Es sind genauere Bestimmungen über die Anforder- ungen getroffen, welche hinsichtlich des Sehvermögens an die Anwärter des Königlichen Forst- verwaltungsdienstes zu stellen sind.

3. Berlin, den 16. Dezember 1905. Der zweite Absatz im§ 4 der Bestimmungen vom 24. Januar 1903 über die Vorbereitung für den Königlichen Forstverwaltungsdienst erhält folgen- den Wortlaut: Dem eigenhändig schriftlich abzufassenden Antrage ist beizufügen: 1) ein Schul- zeugnis der Reife oder, wenn ein solches noch nicht vorgelegt werden kann, eine vorläufige Be- scheinigung des Leiters der Schule darüber, daß der Antragsteller zur Reifeprüfung im Oster termine bereits zugelassen worden ist oder zur Reifeprüfung im nächsten Herbsttermine voraus- sichtlich zugelassen werden wird und die Klassenleistungen in der Mathematik unbedingt ge nügt haben.

4. Coblenz, den 7. Dezember 1905. Die Ferienordnung für das Schuljahr 1906/07 wird festgesetzt wie folgt:

1. Anfang des Schuljahres: Mittwoch, den 25 April 1906;

2. Pfingstferien. Schluß des Unterrichts: Freitag, den 1. Juni, Anfang des Unterrichts: Dienstag, den 12. Juni;

3. Herbstferien: Schluß des Unterrichts: Mittwoch, den 8. August, Anfang des Unter- richts: Donnerstag, den 13 September;

4. Weihnachtsferien: Schluß des Unterrichts: Samstag, den 22. Dezember 1906, Anfang des Unterrichts: Dienstag, den 8. Januar 1907;

5. Osterferien: Schluß des Schuljahres 1906: Mittwoch, den 27. März 1907; Anfang des Schuljahres 1907: Dienstag den 16. April 1907.

Der Unterricht wird vor den Ferien jedesmal vormittags 12 Uhr geschlossen.

I. Chronik.

Das Schuljahr begann am 4. April 1905. An die Stelle des Lehrers Richard, der nach einjähriger Tätigkeit bei der Anstalt an die hiesige höhere Stadtschule übergegegangen war, trat der Lehrer Friedrich Henrich von hier, der bis dahin einen Präparandenkursus geleitet hatte. Der Kandidat des höheren Schulamtes an dem Pädagogischen Seminar des Königlichen Gymnasiums zu Düsseldorf Dr. Ernst Arndt übernahm die Vertretung des im Sommerhalbjahr zur Herstellung seiner Gesundheit beurlaubten Oberlehrers Koellein.

Vom 27. bis 29. April war der Lehrer Cloos durch Krankheit genötigt, von der Schule fern zu bleiben. Vom 6. bis 8. Mai war der Direktor abwesend.