Jahrgang 
1878
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soll das neue Klassenzimmer völlig hergestellt, der Rohbau getüncht und das ganze Gebäude mit einem saubern Anstrich versehen werden. Die neue Klasse ist der Prima bestimmt; der Ober- secunda soll das bisherige Local der Prima, der Untersecunda der bisherige Raum der Gesamt- secunda zugewiesen werden. Die Nische auf der südlichen Giebelwand harrt noch einer ent- sprechenden statuarischen Ausfüllung. Eine Lutherfigur von haltbarer Steinmasse würde dem Wnehe am besten entsprechen. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass von Seiten der Freunde des Gymnasiums die Mittel zur Beschaffung einer solchen Figur aufgebracht werden. Dem Fremden, der, von der Wartburg niedersteigend, diese Giebelwand zunächst zu sehen bekommt, würde dann die Bedeutung des Hauses sofort auch äusserlich kenntlich werden.

Die Theilung der Secunda machte die Gewinnung neuer Lehrkräfte nothwendig. In die vierte ordentliche Lehrerstelle, mit welcher zur Zeit das Ordinariat der Untersecunda verbunden ist, wurde Herr Dr. Otto Schmidt, bisher ordentlicher Lehrer am Victoriagymnasium in Burg, berufen.

Otto Schmidt wurde geboren am 12. October 1842 in Berka an der Werra, besuchte von 1858 bis 1863 das Gymnasium in Weimar und studirte darauf in Jena und Leipzig altklassische Philologie. Nachdem er auf letzterer Hochschule die Doctorprüfung bestanden hatte, war er zwei Jahre lang in der Provinz Preussen als Hauslehrer thätig. Im Mai 1868 machte er in Königsberg i. Pr. das examen pro facultate docendi. Michaelis 1868 wurde er dem königlichen Gymnasium in Marienwerder zur Ableistung des Probejahrs überwiesen, gleichzeitig verwaltete er eine ordent- liche Lehrerstelle an der dortigen höheren Bürgerschule. Michaelis 1870 ging er an das Gymnasium zu Burg, wo er im Laufe der Jahre in allen Klassen von Quarta bis Prima unterrichtet hat. Gedruckt ist seine Dissertationde elocutione Oppiani Apameensis, Lipsiae 1866.

Ferner beschloss das Grossherzogliche Ministerium den Hebräischen Unterricht der Ober- klassen und den Religionsunterricht der Mittel- und Unterklassen in eine Hand zu legen und statt der Herren Diaconus Dr. Gilbert, Oberpfarrer Dr. Marbach und Bürgerschullehrer Burkhardt, welche uns bisher als ausserordentliche Lehrer zur Seite standen, eine eigene Lehrkraft zu gewinnen. Demgemäss wurde Herr Dr. Delius, bisher Lehrer an der Realschule erster Ordnung in Osterode am Harz, als zehnter ordentlicher Lehrer angestellt.

Johannes Friedrich Delius, geboren den 12. Juni 1847 in Schernikau in der Altmark, Sohn eines Predigers, erhielt den ersten Unterricht im elterlichen Hause, besuchte sodann die Lateinische Schule in Halle und bestand daselbst Ostern 1867 die Maturitätsprüfung. Nachdem er darauf zu Tübingen und Halle sich dem Studium der Theologie gewidmet, bestand er 1871 die erste theologische Prüfung, machte dann einen sechswöchentlichen Seminarkursus durch und war eine Zeit lang Hauslehrer. 1873 bestand er das zweite theologische Examen und übernahm zunächst eine Stelle als Hilfsprediger, dann als Dirigent einer höheren Knabenschule im Gross- herzogthum Posen. Im Herbst 1875 nahm er eine Lehrerstelle an der Realschule I. O. in Osterode an, in welcher er bis Ostern d. J. geblieben ist. In dieser Stellung absolvirte er die Prüfung pro facultate docendi und erwarb sich den akademischen Doctorgrad. Gedruckt ist von ihm: Darstellung und Prüfung der Hauptgedanken von Friedrich Heinrich Jacobi, Halle 1878.

Den Herren Dr. Gilbert, Dr. Marbach und Burkhardt, von denen der erstgenannte selbst, Schüler unseres Gymnasiums und in den letzten Jahren auch unser Beichtvater bei der gemein- samen Feier des heiligen Abendmahls gewesen ist, spricht der Director auch an dieser Stelle den Dank der Schule für die Liebe und Treue aus, mit welcher dieselben ihr Amt verwaltet haben.

Im übrigen ist über die Ereignisse des verflossenen Schuljahres Folgendes zu berichten:

Das Sommersemester wurde am 9. April 1877 mit einem Actus begonnen, in welchem Herr Dr. Bachof in sein neues Amt eingeführt ward.

Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war im ganzen befriedigend. Herr Professor Schneidewind musste wegen eines Augenleidens auf einige Wochen vertreten werden.

Am 17. Mai wurden die Schüler, welche im Jahre 1875 geboren sind, durch Herrn Dr. Wedemann geimpft. Reichsgesetz vom 8. April 1874.*4 4*

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