Jahrgang 
1879
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mit einigen älteren Schülern die Anfangsgründe des Lateinischen, und kam dann, zumal der Tod ihm auch seine Mutter entriss, etwa um 1815 in das Haus eines Onkels, der Geistlicher in Ei- senach war. Daselbst nahm er nicht allein eifrigen Antheil an den allgemeinen Turnübungen, welche damals auch hier abgehalten wurden, sondern besuchte auch das Gymnasium, wo ihn na- mentlich die Lectionen bei dem zu jener Zeit in das Lehrercollegium neu eingetretenen Professor Briegleb fesselten, der, wie er noch in späten Jahren rühmte, es verstand, seine Schüler na- mentlich für Altdeutsch und Homer zu begeistern. Auf ihn auch dürfte es zurückzuführen sein, dass mein Vater beim Verlassen der Schule zur Abiturientenrede das Thema erhielt:Vergleichung des Nibelungenliedes mit der Ilias; das Concept desselben liegt, fast vollständig erhalten, noch heute vor mir. So bezog er denn Michaelis 1821 die Universität Jena, um hauptsächlich Theo- logie zu studiren: er hörte namentlich bei Schott, Luden, Göttling. Baumgarten-Crusius, und be- theiligte sich am homiletischen Seminar. Gern hätte er auch andere Hochschulen besucht, wenn seine Mittellosigkeit ihn nicht daran verhindert hätte, konnte er sich doch auch in Jena nur durch Stipendien und Freitische, sowie namentlich durch Preise, die für wissenschaftliche Arbeiten ge- zahlt wurden, erhalten, und litt sogar öfter empfindlichen Mangel. Doch hinderten ihn diese Widerwärtigkeiten nicht, ein frischer Student zu sein: geachtet und geliebt von seinen Commili- tonen durchstreifte er die Umgebung Jena's, spielte gern und meisterhaft Schach zu Vieren, und besuchte, ein grosser Freund aller Leibesübungen, Turnplätz und Fechtboden nicht minder fleissig als die Collegia, mit ganzem und vollem Herzen aber schloss er sich der Burschenschaft an, und das religiöse Gefühl, welches dieselbe durchdrang, der ideale Hauch, welcher sie durchwehte, ward bestimmend für sein ganzes Leben. Nach vierjähriger Studienzeit begab er sich, nachdem er in paris im Hause eines sich dort aufhaltenden russischen Fürsten Dolgorucki, und dann in Ruhla pei Eisenach Hauslehrer gewesen war, an das Fellenberg'sche Institut zu Hofwyl. Hier blieb er über ein Jahr und durchwanderte zugleich, ein ausserordentlicher Fussgänger, längere Zeit hin- durch Tag für Tag 12 bis 14 Wegstunden zurücklegend, die Schweiz nach allen Richtungen. Zu Ende 1827 ging er nach Eisenach zurück. unterrichtete an einem damals hier bestehenden Mäd- cheninstitute, und war Collaborator, willens dereinst Landgeistlicher zu werden. Als jedoch nach einigen Jahren eine Stelle am Eisenacher Gymnasium vacant ward, bewarb er sich, mehr- fachen Aufforderungen nachgebend, um dieselbe und ward den 3. Februar 1829 als 3. Lehrer (später war er Classenlehrer von Secunda) mit dem Titel Professor angestellt und am 13. Februar desselben Jahres verpflichtet. Er war nunmehr, nachdem er sich auch am 14. März 1829 ver- heirathet. 43 ½ Jahre bis zu seiner Pensionirung Ostern 1873 mit Ausnahme seines Aufenthaltes in Frankfurt und Erfurt, sowie in Weimar, wo er eine zeitlang die Directoratsgeschäfte des Gym- nasiums interimistisch versah, ununterbrochen an dieser Anstalt thätig. Noch ist nicht vergessen, wie segensreich er an derselben wirkte, wie er es verstand anzuregen, wie richtig er den Einzel- nen beurtheilte, wie er durch heilsame Strenge, noch mehr aber durch duas Beispiel höchster Ge- wissenhaftigkeit, sittlichen Ernstes und unermüdlicher Arbeitsamkeit die ihm anvertraute Jugend förderte und erzog.

War doch die Kraft seines Geistes nicht minder bewundernsverth als die seines Körpers. vom frühesten Morgen bis zum spätesten Abend ununterbrochen thätig. fand er Zeit, neben den Obliegenheiten seines Amtes, die er allen voranstellte und auf das sorgfältigste erfüllte, Sich wis- senschaftlich zu beschäftigen, und mit unbegreillicher Energie arbeitete er. Theologe von Hause aus, sich in die Philologie ein. Ausser verschiedenen Abhandlungen und Recensionen. die mir zum grossen Theile unbekannt geblieben sind, verfasste er eine lateinische Syntax 1835, eine lateinische Grammatik 1838. in welcher er die Becker'sche Methode meines Wissens zum ersten Male anwandte. und eine Schrift:De gerundio et gerundivo 1844. zum 300jährigen Jubilàum des Gymnasiums. Obschon kein Fachmann, darf ich doch wohl annehmen, dass er sich durch diese litterarischen Leistungen einen geehrten Namen erworben hat. und ich selbst habe noch lange Zeit hinterher seine Grammatik in ehrender Weise nennen hören, wenn sie auch vielleicht ihrer Zeit vorausgeeilt sein mochte und daher nicht die weite Verbreitung erlangte, wie z. B. nachmals die Lattmann'sche, mit der ich ihn sie öfter vergleichen hörte: die SchriftDe gerundio et ge- rundivo aber ist, wie ich weiss, noch dieses Jahr wieder verlangt worden. Ueberhaupt hegte er für Grammatik eine besondere Vorliebe und gern hätte er, in der Ueberzeugung, dass dies das-