12
der großen Zeit waren noch jugendfrische rüstige Männer, deren Begeisterung von 1870/71 auch auf uns sich übertrug. Wir preisen uns glücklich, die Tage eines Kaiser Wilhelm, eines Carl Alexander, eines Bismarck und Moltke erlebt zu haben. Die Erinnerung an diese herrliche Zeit frisch zu erhalten und sie bei unserer Jugend eine Quelle echter Vaterlands- liebe werden zu lassen, das betrachte ich als eine heilige Aufgabe des Lehrerstandes. Meine Ansichten über die Ziele unserer Gymnasialbildung habe ich nun mitgeteilt. Ob sie richtig und durchführbar sind, muß die Zukunft ergeben. Jedenfalls trete ich aber in mein neues Amt ein mit dem festen Willen, meine ganze Kraft dieser Stätte alten Segens zu weihen. Dazu helfe mir Gott. Er nehme mich in seine Hände und führe mich. Amen!
Außer geschichtlicher und zeitschriftlicher Literatur sind besonders benutzt worden Friedrich Paulsens pädagogische Schriften und Rudolf Lehmann, Frziehung und Unterricht, Berlin 1912. Wertvolle Dienste haben geleistet die von Eugen Grünwald herausgege- benen Veröffentlichungen der„Vereinigung der Freunde des humanistischen Gymnasiums in Berlin und der Provinz Brandenburg“, Berlin 1909— 1912, sowie die in diesem Kreise ge- haltenen Vorträge von Adolf Harnack, Die Notwendigkeit der Erhaltung des alten Gymna- siums, 1900, Gustav Roethe, Humanistische und nationale Bildung, 1906, Eduard Meyer, Huma- nistische und geschichtliche Bildung, 1907, Alois Riehl, Humanistische Ziele des mathemat. und naturwissenschaftlichen Unterrichtes, 1900, Paul Cauer, Wissenschaft und Schule in ihrem Verhältnis zum klassischen Altertum, 1910, Otto Immisch, Das Erbe der Alten, 1911, Theod. Kipp, Humanismus und Rechtswissenschaft, 1912.


