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Anlage des Predigerklosters zu Erfurt, nach dessen Muster im Jahre 1235 durch denselben Elger von Hohenstein, welcher wenige Jahre früher das Erfurter Kloster erbaut hatte, die hiesige Gründung der Dominikaner angelegt worden ist. Manche Umstände, welche im Laufe des vorigen Sommers während der Ausführungsarbeiten selbst noch mehr bestätigt worden sind, deuteten darauf hin, dass bereits in früheren Zeiten eben diese einspringende Ecke bebaut gewesen ist. Es wurden also auf der so gegebenen Grundlage die Pläne von dem Grossherzoglichen Bau- inspector Herrn Dittmar ausgearbeitet und von dem vorgesetzten Ministerium gutgeheissen. Mit besonderem Danke haben wir dabei des Entgegenkommens hiesigen Gemeinderaths zu gedenken, welcher ein Stück der Strasse, das zur rechtwinkligen Herstellung des Gebäudes nicht entbehrt werden konnte, unentgeltlich dem Gymnasium überlassen hat.— Die neue Anlage ermöglichte es nun auch Verbesserungen in den bisherigen Schulräumlichkeiten herzustellen. Dadurch nämlich, dass über dem neuen Klassenzimmer, welches ins Erdgeschoss zu liegen kam und an die übrigen Unterrichtsstätten der oberen Klassen in fortlaufender Reihe sich anschliesst, ein sehr umfang- reicher Raum zur weiteren Benutzung sich darbot, gelang es an Stelle der freundlichen, aber
niedrigen und engen Aula einen geräumigen und hohen Schulsaal herzustellen. Daran schlose
sich weiter die Verlegung der Dienerwohnung in das Erdgeschoss an eine mehr isolirte, aber leichter zugängliche Stelle, die Beschaffung eines besseren Zimmers für die Quinta und einer lichten Vorhalle vor der neuen Aula. Endlich ward der ganze östliche Kreuzgang bis an die Wand der Kirche, welcher Jahrhunderte lang durch unschöne Einbauten entstellt war, völlig freigelegt und dadurch ein anständiger Zugang zu einer über der Begräbnissstätte des Priors Elger von Hohenstein noch wohlerhaltenen Kapelle hergestellt. Dieses Gotische Gewölbe, das alte Gerbhaus der Dominikaner(S. Rein im Programm v. 1857, S. 19 Anm. 51.), stand durch eine, jetzt verschüttete, steinerne Treppe vom Kreuzgang aus mit der darunterliegenden Grab- kapelle in Verbindung. Zu erreichen war es bisher nur durch eine finstere Vorkammer, in welche man vom Garten des Rectors aus durch ein kleines Pförtchen gelangte. Die schöne Halle diente dem Gymnasium lange zur Aufbewahrung der Bibliothek; in den letzten Jahrzehnten war allerlei Schulgeräth dort bei Seite gelegt. Nachdem sie würdig hergestellt ist, soll sie fortan als Conferenz- zimmer benutzt werden.— In der neuen Anlage ist das Bestreben festgehalten worden, möglichst dem Charakter des Gegebenen sich anzuschliessen. So ist auch in der künstlerischen Ausschmückung jener spätgotische Styl durchgeführt, welcher in den Fenstergewänden des alten, 1512 gebauten Refectoriums und theilweis auch der Rectorwohnung noch wohl zu erkennen ist. Danach' ist die äàussere Einfassung an den Fenstern der Aula und an der Hausthür copirt. Spitzbogen derselben Art finden sich übrigens auch bei andern mittelalterlichen Gebäuden Thüringens, namentlich in Erfurt, verwendet.— Der Bau wurde in den Sommerferien vorigen Jahres begonnen und mit aller Anstrengung gefördert. Die aàusseren Verhaltnisse lagen günstig, und so ist es möglich geworden das Werk innerhalb der bewilligten Bausumme stattlich zu Ende zu führen, auch gelang es alle nothwendigen Arbeiten so zu vertheilen, dass wir nicht genöthigt waren, Lehrstunden auszusetzen. Es ist unsere Pflicht der freundlichen Förderung zu gedenken, welche von Seiten aller Betheiligen stattgefunden hat. Seine königliche Hoheit der Grossherzog hat nicht nur zu verschiedenen Malen unsere Schule besucht und die fortschreitenden Arbeiten in Augenschein senommen, sondern auch die Gnade gehabt für die vorhin erwähnte Gotische Kapelle einen stylgemässen Ofen in alterthümlicher Form herstellen zu lassen. Das hohe Ministerium hat zur Ausschmückung des Schulsaales die Ausführung kunstvoller Bemalung und eines schönen Decken- getäfels, so wie die Anbringung gemalter Glasfenster an der südlichen Giebelwand, bewilligt. Dieselben sind in der Glasmalereianstalt von Seiler in Breslau gearbeitet und tragen in der Mitte Medaillons mit den lebensgrossen Brustbildern von Luther und Melanchthon. Ebenso wurde die Bemalung der Innenseite der alten Eisenthür in der Kapelle genehmigt, und von dem Maler Rosenthal nach dem Muster einer ähnlichen Thür in der Liebfrauenkirche zu Arnstadt in alterthümlichem Styl ausgeführt. Die Bilder stellen die Schutzheiligen des Klosters, d. i. die heilige Elisabet und Johannes den Täufer, dar. Für alle diese Förderung spricht der Unter- zeichnete im Namen der Anstalt seinen ehrerbietigen Dank aus. Insbesondere gebührt unser Dank dem Herrn Bauinspector Ditt ar, für die Mühe und Sorgfalt, mit der er die nicht leichte Aufgabe durchgeführt hat.— Das Werk ist nunmehr im wesentlichen vollendet. Im Laufe dieses Sommers
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