4. menhang, der auf eine Wiedererweckung aus dem Grabe weist. ¹) Wann die fünf Hosier im Tempel (und zwar doch wohl im Adyton neben dem Sarge) ihr geheimes Opfer bringen, so erwecken die Thyiaden nun den Gott als Neugeborenen, den exαeirνs ²) in der Wanne wiegend, das Wiegenkind. Schwerlich geschah letzteres oben auf Bergeshöhe, sondern unten, und zwar öffentlich, worauf der Gegensatz zum Geheimopfer der Hosier führt. Wie wir uns etwa die Caeremonie zu denken haben, erläutert schön Welcker(Gr. G. II, 633):„man wird hierbei wegen der dramatischen Form frommen Cultes der Scene, wann in der Christnacht in S. Maria Maggiore zu Rom nach langer feierlicher Vorbereitung und Erwartung das Christkind in der Wiege durch die schöne Kirche und die dichte Reihe der Menschen getragen wird, sich erinnern, unbeschadet der Heiligkeit der Sache“. Wann diese Feier stattfand, ist nicht überliefert. Aber das eine ist klar: waren, wie Plutarch schreibt, drei Monate dem Dionysos geweiht, so musste er auch im Amalios noch zu Delphi anwesend gedacht sein. Sein Wirken hört auf beim Beginn der Apollinischen Festzeit. Wir dürfen annehmen, dass er kurz vorher in den Olympos eingeht. Vgl. Justinus Martyr im dial. c. Tryph.(II p. 234 a ed. Otto): rαeν αo iνναν— Feεννσι 2̈̈α— 2B dυιασαατιαρα IOντα 2αα ἀ⁊οαανννα ναάαα—να sic Odαyo 1s dredννιυινεέ̈νασι εωτσα Origenes c. Cels. IV, 17 p. 171 Spenc. sagt von Christi Auferstehung: οαα u το ̈ꝰντα— Gε⁴.νμνανεμιαα †έαiτ flovασον ιν Tardνων Cαωαιμωιαμμέμνο απασ ˙ππieτοντοο e το ⁴οα dνον eœum ⸗σmeασσοσμέννον πσ ͥτνν½ εαασ μετ τnντα παννιντ σωτιινεμαμνεμνννων νꝭ ⸗οdονi ναςοeνονπιοο eu ναςανovro sis odανον
Fassen wir das über die heiligen Akte der Trieterika Gesagte schliesslich nochmals kurz zusammen, so sehen wir, dass in Mythos und Cultus drei Phasen zu unterscheiden sind: 1. Epiphanie und Leiden des Dionysos im Mythos und entsprechend die Nyktelien im Cultus. 2. Bestattung durch Apollon im Mythos, Grabesruhe und Trauerzeit im Cultus. 3. dαeναηροσσς und Taseysvsoi im Mythos, Geheimopfer und syeioei“ im Cultus. Antheil der Thyiaden ist nur für den ersten und dritten Theil bezeugt, doch hindert nichts anzunehmen, dass sie auch beim zweiten in Function waren. Aus dem Zusammenhange der Legende ergibt sich, welche tieferen Bezüge diese Mysterien für die Gemeinde der Wissenden haben mochten, sie waren eine Bestätigung des Lebens nach dem Tode, und in diesem Sinne hätte Plutarch seine Frau bei dem Tode der Tochter (siehe oben S. 6) allerdings sehr wohl auf diese Tröstungen verweisen können.
III
1. Haben wir in dem bisherigen erkannt, wie das Thyiadencollegium im dem ursprünglichen Sinne einer Nachbildung der mythologischen Bakchen naturgemäss recht eigentlich nur bei den Dionysischen Festen der Wintermonate zu wirken berufen war, so liegt uns nunmehr noch ob, die weiteren Nachrichten über dasselbe zu prüfen. Es wird daraus hervorgehen, dass die Thyiaden auch im übrigen Festjahr bei verschiedenen heiligen Akten mitzuwirken berufen waren; ja wir werden sogar sehen, dass diese Akte an sich zum Dionysosdienst nicht alle in Beziehung stehen. Allerdings aber wurde auch in den anderen Jahreszeiten, nicht bloss im Winter, Dionysos zu Delphi wenigstens gelegentlich verweilend gedacht, freilich nicht Dionysos als Zagreus, sondern
¹) Derselbe Ausdruck in ganz ähnlichem Zusammenhange ist von Himerios gebraucht or. IX, 560: d„ Zeds 2onreuνν εαοα πdᷣvντ 2α rν‿dꝝνναον ενσ˙εiοας, ꝭ A6 νε, Turdvαs eroies αςρ τυνπντν⁶μιουω³ ʒ2ανννεμαναι
²) Hesych. Aizvirne eiεros diovεονα(⁷ rον dixννοανν, du ie r6 α⁴i οα‿‿ναα Auch die Anagoge der Semele liegt den Thyiaden ob; s. unten.


