der mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftlichen Fächer befähigt die Schüler zum Studium aller an der techniſchen Hochſchule, Handelshochſchule und landwirtſchaftlichen Hochſchule vertretenen Fächer. Der Volksſchullehrer muß in Zukunft die höhere Schule beſucht haben. Die oben erwähnten Volkskreiſe werden nach wie vor einen großen Deil der Lehrerſchaft ſtellen. Die Aufbauſchule, die organiſch an die Volks⸗ ſchule anknüpft, darf als beſonders geeignete Vorbereitungsanſtalt für die Arbeit an den pädagogiſchen Akademien angeſehen werden.
Schulgeld.
Das Schulgeld beträgt jährlich 200 Mk. Es iſt in monatlichen Teilbeträgen. im Voraus zu zahlen. Von dem Schulgeldaufkommen ſteht ein Betrag bis zu 20% für Geſchwiſterermäßigungen und zur Förderung begabter bedürftiger Schü⸗ ler zur Verfügung.
Das Schulgeld ermäßigt ſich, nach dem Lebensalter gerechnet, für das zweite Kind des gleichen Erziehungsberechtigten um 25%, für das dritte Kind um 50%, das vierte und jedes weitere Kind des gleichen Erziehungsberechtigten iſt ſchulgeldfrei. Dabei werden ſolche Kinder gezählt, die eine im deutſchen Reich ge⸗ legene öffentliche oder private mittlere, höhere Fach⸗ oder Hochſchule beſuchen, gleichgültig, ob das erſte Kind Schulgeldbefreiung oder Schulgeldermäßigung genießt.
Im Berichtsjahre hatten ſieben Schüler eine ganze und fünf Schüler eine halbe Freiſtelle; vier Schüler wurden mit Erziehungsbeihilfen bedacht. Außerdem konnten für eine Reihe von Schülern freie Lehrmittel beſchafft werden.
Stiftungen.
Mit Hilfe der hieſigen Induſtrie iſt es uns gelungen, umfangreiche Ein⸗ richtungen für den Werkunterricht zu ſchaffen. Die Anſtalt beſitzt eine reich aus⸗ geſtattete Schreinerwerkſtatt mit vier Hobelbänken, eine Dreherei für Holzarbeit und Feinmechanik mit elektriſchem Antrieb, eine Schloſſerei mit Feldſchmiede und eine Buchbinderei. Für die biologiſchen übungen ſtehen 16 Mikroſkope zur Ver⸗ fügung. Für dieſe Einrichtungen haben nennenswerte Beiträge geliefert: Die Firma Ernſt Leitz, Optiſche Werke, die Zweigſtelle der hieſigen Siemens⸗Schuckert⸗ Werke, Herr Chriſtian Cloos und Herr Walter Gärthe. Beſonders erwähnen möchten wir noch die tatkräftige Anterſtützung von Seiten der ſtädtiſchen Be⸗ triebswerke und des Herrn Bürgermeiſters Dr. Kühn. Kleinere Zuwendungen erhielten wir aus Elternkreiſen in Form von Apparaten für den phyſikaliſchen Anterricht. Allen freundlichen Spendern ſei hiermit der Dank der Anſtalt öffent⸗ lich ausgeſprochen.
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